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Corona-PandemieWeltwirtschaftsforum verschiebt Davos-Treffen auf Sommer 2021

Alljährlich trifft sich die globale Elite in Davos. Wegen der Pandemie wird das nächste Treffen verschoben. Die Gesundheit von Gästen und Gastgebern habe höchste Priorität, so die Macher. 26.08.2020 - 15:28 Uhr

Angesichts der Corona-Pandemie wird das Treffen der Wirtschaftselite verschoben.

Foto: dpa

Wegen der Corona-Pandemie hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) sein für Januar geplantes Jahrestreffen in Davos auf Anfang Sommer nächsten Jahres verschoben. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, denn es bestehe eine dringende Notwendigkeit, dass weltweit führende Unternehmen „einen gemeinsamen Erholungspfad“ für die Zeit nach der Corona-Krise entwerfen. „Experten meinen jedoch, dass wir dies im Januar nicht sicher tun können“, teilte das WEF am Mittwoch in Cologny bei Genf mit.

Das Treffen, zu dem jedes Jahr mehr als 3000 Teilnehmer anreisen, war dieses Mal für den 26. bis 29. Januar 2021 geplant. In dieser Zeit ist nun nur noch ein stark abgeschwächtes Online-Format vorgesehen.

In der Woche vom 25. Januar an würden „Davoser Dialoge“ digital einberufen, „in denen wichtige globale Führungskräfte ihre Ansichten zum Zustand der Welt im Jahr 2021 austauschen werden“, hieß es. Die Sicherheit und Gesundheit der Gäste und Gastgeber habe höchste Priorität.

An der viertägigen Tagung im Alpenort Davos nehmen jedes Jahr Dutzende Staats- und Regierungschef, darunter Kanzlerin Angela Merkel, sowie zahlreiche Top-Manager und ranghohe Vertreter der Gesellschaft teil. Konkrete Entscheidungen werden zwar selten getroffen. Allerdings loben viele Entscheidungsträger den „Geist von Davos“ wegen zahlreicher persönlicher Treffen auf engem Raum als Ausgangspunkt für bi- und multilaterale Abkommen.

Kritiker werfen dem WEF vor, es biete vor allem Mächtigen und Reichen eine weithin abgeschottete Plattform, auf der sie Geschäfte und politische Deals einfädeln können. WEF-Gründer Schwab hat die Tagung aber in den vergangenen Jahren auch immer stärker für Globalisierungsgegner sowie soziale und Umweltorganisationen geöffnet.

dpa
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