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Berufsunfähigkeitsversicherung Guter Rat ist teuer

Berufstätige sollten sich gegen den Verlust der Arbeitskraft schützen. Doch das ist schwierig. Die Versicherer haben einen Bedingungs-Dschungel geschaffen. Ohne Berater tappen Versicherte schnell in Fallen. Wer hilft.

Was Selbstständige bei der Vorsorge beachten müssen
Eine Auswahl von Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen Quelle: dpa
Eine Euromünze steht auf der Versichertenkarte einer privaten Krankenversicherung Quelle: dpa
Tänzer des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe (v.l) Bruna Andrade (Hora Frau), Blythe Newman (Momo) und Admill Kuyler (Hora Mann) Quelle: dpa
ein Patient wird von einem Arzt gegen Tetanus geimpft. Quelle: AP
Ein Notarztwagen Quelle: AP
Besucher der Agentur für Arbeit Quelle: dpa
Aeltere Frauen sitzen am 5. November 2008 auf einer Bank am Ufer des Ammersees Quelle: AP

„Erst krank, dann arm.“ Auf diese einprägsame Formel bringt die Zeitschrift „Öko-Test“ eine Gefahr, die immer mehr Arbeitern und Angestellten droht: Berufsunfähigkeit. Hunderttausende sind betroffen und scheiden aus dem Arbeitsleben aus. Die meisten sind ausgebrannt und halten den Druck im Berufsleben nicht mehr aus.

Oft geht es dann jedoch nicht nur gesundheitlich bergab, sondern auch finanziell. Glück hat immerhin, wer vor 1962 geboren wurde, also älter als 52 Jahre ist. Hier greifen noch alte gesetzliche Regeln für die Erwerbsunfähigkeitsrente. Gekniffen sind jedoch alle jene, die später zur Welt kamen. Sie müssen sich privat absichern, durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung zum Beispiel.

Viele tun dies allerdings nicht. Und wenn doch, dann birgt diese private Police schon beim Abschluss viele Fallstricke. Sie ist für manche Berufsgruppen schwer, nur mit Abstrichen oder gar nicht zu bekommen. Und wenn man die Versicherung dann Jahre später vielleicht mal benötigt, stellen viele Betroffene fest, dass die erhoffte Rente viel schwerer als gedacht zu bekommen ist.

Kosten einer Berufsunfähigkeits-Police

Dies ist kurz zusammengefasst das Ergebnis vieler Tests durch Verbraucherschützer und die Erfahrung von Anwälten. Die Zeitschrift „Öko-Test“ folgert denn auch treffend: „Der Versuch, auf eigene Faust die beste Police zu finden, kommt einem Glücksspiel gleich.“ Der Tipp der Tester: Lassen Sie sich von einem qualifizierten Makler oder Berater helfen.

Dieser Rat ist zwar gut gemeint, hilft vielen Betroffenen jedoch nur bedingt weiter. Denn keine Welt ist so bunt und breit gefächert wie jene der Verkäufer, Vermittler, Makler oder Berater in der Versicherungswelt. Manche locken mit kostenloser Hilfe, was sie am Ende aber gar nicht ist. Andere verlangen üppige Honorare für ihre Tipps. Kunden fragen sich: Bringt das was?

Der Aufwand mag manchen hoch erscheinen. Schließlich geht es um eine Versicherung, die mitunter nur ein paar Hundert Euro im Jahr kostet. Die Erfahrung von Opferschützern lehrt jedoch: Guter Rat ist teuer. Nur wer Spezialisten fragt, kann sich in jungen Jahren gut schützen und später an seine Rente kommen. Im Folgenden einige Hinweise, wer sich als Berater eignet und wer vielleicht eher nicht.

 

