Mercedes E-Klasse T-Modell Der Business-Benz wird zum Edel-Laster

Klein sind auch die Kombi-Varianten des Fünfer BMW oder der A6-Reihe von Audi nicht. Den Lademeister stellt aber traditionell Mercedes. Wie viel wirklich in den Dienstwagen-Kombi aus Stuttgart passt.

Natürlich ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis Mercedes nach einer neuen Limousine auch die dazugehörige Kombi-Version vorstellt. Im Falle der aktuellen Baureihe der E-Klasse hat das rund ein halbes Jahr gedauert: Mitte Januar zeigten die Stuttgarter auf der Automesse in Detroit zum ersten Mal die Limousine – in Märkten wie den USA sind neben SUV in sämtlichen Größen vor allem noch klassische Limousinen gefragt. Hierzulande ist das anders, hier stehen die praktischen Kombis mit sparsamen Dieselmotor im Fokus der Dienstwagen-Fahrer. Kein Wunder also, dass Mercedes das E-Klasse T-Modell, wie die Kombis bei Daimler heißen, in Deutschland vorgestellt hat. Und das nicht auf einer Messe, sondern am Rande eines Tennis-Turniers. Quelle: Daimler
Die passende Klientel war bei der Premiere des Luxus-Lasters also gleich anwesend. In der PR-Prosa von Mercedes klingt das dann so: "Dynamisch wie die Tennis-Profis und geräumig wie der Centre Court gibt die sechste Modellgeneration ihr Debüt." Solche gewollten Bezüge hat der Kombi eigentlich gar nicht nötig, denn zumindest auf dem Papier überzeugen die Fakten. Quelle: Daimler
Bei der Technik greift der Kombi auf die bekannten Technologien der Limousine zurück. Zum Marktstart stehen die Modelle E 200 mit Vierzylinder-Benzinmotor (184 PS) und E 220 d (194 PS) mit dem völlig neu entwickelten Vierzylinder-Dieselmotor sowie der E 250 mit (211 PS) zur Verfügung. Im vierten Quartal 2016 folgen der E 200 d mit (150 PS), der E 350 d mit Sechszylinder-Diesel sowie der E 400, dessen Sechszylinder-Benzinmotor 333 PS leistet. Alle Modelle sind bei der Markteinführung mit dem neuen Neungang-Automatikgetriebe ausgerüstet. Quelle: Daimler
Das T-Modell verfügt über alle Innovationen der neuen E-Klasse, die Mercedes im Januar als "intelligenteste Business-Limousine der Welt" gefeiert hatte. Mehr zur Limousine lesen Sie hier. Neben den beiden riesigen Displays verfügt die E-Klasse unter anderem über eine neuartige Bedienmöglichkeit mit Touchpads am Lenkrad und einen teilautonomen Fahrassistenten. Mehr über die Assistenzsysteme der E-Klasse lesen Sie hier. Quelle: Daimler
Auf der Rückbank gibt es für die Passagiere etwas mehr Kopffreiheit, da die Dachlinie nicht wie bei der Limousine abfällt. Neu ist die serienmäßige Cargo-Funktion der Rücksitzbank: Die Lehne kann um rund 10 Grad steiler gestellt werden. Das sorgt für ein zusätzliches Ladevolumen von 30 Litern bei weiterhin voller Nutzbarkeit als Fünfsitzer. Darüber hinaus lässt sich die Rücksitzlehne ebenfalls serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 teilen, was viele Möglichkeiten der individuellen Aufteilung zwischen Transportkapazität und Sitzplätzen schafft. Mit Schaltern im Laderaum sowie rechts und links neben den Sitzlehnen lassen sich diese elektrisch entriegeln. Quelle: Daimler
Jetzt aber zum Herzstück des Kombis, dem Kofferraum. Mit einem Fassungsvermögen von 670 bis 1.820 Liter zählt der Laderaum des E-Klasse T-Modells zu den größten im Segment. Da der Kofferraum auch zwischen den Radkästen sehr breit ist (1,10 Meter) ist der Kombi eines der wenigen Autos, in das eine Europalette passt. Zum guten Ton gehört inzwischen, dass die Heckklappe auch durch eine Kickbewegung des Fußes unterhalb des hinteren Stoßfängers geöffnet werden kann, wenn man gerade keine Hand frei hat. Neu ist aber, dass die Gesten-Öffnung auch funktioniert, wenn die optionale Anhängerkupplung montiert ist. Quelle: Daimler
Bereits ab Werk hat der Kombi eine Luftfederung an der Hinterachse. Mit der automatischen Niveauregulierung wird der Kombi selbst dann in der Waagerechten gehalten, wenn die volle Zuladung – je nach Modell bis zu 745 Kilo – oder die Anhängelast – bis zu 2.100 Kilo – ausgenutzt wird. Wer beim Bestellen ein Kreuz bei der "Air Body Control" setzt, bekommt gegen Aufpreis auch an der Vorderachse eine Luftfederung. Quelle: Daimler
Gleichzeitig mit den Standard-Versionen zeigen die Stuttgarter auch das Mercedes-AMG E 43 T-Modell. Die erste Performance-Stufe des Kombis soll mit dem 401 PS starken 3,0-Liter-V6-Biturbomotor, dem Automatikgetriebe mit verkürzten Schaltzeiten, dem heckbetonten Allradantrieb und dem eigenständigen Sportfahrwerk mehr Agilität und Fahrspaß bieten. Dazu gibt es auch markante Spoiler, Kühlergrill und 19-Zoll-Felgen. Quelle: Daimler
Statt des Wohlfühl-Ambientes mit Echtholz und hellem Leder geht es in der AMG-E-Klasse sportlicher zu. Alu-Blenden, schwarzes Leder und rote Ziernähte sorgen zusammen mit den Sportsitzen und dem unten abgeflachten Lenkrad für ein wenig Sportwagen-Flair. Funktional büßt die Sport-Variante aber nichts ein. Und der Drei-Liter-Benziner lässt noch genügend Luft nach oben für den aus anderen AMG-Modellen bekannten Biturbo-V8 mit 4,0 Litern Hubraum. Quelle: Daimler
Noch will keiner der Verantwortlichen bestätigen, was in der Branche bereits als sicher gilt: Im Herbst rundet ein höhergelegter Kombi im Stile eines Audi A6 allroad als Crossover zwischen Kombi und SUV die Modellfamilie ab. Sicher ist aber schon, dass der Kombi ab Jahresende optional auch zum Siebensitzer wird: Auf der dritten, aus dem Kofferraumboden herausklappbaren Sitzreihe dürfen aber nur Kinder Platz nehmen. Klar sind inzwischen auch die Preise. Der E 200 T wird 48.665,05 Euro kosten, als E 250 mit 211 PS wird der Benziner mit 50.753,50 Euro in der Preisliste stehen. Der Einstieg in die Diesel-Welt beginnt mit dem E 220 d für 50.485,75 Euro. Wer zum Marktstart einen V6 will, muss tief in die Tasche greifen: Der 401 PS starke AMG E 43 steht mit mindestens 75.089 Euro im Prospekt. Quelle: Daimler
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