Nasa: Die schönsten Bilder aus dem Weltall
Das Magnetfeld der Sonne
Wissenschaftler der Nasa haben eine neue Darstellung der Sonne erarbeitet: In goldenem Licht lassen sie die Magnetströme auf der Oberfläche der Sonne erstrahlen. Das Originalbild wurde am 12. März im stark ultravioletten Wellenlängenbereich aufgenommen und dann nachbearbeitet, um das Magnetfeld sichtbar zu machen. Auch der ungeübte Betrachter kann leicht erkennen: Die meisten Linien entspringen den hellen Flecken der Sonne. Das sind die Orte mit der höchsten magnetischen Aktivität. Zudem kann man sehen, dass viele der Linien eine aktive Region mit einer anderen verbinden.
Die komplexe Darstellung der Magnetlinien soll es den Wissenschaftlern ermöglichen, Veränderungen und Bewegungen im Laufe der Zeit nachzuverfolgen.
Der Zwergplanet Ceres
Die Raumsonde „Dawn“ hat im Dezember 2015 die bislang schärfsten Aufnahmen vom Zwergplaneten Ceres zur Erde gefunkt. Aus einer Höhe von nur 385 Kilometern seien noch 35 Meter kleine Details der Oberfläche zu erkennen, teilte dieNasa mit. Die Sonde habe damit ihre niedrigste und endgültige Umlaufbahn erreicht.
Die Bilder zeigen die kraterzerklüftete Oberfläche des Zwergplaneten. Auf einer Aufnahme ist eine ganze Kette von Einschlagkratern zu sehen, die den Namen Gerber Catena bekam. Zudem fänden sich vielerorts Grabenstrukturen. Derartige Oberflächenformen seien sonst vor allem auf größeren Himmelskörpern verbreitet.
Der übriggebliebene Planet
Ceres hat laut Nasa einen mittleren Durchmesser von etwa 940 Kilometern. Er ist ein gescheiterter Planet, der bei der Entstehung des Sonnensystems übriggeblieben ist.
Die Erde wie gemalt
Es ist eines von insgesamt 17 Bildern, die der Nasa-Astronaut Scott Kelly auf der Internationalen Raumstation (ISS) geschossen hat und in seiner Reihe unter dem #EarthArt auf Twitter postete. Das Bild, das wie gemalt wirkt, entstand während des Überflugs Australiens Mitte Oktober 2015.
Der Mond von hinten
Aus einer Distanz von etwa 1,6 Millionen Kilometern hat der Satellit DSCOVR (Deep Space Climate Observatory) faszinierende Fotos von Erde und Mond aufgenommen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte am 6. August 2015 Bilder, die Mitte Juli gemacht wurden und die Rückseite des Mondes zeigen. Auf der Website der Nasa ist dazu eine kleine Animation zu sehen, wie der Mond an der Erde vorbeigleitet.
Wegen seiner sogenannten gebundenen Rotation wendet der Mond der Erde immer die gleiche Seite zu. Erstmals wurde seine Rückseite 1959 von der sowjetischen Sonde Lunik 3 erkundet.
Der ältere Cousin der Erde
Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben im Juli 2015 einen erdähnlichen Planeten entdeckt. Der „Kepler-452b“ (hier eine Illustration der Nasa) getaufte Himmelskörper sei eine Art „größerer und älterer Cousin“ der Erde, teilten die Forscher bei einer Pressekonferenz mit. Der mit dem Weltraumteleskop „Kepler“ entdeckte Planet befinde sich in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen sonnenartigen Sterns. Wasser könnte dort flüssig sein - eine der Grundvoraussetzungen für Leben. Von allen bislang entdeckten Planeten ähnele „Kepler-452b“ bislang am meisten der Erde, sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. „Dieses aufregende Ergebnis bringt uns einen Schritt näher zur Entdeckung einer Erde 2.0.“
Die Erde voll im Blick
Dieses Bild hat Seltenheitswert. Denn so vollkommen von der Sonne erleuchtet, kann die Erde nur ganz selten eingefangen werden. Das letzte Mal gelang das den Apollo-17-Astronauten 1972. Das Foto - "Blue Marble" genannt - ist legendär. Die neue Aufnahme wurde jetzt vom Satelliten Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) aus einer Entfernung von über eine Million Kilometer gemacht. Die Kamera EPIC schoss dieses Farbfoto. Das ist die Abkürzung für "Earth Polychromatic Imaging Camera" - eine Kombination aus 4-Megapixel-Kamera und Teleskop. Das Bild ist zusammengesetzt aus drei Einzel-Aufnahmen mit unterschiedlichen Filtern (von Ultraviolett bis Nah-Infrarot).
