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WahlkampfArgentiniens Präsident Milei bei Wahlkampftour angegriffen

Im September wird in der Provinz Buenos Aires gewählt. Milei zeigt sich bei einer Wahlkampfveranstaltung – und wird angegriffen. Zuletzt war die Beliebtheit des Staatschefs deutlich gesunken. 28.08.2025 - 08:24 Uhr
Der argentinische Präsident Javier Milei wird bei einer Wahlkampfveranstaltung unter anderem mit Gemüse beworfen. Foto: REUTERS

Argentiniens Präsident Javier Milei ist nach Angaben seines Sprechers bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Steinen und Gemüse beworfen worden. Er sei unverletzt in Sicherheit gebracht worden, teilte Regierungssprecher Manuel Adorni auf der Plattform X mit.

Medienberichten zufolge kam es am Rande der Kundgebung in Lomas de Zamora, einem armen Vorort der Hauptstadt Buenos Aires, zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des Staatschefs. Zwei Menschen wurden demnach vorübergehend festgenommen.

Mehrere Regierungsvertreter machten anschließend Anhänger des „Kirchnerismus“ für den Angriff in der Provinz Buenos Aires verantwortlich. Damit beziehen sie sich auf das politische Lager um Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, das in Argentinien als „kirchnerismo“ bekannt ist.

Die Polizei schirmt Milei ab. Es sollen auch Steine geflogen sein. Foto: AP

Milei zeigt sich siegessicher

Auch Milei veröffentlichte später ein Foto, das ihn mit erhobenem Daumen neben seiner Schwester, der Generalsekretärin der Präsidentschaft, Karina Milei, und dem Abgeordneten José Luis Espert zeigt.

Argentinien

Inflation runter, Wachstum rauf

Der wirtschafts­liberale Staatspräsident Javier Milei hat das südamerikanische Land mit harten Sparmaßnahmen aus der Dauer­krise geführt.

von Frank Doll

Am 7. September stehen Parlamentswahlen in der Provinz Buenos Aires an. Der ultraliberale Präsident Milei macht derzeit Wahlkampf für seine Partei „La Libertad Avanza“ (Die Freiheit schreitet voran) und besuchte in den vergangenen Tagen bereits zwei andere Kundgebungen. Auch am Montag war es bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Ortschaft Junín noch vor Mileis Rede zu Auseinandersetzungen gekommen.

Korruptionsskandal erschüttert Regierungslager

Mit seinem harten Sparkurs polarisiert Milei: Zwar ist es dem Wirtschaftswissenschaftler gelungen, die Inflation in dem hoch verschuldeten Land deutlich zu drücken und den Staatshaushalt auszugleichen. Allerdings verloren auch zahlreiche Menschen ihren Arbeitsplatz, Subventionen beispielsweise für Strom, Gas und den öffentlichen Nahverkehr wurden gestrichen.

Zuletzt erschütterten Hinweise auf einen Korruptionsskandal im Regierungslager das südamerikanische Land. Ein Pharmakonzern soll Schmiergelder gezahlt haben, um an millionenschwere Aufträge der für die Pflege von behinderten Menschen zuständigen Behörde zu kommen. Darin soll auch Mileis Schwester Karina verwickelt sein, die als eigentliche Strippenzieherin in der Regierung gilt. Mileis Zustimmungswerte sanken daraufhin erheblich.

dpa
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