Vertreter

Wieso die Deutschen beim Sparen scheitern
Ins Schwein geschaut: Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) befragt jährlich deutsche Bürger ab 14 Jahren rund ums Thema Sparen, so auch im vergangenen Jahr. Das wichtigste der jetzt veröffentlichten Ergebnisse: Im Durchschnitt sehen Bundesbürger einen Sparbedarf von 234 Euro monatlich - aber mit 165 Euro legen sie einen deutlich geringeren Betrag auf die hohe Kante. Quelle: dpa
Die Sparlücke, also die Differenz beider Beträge, liegt im Durchschnitt bei 69 Euro. Die Hälfte der Bundesbürger spart damit weniger, als sie nach eigener Meinung sollte. Sind wir also alle Sparmuffel? Quelle: gms
Nein, lautet die Antwort. Wenn die Deutschen mehr sparen könnten, würden sie es tun. Allerdings schaffen es die Befragten höchstens, pro Monat 185 Euro zurückzulegen - und diesen Spielraum nutzen sie zu fast 90 Prozent aus. Quelle: dpa
Je älter der Bürger ist, desto besser schafft er es zu sparen: Die Generation 60 plus wird ihren Sparzielen zu über vier Fünfteln gerecht. Allerdings verringern sich im Rentenalter die monatlich angesparten Beiträge, weil die Sparer in der Regel kein Einkommen mehr haben. Quelle: gms
Bundesbürger unter 40 Jahren verfehlen hingegen ihre Sparziele deutlich. Zwischen 14 und 39 Jahren erreichen sie im Schnitt nur etwas mehr als die Hälfte davon. Jüngere haben schließlich meist auch niedrigere Einkommen, von denen sie nicht viel abzwacken können. Quelle: dpa
Wenig überraschend also: Besserverdiener kommen ihrem Sparziel näher. Bei Netto-Einkommen unter 750 Euro kann nicht mal die Hälfte soviel in den Strumpf stecken, wie es vielleicht nötig wäre. Zu hoch sind die monatlichen Lebenserhaltungskosten. Quelle: dpa
Trotz Euro-Schuldenkrise wurde in privaten Haushalten im vergangenen Jahr weniger gespart, die Differenz betrug 20 Euro im Monat. Viele Bürger konsumierten mehr, statt ihr Sparbuch zu bestücken. Die Sparquote sank um 0,4 Prozentpunkt auf 10,9 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit 2006. Ein Grund dürfte auch das vergleichsweise solide deutsche Wirtschaftswachstum sein. Quelle: dpa


Die meisten Vermittler von Versicherungen sind Vertreter, die für einen einzigen Versicherer arbeiten. Deren Image ist in der Bevölkerung grundsätzlich nicht besonders gut. Es gibt allerdings auch viele Ausnahmen. Wenn man einen Vertreter gut kennt, dann hilft er schon mal mehr, als er eigentlich muss. Schließlich ist ein guter Ruf sein Kapital.

Bei der Debeka sind Vertreter angestellt, bei anderen formal selbstständig. Das Interesse dieser Personen ist meist auf den Abschluss einer Police gerichtet. Denn damit verdienen sie Geld. Das Angebot ist jedoch nur eingeschränkt. Wie gut der Service hinterher ist, hängt vom einzelnen Vertreter und dessen Berufsverständnis ab, unterliegt also eher dem Zufall.

Formal kann der Vertreter eines großen Versicherungskonzerns selbstständig sein. Doch faktisch ist er sehr eng an einen bestimmten Versicherer gebunden – und verkauft auch nur dessen Produkte und führt die Aufträge aus, die er erhält. Ob sich das immer mit den Interessen des Kunden vereinbaren lässt, bezweifeln Verbraucherschützer daher.

Es gibt auch Vertreter, die für mehrere Versicherer arbeiten. Die Abhängigkeit von den Unternehmen und ihren Produkten ist dabei ebenfalls sehr groß. In großen Strukturvertrieben ist dieses Vermittlermodell zu finden. Nach außen wird zwar gerne betont, dass unabhängig vermittelt wird, doch tatsächlich ist das oft nicht so ausgeprägt wie behauptet, stellen Kritiker fest.

Knapp 100.000 Vermittler von Versicherungen können von dem Geschäft leben, wie Wissenschaftler schätzen. Sie arbeiten nicht alle allein, manche haben größere Büros, in denen ihnen eine oder mehrere Personen zuarbeiten. Deren Abhängigkeit von Vermittlungsprovisionen ist also offensichtlich. Und hier sollten Kunden noch vorsichtiger sein, wenn es um Ratschläge oder Hilfe geht.

Manche Versicherungskonzerne lassen ihren Vertretern sehr große Freiheit. Dabei handelt es sich oft um Versicherungsvereine, bei denen der Druck der Aktionäre fehlt. Diese Unternehmen haben ein Gegenmodell entwickelt zum Vertreter, der in einer großen Gesellschaft sehr eng an die Vertriebsvorgaben des Versicherers gebunden ist.

Fazit: Vorsicht beim Vertragsabschluss. Bei der Durchsetzung der BU-Rente ist wenig zu erwarten, weil das Interesse der Vertreter in erster Linie auf den Vertragsabschluss gerichtet ist, aber nicht auf die Betreuung hinterher.  Oft sind die Kenntnisse der Vertreter bei der Durchsetzung der Rente  auch gering.

