Immobilieninvestor Verschuldungsgrad bei Adler Group steigt – operativer Ertrag schrumpft

Quelle: imago images

Der Verschuldungsgrad des angeschlagenen Immobilieninvestors steigt weiter an. Derweil geht die Suche nach einem Wirtschaftsprüfer weiter.

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Bei der angeschlagenen Adler Group ist der Verschuldungsgrad (LTV) weiter gestiegen. Die Beleihungsquote LTV lag zum Ende des ersten Halbjahres 2022 bei 58,0 Prozent, Ende Dezember hatte der Immobilieninvestor noch 50,9 Prozent ausgewiesen, wie er am Montagabend mitteilte. Durch den Verkauf von Wohnungspaketen schrumpfte der operative Ertrag (FFO 1) auf rund 49,9 Millionen Euro von 67,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021. Die Adler Group verfügt nach eigenen Angaben noch über 26.243 Wohnungen.

Die Adler Group steht an vielen Fronten unter Druck. Die KPMG-Wirtschaftsprüfer hatten ihr unter anderem für den Jahresabschluss 2021 das Testat verweigert. Für 2022 sucht der Konzern nun auch noch einen neuen Wirtschaftsprüfer, denn die KPMG steht dafür nicht zur Verfügung. Ohne Testat eines Wirtschaftsprüfers, hatte Verwaltungsratschef Stefan Kirsten beklagt, sei die Adler Group von den Bank- und Kapitalmärkten abgeschnitten.

Ausgelöst wurden die Turbulenzen auch durch Vorwürfe der Gesellschaft Viceroy des Leerverkäufers Fraser Perring, bei Adler gebe es bei der Bewertung von Immobilien Mängel, diese seien teils künstlich überhöht worden.

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Die Adler Group hatte sich zum Abbau von Schulden von Wohnungen getrennt, diese gingen unter anderem an den Konkurrenten LEG Immobilien. Die Düsseldorfer hatten zuletzt aber mit Blick auf eine Übernahme eines Mehrheitsanteils an der Adler-Tochter BCP abgewunken.

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