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CAR-Studie Was die Hersteller pro Auto verdienen – oder verlieren

Eine neue Studie von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer zeigt, wieviel Gewinn die Autobauer pro Fahrzeug im Jahr 2013 machen. VW liegt hinter zahlreichen Konkurrenten. Einige Marken verkaufen nur mit Verlusten.

Ford (Europa) – minus 891 EuroDer US-Autobauer Ford hat in seinem Europageschäft (im Bild der Ford Fiesta ST) mit hohen Verlusten zu kämpfen. Pro verkauftem Neuwagen aus Europa machte Ford im Gesamtjahr 2013 einen Verlust von 891 Euro – so viel wie kein anderer Massenhersteller. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei minus 5,8 Prozent. Das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen unter Professor Ferdinand Dudenhöffer hat untersucht, wie profitabel die Automobilkonzerne sind. Berechnet wurden dabei die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) für die reine Automobilsparte. Zulieferaktivitäten oder andere Geschäftsfelder wie Motorräder, Bank- und Immobiliengeschäfte blieben dabei unberücksichtigt. Quelle: obs
GM Europa (Opel, Vauxhall) – minus 607 EuroIn seinem Europageschäft hat General Motors (GM) nach wie vor Probleme: Doch die Marken Opel (im Bild der Adam) und Vauxhall laufen trotz roter Zahlen wieder deutlich besser. Im Gesamtjahr fällt das Minus mit 607 Euro allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahr (1.341 Euro). Die Ebit-Marge pro Fahrzeug liegt bei minus 4,2 Prozent. Quelle: dpa
Peugeot-Citroën (PSA) – minus 370 EuroErstmals in 118 Jahren Unternehmensgeschichte hat die Familie Peugeot ihre Macht abgegeben. Neuer Partner der Franzosen: der chinesische Autoriese Dongfeng. Eindämmen konnte auch Peugeot-Citroën seinen Verlust pro verkauftem Fahrzeug. Nach 510 Euro im vergangenen Jahr beträgt das Minus nun 370 Euro. Die Ebit-Marge liegt bei minus 2,9 Prozent. Quelle: REUTERS
Seat – minus 331 EuroDie VW-Tochter dämmt ihren Verlust pro verkauftem Auto ebenfalls ein. Im Jahr 2013 beträgt das Minus bei Seat (im Bild der Ibiza SC) noch 331 Euro – nach durchschnittlich 364 Euro in 2012. Die Ebit-Marge liegt bei minus 2,4 Prozent. Quelle: dpa
Renault – minus 283 EuroDie Franzosen machen mit jedem verkauftem Auto durchschnittlich 283 Euro Verlust. Doch runderneuerte Massenmodelle wie der Clio (im Bild) oder der Twingo sollen auch die Franzosen wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Im Jahr 2012 lag die Ebit-Marge noch bei minus 1,9 Prozent. Quelle: REUTERS
Fiat – minus 224 EuroDie Italiener leiden besonders unter der schwachen Nachfrage in Europa, die durchschnittlichen Verluste pro Fahrzeug legen weiter zu auf 224 Euro (2012: 77 Euro). Die Ebit-Marge liegt bei minus 1,5 Prozent. Rechnet man die Zuliefersparte und Ferrari-Maserati mit ein, kann Fiat (im Bild der Fiat 500 GQ) im Gesamtjahr aber ein positives Ergebnis erzielen. Quelle: REUTERS
Skoda – plus 567 EuroKein Autohersteller hat in absoluten Zahlen so viel Profit pro Auto eingebüßt wie die osteuropäische VW-Tochter. Mit einem Gewinn von durchschnittlich 567 Euro pro verkauftem Wagen landen Skoda aber immer noch locker in den schwarzen Zahlen. Die Ebit-Marge von Skoda (im Bild der Skoda Octavia) ist mit 5,1 Prozent sehr ordentlich. Quelle: obs
VW – plus 616 EuroDer Gewinn pro verkauftem Fahrzeug von VW geht im Vergleich zum Jahr 2012 zurück. Die Niedersachsen kommen nun auf einen Überschuss von 616 Euro pro verkauftem Fahrzeug, nach 751 Euro im Vorjahr. Allerdings ist aufgrund von Bilanzierungsregeln das China-Geschäft von VW (im Bild der VW Golf 7) nur teilweise im operativen Ergebnis berücksichtigt. „Dennoch liegt die Marke in ihrem Ertragspotenzial zum Teil deutlich hinter den internationalen Wettbewerbern (...)“, schreibt Dudenhöffer. Die Ebit-Marge ist die schwächste unter den den drei großen Autobauern: 2,9 Prozent. Quelle: dpa
