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KrebsforschungWissenschaftler entwickeln Brustkrebs-Früherkennung

Forscher der RWTH Aachen haben Brustkrebsmarker im Blut identifiziert, die eine neue Früherkennung der Krankheit möglich machen. Künftig sind nur noch Bluttests nötig. 18.03.2013 - 10:08 Uhr

Diplombiologin Vera Kloten und Prof. Dr. Edgar Dahl von der RWTH Aachen stellen ihre Forschungsergebnisse vor.

Foto: Presse

Brustkrebs früh und möglichst schonend für die Patientin zu diagnostizieren, ist das Ziel einer Aachener Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr. Edgar Dahl. Die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Aachen haben zwei so genannte Tumorsuppressor-Gene identifiziert, die sich mit einem speziellen Verfahren als Brustkrebsmarker im Blut nachweisen lassen. Die Ergebnisse einer ersten Studie haben die Wissenschaftler jetzt in der Zeitschrift „Breast Cancer Research“ veröffentlicht.

Die Tumorsuppressor-Gene haben eine wichtige Aufgabe: Sie kontrollieren das Wachstum von Zellen. Durch spezielle genetische Veränderungen können sie allerdings ihre Bremsfunktion verlieren, so dass Tumore weiter wachsen. Den Aachener Forschern ist es gelungen, Veränderungen an zwei Tumorsuppressor-Genen zu identifizieren. Ihr Nachweis im Blut lässt Rückschlüsse auf eine Brustkrebserkrankung der Patientin zu. Da die DNA dieser Tumorsuppressor-Gene nur in sehr geringen Konzentrationen über abgestorbene Tumorzellen ins Blut gelangt, sind hochsensible Nachweisverfahren notwendig.

Im Jahr 2013 verstarben in Deutschland insgesamt 893.825 Menschen, davon 429.645 Männer und 464.180 Frauen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist damit die Zahl der Todesfälle gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent angestiegen.

Durch einen Suizid beendeten 10.076 Menschen ihr Leben, wobei der Anteil der Männer mit 73,9 Prozent fast dreimal so hoch war wie der Anteil der Frauen mit 26,1 Prozent.

Foto: dpa

In 10.842 Fällen (4 972 Männer und 5 870 Frauen) war ein Sturz die Ursache für den Tod.

Foto: dpa

Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten waren für 18.475 Sterbefälle verantwortlich.

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3,8 Prozent aller Todesfälle waren auf eine nicht natürliche Todesursache wie zum Beispiel eine Verletzung, einen Unfall oder eine Vergiftung zurückzuführen (34.133 Sterbefälle).

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Eine deutliche Zunahme um 16,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist bei den Psychischen und Verhaltensstörungen festzustellen. Hieran verstarben 2013 insgesamt 36.117 Menschen, davon 14.241 Männer und 21.876 Frauen. In 80 Prozent dieser Sterbefälle war eine Demenzerkrankung die Todesursache.

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Die Zahl der Sterbefälle infolge von Krankheiten des Verdauungssystems betrug im vergangenen Jahr 40.112. Das entspricht einer Rate von 4,5 Prozent.

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An einem akuter Herzinfarkt starben im Jahr 2013 insgesamt 54.538 Menschen. Davon waren 56,1 Prozent Männer und 44,9 Prozent Frauen. Damit ist der Herzinfarkt, der zur Gruppe der Herz-/Kreislauferkrankungen gehört, die vierthäufigste Todesursache in Deutschland.

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Auf Platz drei der häufigsten Todesursachen in Deutschland folgen Krankheiten des Atmungssystems mit 7,3 Prozent beziehungsweise 64.918 Sterbefällen.

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Zweithäufigste Todesursache waren sowohl 2012 als auch 2013 die Krebserkrankungen: Ein Viertel aller Verstorbenen (223.842 Menschen) erlag im Jahr 2013 einem Krebsleiden, darunter 127.748 Männer und 102.094 Frauen. Bei Männern waren die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane beziehungsweise der Atmungsorgane die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Frauen waren ebenfalls am häufigsten von einer bösartigen Neubildung der Verdauungsorgane betroffen. Häufigste Einzeldiagnose bei den Krebserkrankungen von Frauen war jedoch der Brustkrebs.

Foto: dpa

Eine Herz-/Kreislauferkrankung ist die häufigste Todesursache in Deutschland - daran hat sich nichts geändert. 2012 wurden 40,2 Prozent aller Sterbefälle (insgesamt 349.217) durch eine solche Erkrankung verursacht, 2013 waren 39,7 Prozent aller Sterbefälle darauf zurückzuführen. Von den 354.493 Menschen, die an einer Herz-/Kreislauferkrankung verstarben, waren 153.309 Männer und 201.184 Frauen. 92 Prozent der an einer Krankheit des Herz-Kreislaufsystems Verstorbenen waren 65 Jahre und älter.

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„Unser Ziel ist es, DNA von Brustkrebs-relevanten Genen im Blut mit sensitiven Methoden nachzuweisen“, beschreibt Diplombiologin Vera Kloten das Projekt, das sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit durchgeführt hat. In einer ersten Studie wurde das Verfahren an rund 600 Blutproben von erkrankten und gesunden Frauen getestet, wobei für eine Untersuchung ein Milliliter Blutserum ausreicht. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Das Blut von erkrankten Frauen zeigt ein deutlich verändertes Marker-Profil gegenüber dem der gesunden Probandinnen. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass blutbasierte Brustkrebserkennung über molekulare Marker Wirklichkeit werden kann“, erläutert Prof. Dahl. „Um einen Test dieser Art serienreif zu machen, sind aber noch weitere Studien mit mehr Probanden notwendig.“

Die Arbeitsgruppe arbeitet seit mehr als fünf Jahren an der Auffindung von neuen Tumorsuppressor-Genen bei Brustkrebs. „Molekulare Analysen zur Beschreibung der genetischen Veränderungen bei Brustkrebs sind gut anwendbare Verfahren geworden“, sagt Prof. Dahl. „Außerdem ist eine blutbasierte Methode für die Patientin wenig belastend und könnte die derzeit gängigen Methoden der Früherkennung, wie die Mammographie, ergänzen.“

Brustkrebs ist bei Frauen immer noch die am häufigsten diagnostizierte Krebsart. Ein Test, für den die Abgabe einer Blutprobe ausreicht, könnte die Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen erhöhen, was wiederum eine wichtige Komponente im Kampf gegen den Brustkrebs darstellt.

mlo
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