 

Makler

Die gefährlichsten Berufe
Extreme UnterschiedeWer den falschen Beruf ausübt, muss beim Versicherungsschutz mehr bezahlen. Für Handelsblatt Online hat das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) analysiert, wo die Beiträge steigen und wer weniger zahlen muss. Die gute Nachricht zuerst: Für die meisten Berufsgruppen wurde der Schutz günstiger. Von den 145 Berufen stellte M&M nur bei 30 Berufen eine Verteuerung fest. Die Analyse zeigt vor allem, dass „gute“ Risiken, also Berufe mit einer niedrigen Berufsunfähigkeitswahrscheinlichkeit überproportional profitieren. Quelle: dpa
Platz 10: ErgotherapeutEin Ergotherapeut muss einen unmittelbaren und persönlichen Kontakt zu seinen Patienten bilden. Seine Aufgabe ist es sie in ihrem Alltag zu unterstützen, um ihre Handlungsfähigkeit zu vergrößern und somit ihre Lebensqualität zu verbessern. Laut Morgen & Morgen überwiegen die "schlechten" Risiken, was einen Beitragsanstieg zur Folge hat. Quelle: Reuters
Platz 9: PflastererDer Beruf des Pflasterers wird überwiegend von Männern ausgeübt. Kein Wunder, denn die körperlichen Belastungen in diesem Beruf sind erheblich. Die hohen Beitrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung verwundern ebenfalls nicht. Eine Baustelle birgt viele Risiken. Quelle: dpa
Platz 8: EstrichlegerAuch der Beruf des Estrichleger wird überwiegend von Männern ausgeübt. Die ungesunde Arbeitshaltung kann Gelenk- und Wirbelsäulenschäden verursachen und so zu einer verfrühten Berufsunfähigkeit führen. Im Ranking von Morgen & Morgen kommt der Estrichleger auf Platz acht der Berufe mit dem höchsten Beitragsanstiegen. Quelle: dpa
Platz 7: RangierbegleiterDer überwiegend im Bahnbetrieb ausgeübte Job verlangt ebenfalls körperliche Belastungsfähigkeit. Außerdem stellt der Arbeitsplatz spezielle Risiken dar. Auf den Gleisen neben fahrenden Zügen darf sich der Rangierbegleiter keine Unaufmerksamkeit erlauben. Quelle: dpa
Platz 6: ReinigungskraftDie Reinigungskraft kommt auf den sechsten Platz. Auch in dieser Tätigkeit ist die körperliche Belastung hoch. Jedoch wird der Beruf der Reinigungskraft vorwiegend von Frauen ausgeübt. Quelle: ap
Platz 5: GleisbauerWie der Rangierbegleiter stellt auch der Arbeitsplatz des Gleisbauers Risiken dar. Trotz signalfarbener Arbeitskleidung kann es schnell zu brenzligen Situationen mit fahrenden Zügen kommen. Auch das Montieren der schweren Gleise birgt Gefahren. Quelle: ZB


Versicherungsmakler sind – anders als Vertreter – nicht vertraglich an eine Versicherungsgesellschaft gebunden. Sie sehen sich als „treuhänderähnliche Sachwalter“ des Kunden. So lautet die Theorie, die gerne von Verbänden so hervorgehoben wird: „Mit anderen Worten: Der Versicherungsmakler steht auf Ihrer Seite.“

Wie Vertreter verdienen auch Makler oft nur dann Geld, wenn sie eine Police vermitteln. Sie erhalten dann eine Provision. Wie stark sie im Interesse des Kunden arbeiten, hängt daher stark von der persönlichen Einstellung und Arbeitsweise ab. Immerhin: Das Angebot ist größer, also könnte die Qualität der Police auch besser sein, als bei einem Vertreter, der nur einen einzigen Versicherer vertritt.

Es gibt keine gesetzliche Berufsorganisation für Versicherungsmakler. Wichtige Verbände sind der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) und der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung. Der VDVM vertritt über 600 Versicherungsmakler-Unternehmen mit mehr als 12.000 Mitarbeitern.

Die Hauptgründe für eine Berufsunfähigkeit

Der AfW sieht sich als der Berufsverband unabhängiger Finanzdienstleister. 30.000 Versicherungs- und Kapitalanlagevermittler werden durch rund 1700 Mitgliedsunternehmen repräsentiert. Das Problem: Es sind womöglich viele Personen unterwegs, die nicht unbedingt die nötigen Anforderungen für den Beruf erfüllen. Deshalb verstärken alle ihre Ausbildungsaktivitäten.

Nicht zu unterschätzen ist auch die sogenannte Maklerarmut. Viele Vermittler haben sich als Makler angemeldet, verdienen aber nur mäßig, wie Umfragen von Berufsverbänden zeigen. Wissenschaftler schätzen daher, dass viele nicht von dieser Tätigkeit leben können. Ein Problem: Wer Geld braucht, schaut nicht unbedingt auf die Qualität seiner Arbeit für den Kunden.