GM weltweit (u.a. Chevrolet) – plus 634 EuroDie jüngsten Rückrufe bereiten Probleme, doch insgesamt ist General Motors (GM) zurück auf der Erfolgsspur. Im Europageschäft haben die Amerikaner Probleme, für ihre weltweiten Aktivitäten gilt das nicht. Pro Fahrzeug (im Bild der Chevrolet Spark) fallen im ersten Halbjahr durchschnittlich 634 Euro Gewinn ab. Die Ebit-Marge beträgt 5,4 Prozent. Quelle: REUTERS
Honda – plus 731 EuroFür Honda geht es wieder aufwärts - der schwache Yen belebt den Export. Und damit legen auch die Gewinne wieder deutlich zu. Der Ebit-Gewinn pro Fahrzeug liegt im Jahr 2013 bei 731 Euro - satte 400 Euro mehr als im Vorjahr. Das treibt auch die Marge auf 4,6 Prozent. Quelle: dpa
Nissan – plus 731 EuroDen Japanern von Nissan geht es wie Honda. Auch sie profitieren vom stärkeren Heimatmarkt, der nach der Fukushima-Katastrophe eingebrochen war. Der durchschnittliche Ebit-Gewinn von Nissan (im Bild der Nissan Almera) liegt bei 731 Euro, die Marge bei 4,7 Prozent. Quelle: dpa
Kia – plus 802 EuroDie Koreaner haben 2013 zwar nicht ganz so erfolgreich abgeschnitten wie in den Vorjahren. Doch mit ihren Fahrzeugen verdienen sie immernoch gutes Geld. Die Marke Kia (im Bild der Kia Ceed) erzielt einen durchschnittlichen Gewinn pro verkauftem Fahrzeug von 802 Euro. Bei 6,7 Prozent liegt die Ebit-Marge. Quelle: dpa
Ford weltweit – plus 820 EuroMit dem Europageschäft tief im Minus, doch weltweit hat Ford eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte eingefahren: Ford erzielt pro verkauftem Fahrzeug durchschnittlich einen Überschuss von 820 Euro. Die Ebit-Marge liegt im ersten Halbjahr bei 4,9 Prozent. Quelle: dpa
Hyundai – plus 962 EuroWas die Marge betrifft, gibt Hyundai auch im Jahr 2013 den Ton an. Mit 9,0 Prozent schlagen die Koreaner jeden anderen Autobauer. Der Ebit-Gewinn der Koreaner im Jahr 2013 beträgt 962 Euro – bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von gerade einmal 11.000 Euro. „Hyundai-Kia ist klar ein Unternehmen, das um die Weltmarktführerschaft kämpft, auch wenn es bei den verkauften Fahrzeugen doch deutlich hinter Toyota, GM und dem VW-Konzern liegt“, schreibt Dudenhöffer. Quelle: DAPD
Chrysler – plus 1.281 EuroVom Sorgenkind zur Gewinnmaschine - unter den US-Autobauern in kein Konzern profitabler. Gute Nachrichten für Fiat, die mit dem Geld des frisch übernommenen Unternehmens ihre Wiedergeburt finanzieren wollen. Pro verkauftem Fahrzeug erwirtschaftet Chrysler durchschnittlich 1.281 Euro vor Zinsen und Steuern. Die Ebit-Marge von Chrysler (im Bild der Lancia Thema - unter diesem Markennamen verkauft Chrysler in Europa) beträgt 6,1 Prozent. Quelle:
Toyota – plus 1.558 EuroDie Japaner verkaufen nicht nur die meisten Fahrzeuge weltweit, sie erzielen mit Abstand auch den meisten Gewinn pro verkauftem Fahrzeug unter den Massenherstellern: 1.558 Euro bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 19.985 Euro. Die Ebit-Marge beträgt allerdings 8,8 Prozent – und damit weniger als bei Hyundai. Toyota (im Bild der Toyota Prius) habe dennoch wieder zu alter Stärke zurückgefunden, folgert Dudenhöffer. „Geholfen hat Toyota aber auch die Yen-Abwertung, die bei gleichen Auslandspreisen die Gewinne hat sprudeln lassen.“ Quelle: dpa
An die Premiumhersteller kommt Toyota trotzdem nicht heran. Hier liegen Mercedes (2.588 Euro / 6,2 Prozent), BMW (3.390 Euro / 9,4 Prozent), Audi (3.188 Euro / 10,1 Prozent) und Porsche (16.639 Euro / 18 Prozent) vor dem Sieger der Massenhersteller. Klarer Gewinnkönig ist aber Ferrari-Maserati. Die Fiat-Tochter verdient an jedem verkauften Wagen durchschnittlich 23.967 Euro (Ebit-Marge: 14 Prozent), aber der Preis, zu dem diese Fahrzeuge im Durchschnitt verkauft wurden, betrug auch 170.639 Euro. Vergleichsweise preisgünstig ist dazu der Durchschnitts-Porsche, der mit 92.426 Euro. Quelle: dpa
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