1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Unternehmenspleiten: Zahl der Insolvenzen ist im ersten Halbjahr gestiegen

UnternehmenspleitenZahl der Insolvenzen ist im ersten Halbjahr gestiegen

Die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland hat zugenommen. Dabei fällt die Summe der angemeldeten Forderungen aber geringer aus. 11.09.2025 - 09:21 Uhr
Ein Schild mit der Aufschrift «Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe» hängt im Schaufenster eines Ladengeschäfts. Foto: dpa

Die Zahl der Unternehmenspleiten ist hierzulande im ersten Halbjahr gestiegen. Die Amtsgerichte meldeten nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 12.009 beantragte Insolvenzen. Das waren 12,2 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2024, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Die Forderungen der Gläubiger aus den im 1. Halbjahr gemeldeten Firmenpleiten bezifferten die Amtsgerichte auf rund 28,2 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten die Forderungen mit rund 32,4 Milliarden Euro allerdings höher gelegen.

„Dieser Rückgang der Forderungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im 1. Halbjahr 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im 1. Halbjahr 2025“, erläuterte Destatis.

Im August ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen hierzulande nach vorläufigen Angaben um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Von den Insolvenzverfahren sind rund 30 Prozent Regelinsolvenzverfahren, zu denen in erster Linie alle Verfahren von Unternehmen zählen. Außerdem wird das Regelinsolvenzverfahren bei Personen angewandt, die wirtschaftlich tätig sind. Bei den Ergebnissen ist laut Destatis zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

Die Fachleute des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erheben Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen in der Regel zwei bis drei Monate vorauslaufen. Diese deuten auf einen leichten Anstieg im September und hohe Werte im Oktober hin. „Die Höhe der Frühindikatoren lässt für den Herbst zwar viele Insolvenzen erwarten, deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt dürften jedoch moderat bleiben“, sagte Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick