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Affäre um Stormy Daniels Russischer Oligarch soll 500.000 Dollar an Trump-Anwalt gezahlt haben

Trumps Anwalt soll Geld aus Russland erhalten und davon das Schweigegeld in der Pornoaffäre gezahlt haben – das behauptet zumindest Stormy Daniels Anwalt.

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Vekselberg steht wie eine Reihe weiterer Putin-naher Politiker und Businessmänner auf der Sanktionsliste der USA. Quelle: AP

Düsseldorf Der Streit um die angebliche Affäre der Pornodarstellerin Stephanie Clifford (alias Stormy Daniels) mit Donald Trump geht in die nächste Runde. Erneut führt sie nach Russland. Cliffords Anwalt Michael Avenatti will Beweise dafür gefunden haben, dass Trumps Anwalt Michael Cohen Zahlungen in Höhe von 500.000 US-Dollar vom russischen Oligarchen Viktor Vekselberg sowie seinem Cousin, Andrew Intrater, erhalten haben soll.

Wie aus Avenattis Zusammenfassung der Vorwürfe (siehe Download) hervorgeht, soll Cohen im Oktober 2016 – wenige Wochen vor Ende der US-Präsidentschaftswahl – ein Konto bei der First Republic Bank eröffnet haben. Vorwand für die Kontoeröffnung sollen die Geschäftsaktivitäten der durch Cohen am 17. Oktober registrierten Firma „Essential Consultants“ gewesen sein.

Allerdings – behauptet Avenatti – sollen die tatsächlichen Zahlungseingänge auf dem Bankkonto wenig mit der Beratungsfirma zu tun gehabt haben. Stattdessen habe er das Konto unter anderem dazu benutzt, 130.000 Dollar an Clifford zu überweisen. Außerdem soll Cohen zwischen Januar und August 2017 insgesamt acht Zahlungseingänge von Viktor Vekselberg über die Firma Columbus Nova verzeichnet haben.

Columbus Nova ist die mit den Vekselbergs assoziierte Investmentfirma, bei der der Cousin von Viktor Vekselberg, Andrew Intrater, Partner ist. Insgesamt soll so rund eine halbe Million US-Dollar von den russischen Oligarchen zum US-Anwalt geflossen sein. Avenatti behauptet nun, das Geld sei dafür verwendet worden, um das Konto nach der Zahlung an Clifford aufzufüllen.

Die US-Medien bestätigen in Teilen die Version von Cliffords Anwalt. So habe Columbus Nova tatsächlich Cohens Firma als Berater engagiert, „um mögliche Kapitalquellen sowie Möglichkeiten für Investitionen in Immobilien und andere Anlageklassen zu identifizieren“, teilte die Firma dem US-Sender NBC mit. Dass Viktor Vekselberg Columbus Nova Geld zur Verfügung gestellt hätte, sei falsch. Auch gehöre die Firma nicht Vekselberg, sondern einem amerikanischen Besitzer.

Allerdings war Columbus Nova noch bis November 2017 – also schon nachdem die Zahlungen an Cohen getätigt worden sind – als ein Tochterunternehmen der Renova Group gelistet, wie eine Archivsuche im Web zeigt. Zumindest während die Zahlungen flossen, hatte die Firma also sehr wohl noch etwas mit Vekselberg zu tun. Denn Renova Group ist eine Holding, welcher Viktor Vekselberg gehört. Der Milliardär mit einem Vermögen von rund 13 Milliarden US-Dollar gehört zu den reichsten Männern Russlands.

Vekselberg steht zusammen mit weiteren Putin-nahen Personen auf der Sanktionsliste, die die amerikanische Regierung am 6. April dieses Jahres veröffentlicht hat. Auch soll er von dem Sonderermittler Robert Mueller in diesem Jahr befragt worden sein, berichtet die „New York Times“. Allerdings habe Mueller keine Indizien für Vekselbergs Rolle bei der Manipulation der US-Wahl gefunden, heißt es in dem Bericht.

Dass Columbus Nova der Firma Renova jemals gehört hat, wird von einem Sprecher der Firma gegenüber NBC allerdings bestritten. Columbus Nova soll lediglich Gelder für Renova verwaltet haben. Im Übrigen verpasst sich die Holding gerade offenbar einen neuen Webauftritt – wer auf die Webadresse der Firma geht, erhält gerade die Meldung, dass die Seite gerade gewartet wird.

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