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Deutsche Exporte Israel will bei Rüstungsgeschäften mitreden

Wenn deutsche Firmen Rüstungsgeschäfte mit Staaten in Nahost machen, möchte Israel mitreden. Das Land möchte so die Überlegenheit seiner eigenen Streitkräfte sicherstellen.

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Die israelische Flagge. Quelle: ap

Frankfurt Bei deutschen Rüstungsgeschäften mit Staaten der arabischen Welt will Israel laut Medienberichten künftig gerne ein Wörtchen mitreden. Ziel sei eine enge Abstimmung und ein regelmäßiger Austausch über geplante Waffenverkäufe in der Region, um die Überlegenheit der israelischen Streitkräfte sicherzustellen, zitierte die Zeitung "Haaretz" am Sonntag auf ihrer Internetseite eine mit der Angelegenheit vertraute Gewährsperson. Im Streit um die Lieferung deutscher U-Boote an Ägypten droht Jerusalem laut einem Bericht der Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung mit einer Blockade von Hilfsgeldern.

Der Direktor für politische und militärische Angelegenheiten im israelischen Verteidigungsministerium, Amos Gilad, habe in der vergangenen Woche in Berlin Gespräche mit hochrangigen Beamten aus dem Verteidigungs- und Außenministerium sowie dem Bundeskanzleramt geführt, hieß es in dem Bericht der "Haaretz" weiter. Zuletzt hatte Algerien zwei Fregatten in Deutschland bestellt und Saudi-Arabien Interesse am Kauf von Leopard-Kampfpanzern angemeldet.

Für Aufregung in Jerusalem sorgte laut "Bild"-Zeitung zuletzt auch die geplante Lieferung von zwei U-Booten an Kairo. Am Sonntag berichtete das Online-Portal des Blattes, Israel wolle im Zweifel seinen Einfluss bei seinen US-Verbündeten nutzen, um die Auszahlung von US-Hilfsgeldern zu verhindern. Die Regierung von Präsident Mohammed Mursi solle "erst einmal ihre Verlässlichkeit beweisen, bevor man sie mit modernster Rüstungstechnologie ausstattet", sagte demnach ein israelischer Diplomat während des Israel-Besuchs von Außenminister Guido Westerwelle (FDP).

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