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Renditevergleich bei Auszahlung Welche Policen die höchste Rendite abwerfen

Lebensversicherung: Ablaufrenditen im Vergleich Quelle: imago

Der Map-Report hat die Ablaufrenditen klassischer Lebensversicherungen verglichen. Wer jetzt eine Rente oder Kapitalabfindung daraus erhält, kann sich noch glücklich schätzen.

Kaum jemand schließt heute noch eine klassische Lebensversicherung ab, die Versicherer bieten sie auch kaum noch an. Wegen der Niedrigzinsen stehen andere Vorsorgeprodukte bei Vertrieb und Kunden im Fokus. Aber noch haben die deutschen Sparer Millionen dieser Verträge im Bestand. Bei den Verträgen, die jetzt nach zwölf oder zwanzig Jahren zur Auszahlung kommen wird eins überdeutlich: bei den Verträgen, die erst in den kommenden Jahren auslaufen, wird es schlechter.

Vier Prozent sind nicht mehr drin

Versicherte können im Durchschnitt mit einer jährlichen Rendite von 3,75 Prozent rechnen, wenn es sich um Verträge handelt, deren Auszahlungsphase zum Jahresbeginn 2018 begannen. Dafür mussten sie allerdings 20 Jahre lang einzahlen. Im Musterfall für den Vergleich zahlte ein 43-Jähriger ab 1998 jährlich 1200 Euro ein, insgesamt also 24.000 Euro.

Kapitalabfindungen der Rentenversicherungen bei 20 Jahren Laufzeit

Die durchschnittliche Garantieverzinsung lag 1998 noch bei 3,23 Prozent. Die erreichte Rendite von 3,75 kommt durch Überschussbeteiligungen bei Ablauf der Police zustande. Wer die einmalige Kapitalabfindung gewählt hatte, bekam im Mittel 36.105 Euro. Davon entfielen 33.485 Euro auf die Garantieverzinsung.

Nach wie vor gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den Gesellschaften. Die beste Versicherung, die Öffentliche Braunschweig, schaffte ein jährliche Rendite von 4,30 Prozent, garantiert hatte sie nur 2,97 Prozent. Die einmalige Auszahlung machte aus eingezahlten 24.000 Euro immerhin 38.437 Euro.

Aussterbendes Vorsorgeprodukt

Am schlechtesten schnitt im Map-Report der Versicherer Condor ab: Er macht aus den Einzahlungen eine Kapitalabfindung von 34.096 Euro. Das entspricht einer Rendite von 3,24 Prozent, garantiert waren 2,84 Prozent.

Das hier dargestellte Ranking ist für Inhaber einer alten Police sicher noch hilfreich, um zu erfahren, wo der eigene Versicherer im Vergleich zur Konkurrenz steht. Für Neukunden ist es jedoch kaum aussagekräftig. In diesem Jahr nahmen lediglich 19 Versicherungsunternehmen am Vergleich des Map-Reports teil. Nur 15 machten Angaben zu den Ablaufleistungen nach 20 Jahren. Von den 19 Teilnehmer liefern zudem nur noch elf Hochrechnungen für neu abgeschlossene Lebensversicherungen, acht haben hingegen den Vertrieb des Vorsorgeklassikers eingestellt und verwalten nur ihre Bestände.
Die meisten Versicherer konzentrieren sich längst auf modernere Produkte, die mit geringeren oder ganz ohne Garantien auskommen, dafür aber auch verstärkt auf riskantere Wertpapiere wie Aktien setzen dürfen, um ansprechende Rendite zur erzielen.

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