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Bouygues Das atomare Dream-Team

Gemeinsam mit dem Partner Vinci wird der französische Mischkonzern Bouygues (Bau, Telekom, Fernsehen) einen stählernen Metallsarkophag um den Unglücksreaktor von Tschernobyl legen. Der soll vor Strahlung schützen und eines Tages den Rückbau möglich machen.

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Der Erfolg dieses Projekts, an dem die Franzosen seit 1991 planen und dessen Bau 2009 beginnen soll, wird für Bouygues ein Meilenstein: Geht es nach den Plänen der Franzosen, bietet die Kernkraft auf Jahrzehnte ein erhebliches Wachstumspotenzial. Allein in Frankreich sollen in den nächsten fünf Jahrzehnten 58 Kernkraftwerke stillgelegt werden. Der Bedarf am Rückbau alter Anlagen und am Neubau neuer Kraftwerke ist immens. Da wundert es niemand, dass Bouygues derzeit die treibende Kraft bei der Bildung des größten Atomkonzerns der Welt ist, beim französischen Staatsunternehmen Areva. Den will die französische Regierung an die Börse bringen und mit dem Industriekonzern Alstom verschmelzen. Den Kitt für diese Verbindung liefert Alstom-Großaktionär Bouygues, der seinen Anteil an dem Kraftwerks- und Eisenbahntechniker vor wenigen Tagen auf über 30 Prozent aufstockte. Areva, Alstom und Bouygues sind das atomare Dream-Team des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy – und Baulöwe Martin Bouygues einer seiner besten Freunde aus der Großindustrie. Für die Gesamtbilanz des Mischkonzerns Bouygues wäre der anstehende Schub an neuen Bauprojekten ein Segen: Die Franzosen könnten den bisherigen Gewinnbringer Telekom ergänzen und Bouygues auf ein neues Ertragsniveau heben. Für 2007 ist bei etwa 28 Milliarden Euro Umsatz ein zweistelliger Gewinnanstieg auf 1,3 Milliarden Euro möglich. Mit einem Börsenwert von 22 Milliarden Euro sind Bouygues-Aktien vielversprechend.

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