Fazit: Einen guten Versicherungs- oder Finanzmakler zu finden, ist schwer. Am Ende zählt der persönliche Eindruck von den Fähigkeiten und der Berufserfahrung. Auch hier gilt jedoch wie bei Vertretern: Makler können beim Vertragsabschluss helfen. Bei der Durchsetzung von Renten dürften sie jedoch in der Regel überfordert sein.

 

Finanz- und Vermögensberater

Typische Irrtümer und häufige Fragen zur Steuererklärung
Wenn die Steuererklärung einmal abgegeben ist, kann ich nichts mehr ändern.Das stimmt nicht. Solange noch kein Steuerbescheid ergangen ist, können alle Unterlagen und Belege beim Finanzamt nachgereicht werden. Auch, wer den Steuerbescheid bereits erhalten hat, kann grundsätzlich innerhalb eines Monats noch etwas nachreichen, erst nach dieser Frist wird der Bescheid bestandskräftig. „Danach wird es sehr kompliziert“, sagt Anita Käding, Steuerexpertin beim Bund der Steuerzahler. „Es gibt aber Fälle, in denen auch später noch etwas an der Steuererklärung geändert werden kann.“ Quelle: dpa
Wenn ich die Steuererklärung freiwillig abgegeben habe, kann ich mich vor einer Nachzahlung drücken.Das stimmt. „Steuerzahler können durch die freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung nur gewinnen“, sagt Anita Käding. Denn wer wider Erwarten keine Steuern zurückbekommt, sondern um Nachzahlung gebeten wird, kann den Antrag auf Einkommensteuerveranlagung wieder zurücknehmen. „Das funktioniert solange der Steuerbescheid noch nicht bestandskräftig ist, also innerhalb eines Monats, nachdem der Bescheid zugegangen ist“, so die Steuerexpertin. Einen Zwang zur Nachzahlung gebe es in der Regel nur dann, wenn der Arbeitgeber vorschriftswidrig zu wenig Lohnsteuer abgeführt hat. Wenn der Steuerzahler jedoch zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, kann er einer etwaigen Nachzahlung nicht entkommen. Quelle: dpa
Wenn ich morgens zehn Kilometer ins Büro fahre und abends zehn Kilometer nach Hause, bekomme ich eine Entfernungspauschale für 20 Kilometer.Das stimmt nicht. Im Rahmen der Entfernungspauschale kann für den Arbeitsweg nur die einfache Entfernung berücksichtigt werden. Ein Entfernungskilometer entspricht also zwei Fahrtkilometern. Wenn die Arbeitsstelle zehn Kilometer von der Wohnung entfernt liegt, kann der Steuerzahler also pro Arbeitstag 10 x 0,30 Euro = 3 Euro als Werbungskosten bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. Quelle: dpa
Wenn meine studierende Tochter Kosten für Fachbücher selbst nicht bei der Steuererklärung geltend machen kann, kann ich das tun.Das stimmt nicht. Grundsätzlich gilt: Das Finanzamt kann höchstens so viele Steuern erstatten, wie vorher gezahlt wurden. Wer also nur ein geringes Einkommen mit entsprechend niedrigen Abgaben hat, dem nutzen auch die höchsten Werbungskosten nichts. Eltern, deren Kinder hohe Ausgaben für das Studium haben, glauben deshalb häufig, sie könnten diese Ausgaben selbst geltend machen. Das funktioniert jedoch nicht. Quelle: dpa
Solange mein Kind noch nicht arbeitet, bekomme ich Kindergeld. Das stimmt nicht. Kindergeld wird maximal bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Bedingung dafür ist, dass sich das erwachsene Kind noch in der Ausbildung befindet. Anders herum gilt dies aber nicht. Besonderheiten gelten für erwachsene behinderte Kinder. Bei Kindern, die schon 25 Jahre alt sind, sich aber noch in der Ausbildung befinden, können gegebenenfalls Unterhaltszahlungen geltend gemacht werden. Quelle: dpa
Wenn Handwerker in meinem Haus Arbeiten verrichtet haben, kann ich das immer als Handwerkerleistung geltend machen.Das stimmt nur bedingt. Denn die erste Voraussetzung ist, dass die Arbeit wirklich vor Ort verrichtet wird. Nimmt ein Techniker die Waschmaschine zur Reparatur mit in seine Werkstatt, ist das keine typische Handwerkerleistung mehr. Außerdem darf die Rechnung nicht bar bezahlt werden, ansonsten erkennt das Finanzamt sie nicht an. Pro Jahr können 20 Prozent solcher Kosten, höchstens jedoch 1.200 Euro im Jahr als Steuerbonus anerkannt werden. Quelle: dpa
Wenn ich Studiengebühren bereits vergeblich in einer freiwilligen Steuererklärung geltend gemacht habe, kann ich das bei der nächsten Steuererklärung nicht noch einmal probieren.Das stimmt. Kosten, die beispielsweise im Jahr 2011 entstanden sind, können auch nur in der Steuererklärung für dieses Jahr geltend gemacht werden. „Die Annahme, Studienkosten könnten am Ende des Studiums gebündelt abgesetzt werden, ist ein Irrtum“, sagt Steuerexpertin Anita Käding. Da zu diesem Thema noch Gerichtsverfahren laufen, empfiehlt es sich, abzuwarten und die Steuererklärung – sofern man sie freiwillig macht – erst später abzugeben. „Ausfüllen sollte man die Formulare aber schon jetzt, denn im nächsten Jahr weiß man vielleicht nicht mehr so genau, welche Ausgaben man hatte“, empfiehlt Käding. Quelle: dpa