Die Sonne in Ultraviolett
Dieses beeindruckende Bild der Sonne vom 15. Juli 2015 wurde von Nasas Raumsonde Solar TErrestrial RElations Observatory Ahead (STEREO-A) mit einem Ultraviolet-Imager aufgenommen. Die Mission des Projekts ist genau das: Bilder von den Lichtwellen der Sonne einzufangen, die wir mit dem menschlichen Auge nicht erkennen können. Das Ergebnis sind faszinierende Bilder wie dieses.
Die Bahamas von der ISS
Der US-Astronaut Scott Kelly schickt während seines Jahresaufenthalts auf der Internationalen Raumstation ISS immer wieder beeindruckende Bilder von der Erde. Am 19. Juli 2015 twitterte er dieses Bild von Strömungen bei den Bahamas.
Pluto hat ein Herz
Der Besuch der Raumsonde New Horizons beim Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems war am 14. Juli 2015 ein Großereignis für Planetenforscher weltweit. Das erste Bild, das die Nasa der Welt dann von Pluto zeigte, beeindruckte und weckte Emotionen. Aus rund 12.000 Kilometer entstand das erste richtig nahe und scharfe Bild, auf dem auch Oberflächenstrukturen des einstigen neunten Planeten zu erkennen sind.
Sonnenuntergang für Astronauten
Von der ISS aus ist der Blick immer wieder beeindruckend. Mit diesem Bild gelang US-Astronaut Scott Kelly ein weiterer phänomenaler Schnappschuss, den er über Twitter verbreitete. Während man oben einen Teil der Raumstation und den Sternenhimmel sieht, erstreckt sich unten die Erde mit einem Lichtfleckenteppich. Das Faszinierende liegt dazwischen: Ein Lichtbogen scheint sich am Rande des Planeten zu bilden. Das bläulich-grüne Licht zeigt sozusagen den Sonnuntergang aus ISS-Perspektive.
Skurrile Mars-Landschaft
Aureum Chaos Region heißt das Gebiet auf dem Mars, das hier von einer Kamera des HiRISE, dem High Resolution Imaging Science Experiment, aufgenommen wurde. Diese faszinierende Aufnahme des hell-getönten Bodensatzes, das auf dem Mars ein Gebiet von 368 Kilometern ausmacht, wurde von Nasas Mars Reconnaissance Orbiter im Januar 2015 zur Erde geschickt.
Das Auge des Sturms
Der Nasa-Satellit Aqua machte im Juli 2015 diese Aufnahme des Typhoons Halola. Das Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer - kurz MODIS - machte das Bild und konnte viele Informationen über den Sturm in der Nähe der japanischen Insel Iwo To liefern. Etwa dass Halolas Auge zum Zeitpunkt der Aufnahme etwa 9,2 Kilometer groß und der Typhoon mit Winden von bis zu 138 Stundenkilometern unterwegs war.
Hubble zeigt ein Sternenmeer
Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops sind teuer, aufwendig und deshalb eher selten. Im Juli 2015 veröffentlichten Nasa und Esa gemeinsam diesen beeindruckenden Sternenhimmel. Das Foto zeigt die abertausend Sterne des Arches Clusters, das rund 100 Lichtjahre vom Zentrum unserer Galaxie entfernt liegt. Die Besonderheit dieser Region ist die Farbenvielfalt, Menge und Größe des Sternenfeldes.