Darüber solltet ihr mal schreiben: Verkümmert unser Gehirn durch den Einsatz von ChatGPT?
Die Nutzung von künstlicher Intelligenz könnte unsere Intelligenz steigern.
Foto: Oliver Berg/dpaDer griechische Philosoph Platon war kein Fan der Schrift. Gedächtnis und Denken könnten unter dem geschriebenen Wort leiden, befürchtete er. Ähnliche Prophezeiungen begleiteten auch spätere Erfindungen, vom Buchdruck bis zum Internet.
Tatsächlich kommt unser Gehirn bisher gut mit der Moderne klar. Mehr noch: Im 20. Jahrhundert stieg der mittlere Intelligenzquotient alle zehn Jahre um drei Punkte – der nach seinem Entdecker, dem Politologen James R. Flynn, benannte Flynn-Effekt.
Forscher erklären das damit, dass unser abstraktes Denken ständig trainiert wird: Wir beschäftigen uns mit Klimamodellen, Lieferketten und Viruslasten.
Noch ist nicht klar, wie sich künstliche Intelligenz (KI) auf unser Denken auswirkt. Aber die Vermutung liegt nahe, dass sich die Entwicklung fortsetzt: Unser Denken wird noch abstrakter, breiter, vernetzter.
In einzelnen Domänen wie der Datenanalyse ist uns KI längst überlegen. Wir müssen Informationen verknüpfen, Werte festlegen, mit Emotionen umgehen. Diese Fähigkeiten zu trainieren wird die große Aufgabe für das Bildungssystem sein.
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