Selbstständige Finanzberater sind häufig vertraglich an Anbieter von Finanzprodukten, wie Banken oder Versicherungen, oder an Finanzvertriebe gebunden. Solche Bezeichnungen führen also auch Vermittler, die fest in einer Verkäuferstruktur arbeiten oder vergleichsweise eng an eines oder mehrere Versicherungsunternehmen gebunden sind.

Auch der Begriff Vermögensberater wird von einem Teil der Vermittlerschaft verwendet und ist nicht geschützt. Wegen des Begriffswirrwarrs wollen manche in der Branche daher das Berufsbild ergänzen, erweitern und aufwerten. Dazu brauchen die Verbände aber auch die Unterstützung der Politik.

Im Januar 2013 ist zwar das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts in Kraft getreten. Ob jedoch die Qualität der zahlreichen Finanz- und Vermögensberater dadurch steigt, ist nach dieser kurzen Zeit noch nicht absehbar. Zudem führt das Gesetz – ähnlich wie für Versicherungsvermittler – neue Erlaubnisvorschriften ein (§ 34f GewO).

Der Verband AfW will einen neuen Berufsstand schaffen, den unabhängigen Finanzdienstleister. Das Berufsbild geht über das reine Versicherungsgeschäft hinaus, und das Renommee soll – wie in den angelsächsischen Ländern – mit dem der Rechtsanwälte und Steuerberater vergleichbar sein. Davon ist Deutschland jedoch noch weit entfernt.

Eine anerkannte Aus- und Weiterbildung für die Beratung von Finanzprodukten gibt es nicht. Neben privaten, unternehmensinternen oder hochschulgebundenen Ausbildungen gibt es in den Unternehmen Personen mit zahlreichen Berufsqualifikationen. Dazu zählen: Fachwirt für Finanzberatung, Fachberater für Finanzdienstleistungen, Bankkaufmann oder Versicherungsfachwirt.

Fazit: Es herrscht eine bunte Vielfalt in der „Berater“-Branche, die nichts über die wahren Absichten und die Qualität des jeweiligen Vermittlers aussagt. Titel sagen nichts über die Qualifikation aus. Die wahren Absichten von Beratern hängen auch immer davon ab, für welches oder in welchem Unternehmen sie arbeiten. Entscheidend sind also Abhängigkeiten, die auf den ersten Blick aber vielleicht nicht erkennbar sind.

 

