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Autoindustrie Elektroautos: Daimler startet Großserienproduktion 2012

Der Entwicklungschef des Daimler-Konzerns, Thomas Weber, bereitet die Serienproduktion der Smart- und Mercedes-Elektroautos vor. Der Zeitplan steht.

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Thomas Weber, Quelle: AP

Zumindest Versuche mit Elektroautos gibt es derzeit reichlich. BMW testet den elektrischen Mini in Los Angeles und New York. Daimler schickt seinen Elektro-Smart unter anderem durch London, Berlin, Rom und Mailand. Und Volkswagen kurvt mit einer VW-Golf-Testflotte durch Deutschland, die ebenfalls elektrisch fahren kann. Doch wann die Serienproduktion dieser Modelle startet – das wollen oder können die meisten Hersteller noch nicht sagen, obwohl der Druck auf die Autoindustrie noch zunehmen dürfte, diese Technik zur Marktreife zu bringen. Dafür sorgen schon die noch laufende UN-Klimakonferenz in Polen und der EU-Gipfel in Brüssel, der sich an diesem Donnerstag und Freitag auch mit dem Klimaschutz befassen will. Noch aber scheinen Haltbarkeit und Kosten der Batterien den meisten Auto-Managern zu ungewiss zu sein. Unklar ist auch, wann überall im Land Ladestationen bereitstehen, an denen die Elektroautos ihre Akkus aufladen können.

Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber und seine Vorstandskollegen schreckt das offenbar nicht: Sie haben schon angekündigt, von Ende 2009 an eine Elektro-Smart-Kleinserie aufzulegen und von 2010 an eine Mercedes-Kleinserie mit einer modernen Lithium-Ionen-Batterie. Jetzt ist Konzerninsidern zufolge in Stuttgart sogar der Startschuss für die Großserienproduktion mehrerer Elektroautos gefallen. Von 2012 an, das sieht die interne Planung vor, soll der Smart-EV an die Händler gehen. Wenige Monate später sollen dann auch Elektroversionen auf Basis der aktuellen Fahrzeugarchitektur der Mercedes A- und B-Klasse folgen. Die Mercedes-Elektroautos baut voraussichtlich das Werk im baden-württembergischen Rastatt.

Den Elektro-Mercedes wird es wahrscheinlich in zwei verschiedenen Antriebsversionen geben: Fest steht, dass eine rein elektrische Variante kommt, die mit einer Lithium-Ionen Batterie ausgestattet ist. Angedacht ist darüber hinaus eine Version mit einem sogenannten Range Extender. Das ist ein kleiner Verbrennungsmotor, der den Akku während der Fahrt auflädt und so die Reichweite des Autos erhöht. Den Informationen zufolge will Entwicklungschef Weber schon Anfang Januar auf der Autoshow in Detroit einen seriennahen Prototyp des Elektro-Mercedes zeigen. Daimler wollte sich auf Anfrage nicht zu den Plänen äußern.

Die Konkurrenz scheint ihr Augenmerk zunehmend auf die Bodenkonstruktion der Mercedes A- und B-Klasse zu richten. Insider berichten, mehrere Autohersteller hätten Interesse an der Fahrzeugplattform angemeldet, die durch ihre sogenannte Sandwich-Bauweise ideal für die Unterbringung eines Elektroantriebs ist. Diese Bauweise erlaubt es, die platzraubenden Batterien im Fahrzeugboden unterzubringen.

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