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Platin aus Südafrika und Kraftwerke aus ChinaFesseln am Kap gelöst

Am 10. Juni ist es so weit: Der Großaktionär des weltweit zweitgrößten Platinförderers Impala Platinum Holding (Implats) löst sich auf. Gencor gibt sein 46-Prozent-Paket an Implats direkt an seine Aktionäre. Für 100 Gencor-Anteile gibt es 8,8 Implats-Anteile. Gut für die Platinaktie: Der Streubesitz erhöht sich, die Handelbarkeit steigt und damit das Interesse der internationalen Investoren. 

Zusätzliche Unterstützung für den Aktienkurs sollte vom schwächeren Rand kommen. Die fast eineinhalb Jahre andauernde Rally der südafrikanischen Währung ist gestoppt. Seit Anfang Mai hat der Rand gegenüber dem Dollar rund zehn Prozent an Wert verloren. Dadurch verringert sich der Druck auf die Geschäftszahlen des südafrikanischen Minenbetreibers. Dessen Kosten für die Platinförderung werden in Rand abgerechnet, während die Einnahmen aus dem Verkauf des Edelmetalls auf Dollar lauten. Im ersten Halbjahr (Juli bis Dezember 2002) musste Implats noch einen Rückgang des Gewinns von 2,19 auf 2,01 Milliarden Rand hinnehmen. 

Neben dem schwächeren Rand sollte Implats auch vom steigenden Platinpreis profitieren. Nach einem leichten Rückschlag erwarten Experten bis Jahresende neue Höchststände. Gründe:das derzeit geringe Platinangebot und eine steigende Nachfrage vor allem chinesischer Abnehmer. Denn für Käufer an der Rohstoffbörse in Shanghai vermindert sich künftig die Steuerbelastung beim Platinkauf.Hinzu kommt die seit Jahren steigende Platinnachfrage der Automobilindustrie (für Katalysatoren) und der Schmuckindustrie. 

In der Vergangenheit sorgten neben dem starken Rand zwei Initiativen der südafrikanischen Regierung für Kursturbulenzen: Zum einen soll die schwarze Bevölkerung bis 2012 zu 26 Prozent an allen Minen des Landes beteiligt werden, zum anderen fällt die Steuerfreiheit für Bergbauunternehmen in Südafrika weg. Platinminenbetreiber sollen vier Prozent Umsatzsteuer zahlen. Diese Meldungen sind bekannt und werden den Aktienkurs nicht mehr zusätzlich belasten. Ebenfalls Kaufargumente: eine Dividendenrendite von 7,2 Prozent und Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 8,5 für 2003/04. 

Am 10. Juni ist es so weit: Der Großaktionär des weltweit zweitgrößten Platinförderers Impala Platinum Holding (Implats) löst sich auf. Gencor gibt sein 46-Prozent-Paket an Implats direkt an seine Aktionäre. Für 100 Gencor-Anteile gibt es 8,8 Implats-Anteile. Gut für die Platinaktie: Der Streubesitz erhöht sich, die Handelbarkeit steigt und damit das Interesse der internationalen Investoren. 

Zusätzliche Unterstützung für den Aktienkurs sollte vom schwächeren Rand kommen. Die fast eineinhalb Jahre andauernde Rally der südafrikanischen Währung ist gestoppt. Seit Anfang Mai hat der Rand gegenüber dem Dollar rund zehn Prozent an Wert verloren. Dadurch verringert sich der Druck auf die Geschäftszahlen des südafrikanischen Minenbetreibers. Dessen Kosten für die Platinförderung werden in Rand abgerechnet, während die Einnahmen aus dem Verkauf des Edelmetalls auf Dollar lauten. Im ersten Halbjahr (Juli bis Dezember 2002) musste Implats noch einen Rückgang des Gewinns von 2,19 auf 2,01 Milliarden Rand hinnehmen. 

Neben dem schwächeren Rand sollte Implats auch vom steigenden Platinpreis profitieren. Nach einem leichten Rückschlag erwarten Experten bis Jahresende neue Höchststände. Gründe:das derzeit geringe Platinangebot und eine steigende Nachfrage vor allem chinesischer Abnehmer. Denn für Käufer an der Rohstoffbörse in Shanghai vermindert sich künftig die Steuerbelastung beim Platinkauf.Hinzu kommt die seit Jahren steigende Platinnachfrage der Automobilindustrie (für Katalysatoren) und der Schmuckindustrie. 

In der Vergangenheit sorgten neben dem starken Rand zwei Initiativen der südafrikanischen Regierung für Kursturbulenzen: Zum einen soll die schwarze Bevölkerung bis 2012 zu 26 Prozent an allen Minen des Landes beteiligt werden, zum anderen fällt die Steuerfreiheit für Bergbauunternehmen in Südafrika weg. Platinminenbetreiber sollen vier Prozent Umsatzsteuer zahlen. Diese Meldungen sind bekannt und werden den Aktienkurs nicht mehr zusätzlich belasten. Ebenfalls Kaufargumente: eine Dividendenrendite von 7,2 Prozent und Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 8,5 für 2003/04. 

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