Berater

Freunde und Feinde der Riester-Rente
Kein Reibach für die Finanzbranche„Die staatlich geförderte private Altersvorsorge ist nicht dazu da, dass die Finanzbranche den großen Reibach macht. Sie ist dazu da, dass Anleger angesichts sinkender Rentenbezüge so privat vorsorgen, dass es sich später auszahlt – und dabei steht ihnen der Staat zur Seite! Wo der Staat fördert, darf es keinen Zweifel an der Qualität geben!“ Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU). Quelle: dapd
Ein Blindflug des Kabinetts"Wie aus dem Gesetzentwurf und den zugehörigen Verordnungsentwürfen hervorgeht, soll vor allem die Kostentransparenz bei Riester-Angeboten demnächst durch Angabe der „Effektivkosten“ erreicht werden. Als neue Kenngröße wird dabei die „Reduction in Yield“ eingeführt. Sie gibt an, um wie viel Prozentpunkte die Bruttorendite eines Riester-Vertrags durch Abschluss- und Verwaltungskosten sinkt. Problematisch ist dabei, dass schon die Bruttorendite willkürlich - und überhöht - angesetzt sein kann. Außerdem werden nur die Kosten in der Ansparphase eingerechnet. „Wie viel der Vertrag insgesamt wirklich kostet, bleibt Verbrauchern daher weiterhin verborgen. Außerdem lassen sich unterschiedliche Verträge anhand der neuen Kenngröße gar nicht vergleichen“, erklärt Kleinlein. Ein wichtiges Ziel der Riester-Reform, nämlich die Verträge über alle Produktgruppen hinweg vergleichbar zu machen, bleibt damit auf der Strecke. „Das war wohl ein Blindflug des Kabinetts“, so der Verbraucherschützer." Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten, am 28. September 2012
Riestern wird einfacher und attraktiver„Die Riester-Rente ist ein wichtiger Baustein neben der gesetzlichen Rente – insbesondere für junge Menschen, die bei der Altersvorsorge mit einem aus demografischen Gründen deutlich abgesenkten Rentenniveau kalkulieren müssen. Deshalb planen wir nicht nur neue Regeln, die Riestern einfacher und attraktiver machen: einen Deckel bei den Wechselkosten, eine bessere Beteiligung an den Überschüssen der Versicherungen und glasklare Informationen zum einfachen Produktvergleich. Ganz entscheidend ist zudem, dass sich Riestern auch für Geringverdiener lohnt, die in Zukunft besonders von Altersarmut bedroht sind. Sie können bereits mit fünf Euro pro Monat einen Riester-Vertrag abschließen.“ Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), am Kabinettstisch Quelle: dapd
Es werden Milliarden verpulvert„Die Riester-Rente war eine schlechte Idee, die noch schlechter umgesetzt wurde. Die Banken und Versicherungen haben die staatlichen Subventionen zur Maximierung ihrer Profite missbraucht. Es werden Milliarden verpulvert, die in den Kassen der Finanzmarktspekulanten anstatt in den Portemonnaies der Rentnerinnen und Rentner landen. Staatliche Subventionen, die ihr Ziel nicht erreichen, sind überflüssig. Wir sind dafür, dass alle staatlichen Subventionen für die Riester-Rente gestrichen und in die Finanzierung einer solidarischen Mindestrente gesteckt werden. Das wären zwei Milliarden Euro pro Jahr, die wir im Kampf gegen Altersarmut dringend brauchen.“ Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der LinkenFotografin: Barbara Dietl, bdietl.com
Mindestsicherung im Alter durch Steuern finanzieren„Rentenreformen sind teuer. Allein wer sie bezahlt, ist die Frage. DIE LINKE will den schleichenden Ausstieg der Arbeitgeberseite aus der Altersvorsorge stoppen, wie er mit der Riester-Rente begonnen hat und durch die Pläne der SPD, die betriebliche Alterssicherung auszubauen, fortgesetzt werden würde. Jegliche Form der Mindestsicherung im Alter ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss dementsprechend auch gesamtgesellschaftlich, also durch Steuern finanziert werden.“ Rentenpolitische Grundsätze: Vorgestellt am 19. September 2012 von den Vorsitzenden von Fraktion und Partei DIE LINKE: Bernd Riexinger, Katja Kipping, Gregor Gysi Quelle: dpa
Provisionen härter regulieren„Versicherungsanbieter kalkulieren mit Sterbetafeln die eine Lebenserwartung von knapp 100 Jahren als Grundlage haben. Somit wird die Rendite der Verträge erheblich gemindert. Hier muss es klare Vorgaben geben, welche Sterbetafeln Anbieter nutzen dürfen. Weiterhin fehlt bei den Riester-Produkten eine Kostenbegrenzung bei einem Anbieterwechsel, sowie eine Regelung, welche Kostenanteile überhaupt in Rechnung gestellt werden dürfen. Nur eine Ausweisung aller Kosten in Euro und Cent sorgt für Klarheit beim Kunden. Die von der Regierung geplante Ausweisung der Kosten alleine in Prozent sorgt nicht für mehr Durchblick. Auch die Provisionen müssen härter reguliert werden. Provisionen müssen gedeckelt und über längere Zeit gestreckt werden.“ Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik, die Grünen
Die Menschen dürfen nicht abgezockt werden„Wir brauchen einen besseren Verbraucherschutz. Die Menschen dürfen nicht abgezockt werden und müssen gut informiert werden. Wer hat wirklich einen Überblick über die mittlerweile 5 000 Produkte? Ich jedenfalls nicht. Auch für einen funktionierenden Wettbewerb ist es wichtig, eine übersichtliche Zahl von Produkten zu haben. 5 000 sind eigentlich zu viel. Dann ist es so, dass die Produkte nicht wirklich vergleichbar sind. So etwas wie ein Produktinformationsblatt ist sicherlich wichtig, wobei zu fragen ist, was genau darin enthalten sein soll. Es muss klar sein, wann sich eine Riester-Rente tatsächlich lohnt.“ Wolfgang Strengmann-Kuhn, Bundestagsabgeordneter der Grünen

Versicherungsberater sind Spezialisten, die sich besonders gut in komplizierten Versicherungsfragen auskennen. Sie müssen sich wie Vertreter und Makler registrieren lassen. Im Vergleich ist ihre Anzahl jedoch verschwindend gering. Im Register für Versicherungsvermittler sind knapp 250.000 Personen erfasst. Nur 274 davon sind Versicherungsberater.

Im Vergleich zu Maklern und Vertretern sind diese Berater verpflichtet, ihre Kunden individuell und in deren Interesse zu beraten. Um ihre Unabhängigkeit zu gewährleisten, beziehen sie keine Provisionen von Versicherungen, sondern beraten Kunden auf Honorarbasis. Sie rechnen entsprechend der Rechtsanwalts-Vergütungsverordnung (RVG) ab. Das Honorar wird vorab mit den Mandanten vereinbart. Üblich ist ein Stundenhonorar.

Im Gegensatz zu Versicherungsberatern sind Honorarberater breiter aufgestellt und beraten in vielen Fragen der Geldanlage. In Deutschland gibt es mehrere Tausend Personen, die im Auftrag des Kunden tätig werden und für ein Honorar arbeiten. Die niedrige Zahl zeigt: Dies ist bisher in Deutschland kaum üblich, weshalb dieser Berufszweig ein Nischendasein fristet – im Gegensatz zu Großbritannien zum Beispiel.

Daran ändern auch gesetzliche Initiativen im Jahre 2013 bisher nichts. Das Gesetz bestimmt, dass Honorarberater ausschließlich vom Kunden vergütet werden dürfen. Sie können die von ihnen empfohlenen Anlageprodukte auch vermitteln, dürfen aber keine Provisionen von Produktanbietern oder Dritten annehmen.

Die Politiker sind dennoch zuversichtlich, dass sich etwas ändern wird. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass gerade im Bereich der Geldanlage großer Handlungsbedarf besteht, die Beratung stärker an den Interessen der Verbraucher auszurichten, kommentierte das Verbraucherschutzministerium. Die Honorarberatung könne diesem Anspruch am besten gerecht werden.

Fazit: Versicherungsberater können sowohl beim Abschluss einer Police als auch hinterher bei der Durchsetzung von Ansprüchen helfen. Wer einen Versicherungsberater sucht, geht am besten über den Fachverband BVVB.
Bei Honorarberatern ist unklar, ob sie sich in Details von Versicherungsfragen auskennen. Das sollten Kunden vorher klären.

 

Fachanwälte und Verbraucherschützer

Was gute und schlechte Vertreter ausmacht
AuftrittIn Strukturvertrieben wie AWD, der einmal von Carsten Maschmeyer geführt wurde, gelten strenge Kleidervorschriften für Vermittler. Die Berater wirken deshalb oft zum Verwechseln ähnlich: Dunkler Anzug, weißes Hemd, farblose Krawatte. Kritiker raten, hinter das seriös wirkende Äußere zu blicken. So zeigte der Film "Versicherungsvertreter" MEG-Vermittler, die sich erst beim Kunden auf Augenhöhe einschmeicheln und hinterher mit dem flotten Sportwagen abrauschen. Das Erscheinungsbild kann blenden und verrät nichts über Beratungsqualität. Quelle: ap
Beratung im BüroGehen Sie zu Ihrem Versicherungsvertreter und schauen Sie sich sein Arbeitsumfeld an. Vermittler, die am liebsten im Wohnzimmer des Kunden Kaffee trinken, in der Sonne Cocktails schlürfen oder im Cafe Kuchen essen, haben vielleicht keine eigenen Räumlichkeiten, sondern nur ein Großraumbüro. Dort sitzen sie mit anderen Verkäufern, die über das Telefon oder das Internet Geschäfte anbahnen und vor Ort mit einer Schmalspurberatung die rasche Vertragsunterschrift suchen. Zwar hat d er Ort der Beratung nichts mit der Qualität der Beratung zu tun, doch auf die Arbeitsweise des Beraters könnte er Hinweise liefern. Quelle: dpa
Telefon? Nein Danke!Ein Versicherungsvertreter braucht eine solide Basis, um Geld zu verdienen. Er sollte einen festen Kundenstamm haben und in einem stabilen Umfeld arbeiten. Wenn er darauf angewiesen ist, über das Telefon Geschäfte anzubahnen, sollten Interessenten vorsichtiger werden. Es könnte sich um jemanden handeln, der nur einmal einen schnellen Abschluss machen möchte und dann nie wieder zu sehen ist. Quelle: dpa
Bieder feiernDie zum Ergo-Versicherungskonzern gehörende Hamburg-Mannheimer hat für ihre besten 100 Vertreter eine rauschende Sex-Party in Budapest organisiert, in der traditionsreichen Gellert-Therme. Wüstenrot fuhr mit seinen Vertretern nach Rio, dabei streiften sie auch ein zweifelhaftes Gebäude. Mit solchen Feiern belohnen Finanzkonzerne Power-Vertreter, die besonders viele Verträge verkauft haben. Oft kommt bei solchen Vermittlern die Beratung zu kurz, weil sie zu sehr ans Geldverdienen denken. Quelle: dpa
Ruhiges ArbeitsumfeldDer Verkaufsdruck in der Versicherungsbranche ist groß, manchmal tragen auch Kostensenkungsprogramme von Aktiengesellschaften dazu bei. Wo Versicherer im Innendienst Kosten senken, müssen Vermittler oft besonders viele Abschlüsse liefern. Denn der Versicherer will seine Gewinnmarge erhöhen. Das Bedürfnis der Kunden nach gutem Service und günstigem Versicherungsschutz muss da oft zurückstehen. Quelle: dpa-dpaweb
Orientierung am BedarfVerkäufer reden gerne und stellen ihren Kunden dann Fragen, die nur in ihrem Sinne beantwortet werden können. Das leitet dann meist schnell über in den Verkauf einer ganz speziellen Versicherung. Gute Berater erkundigen sich dagegen nach den Bedürfnissen und checken, ob ein Kunde die wichtigen Versicherungen hat, wie etwa eine private Haftpflicht oder einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit. Als Kunde sollten Sie sagen, was Ihnen wichtig ist. Ob jemand eine Versicherung überhaupt benötigt, hängt auch von der Risikobereitschaft und dem Vermögen des Kunden ab. Wer finanziell gut dasteht, kann einen Schaden auch mal selbst tragen. Quelle: dpa
SelbstbewusstseinHochwertige Beratung ist nicht umsonst, auch wenn manche Versicherungsvertreter diesen Eindruck gerne erwecken. Seriöse Vermittler nennen daher vor der Beratung ihren Preis und lassen den Kunden entscheiden, ob er damit einverstanden ist. Das kann ein Honorar sein, das vorher vereinbart wird. Es kann aber auch eine Provision sein, die hinterher von den ersten Beiträgen an die Versicherung abgezogen wird. In jedem Fall sollte der Kunde wissen, was er bezahlt - und was er dafür bekommt. Denn die Kehrseite des Preises ist die Leistung, die jedoch sehr unterschiedlich ausfallen kann. Quelle: dpa

Fachfragen in Versicherungs- und Geldangelegenheiten können auch Anwälte und Steuerberater beantworten. Sie arbeiten ebenfalls gegen ein Honorar. Ein Beispiel dafür ist der Tarifwechsel von der privaten zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Anwälte, Rentenberater oder Mitarbeiter von Krankenkassen kennen sich zum Beispiel im Sozialrecht am besten aus. Im Deutschen Anwaltsverein gibt es etwa eine Arbeitsgemeinschaft für Sozialrecht.

In den Verbraucherberatungsstellen der Bundesländer erhalten Verbraucher auf viele Fragen rund um Geld kompetente und unabhängige Antworten. Zudem halten sich die zu zahlenden Honorare oft in Grenzen. Auch die Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten setzt sich für die Rechte der Verbraucher im Versicherungswesen ein.

Allerdings gibt es auch immer wieder Kritik an der Qualität mancher Aussagen von Verbraucherschützern. Kunden sollten sich auf deren Rat also nicht blind verlassen. Zudem empfiehlt es sich, bei komplizierten Sachfragen, direkt einen Anwalt um Rat zu fragen. Das gilt vor allem bei der Durchsetzung von Rentenansprüchen im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Fazit: Anwälte kennen sich selten aus, wenn es um den Abschluss einer Versicherung geht. Sie werden eher hinterher eingeschaltet. Verbraucherschützer haben ein großes Spektrum von Themen, das sie bearbeiten müssen. Hier sind zwar auch Juristen aktiv, doch ob diese bei der Durchsetzung von Ansprüchen helfen können, ist nicht sicher.

In Arbeit
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Vergleicht man die möglichen Helfer, so ist die höchste Qualität am wahrscheinlichsten bei jenen zu finden, die für ihre Bemühungen ein festes Honorar verlangen. Guter Rat ist eben nicht umsonst zu haben, auch nicht beim Vermittler. Denn dieser berät zwar ebenfalls, doch hinterher erhält er sein Geld über die ersten Prämien, die der Kunde an die Versicherung zahlt.

Ein letzter Tipp zum Nachdenken: Manche bezweifeln den Wert der Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich. Alternativ ist zur Absicherung der Familie auch eine Risiko-Lebensversicherung geeignet. Und wer sich gegen den Verlust der eigenen Arbeitskraft wappnen möchte, kann zudem auf andere Weise vorsorgen. Das erspart zumindest eines: viel Ärger, wenn die Versicherung hinterher nein sagt.

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