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Reaktionen zum Tod Ferdinand Piëchs „Ein jahrzehntelanger Förderer und Wegbegleiter“

Der langjährige VW-Chef Ferdinand Piëch ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Langjährige Wegbegleiter und große Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik würdigen nun den Automanager.

Hans Dieter Pötsch, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, würdigte historische Leistungen des langjährigen Firmenchefs Ferdinand Piëch. Er habe „Automobilgeschichte geschrieben – als leidenschaftlicher Manager, genialer Ingenieur und als visionärer Unternehmer. Damit hat er seit den 1960er Jahren die Entwicklung des Automobils, der Industrie und vor allem von Volkswagen zum globalen Mobilitätskonzern maßgeblich gestaltet, vorangetrieben und geprägt. Unser Unternehmen und seine Menschen haben Prof. Piëch unendlich viel zu verdanken. Wir verneigen uns mit Respekt vor seinem Lebenswerk. Wir trauern mit seiner Familie und seinen Angehörigen. Und wir werden ihn und sein Lebenswerk immer im ehrenden Angedenken bewahren.“ Quelle: dpa
Mit Bestürzung hat der frühere VW-Chef Martin Winterkorn auf den Tod von Ferdinand Piëch reagiert: Unter der maßgeblichen Führung Piëchs habe sich die Volkswagen AG zu einem der erfolgreichsten Mehrmarken-Automobilkonzerne der Welt entwickelt, sagte Winterkorn am Dienstag. „Mir persönlich war Ferdinand Piëch ein jahrzehntelanger Förderer und Wegbegleiter“, sagte Winterkorn, der von 2007 bis 2015 VW-Chef war. Die visionäre Kraft und großen Fähigkeiten als Ingenieur hätten ihn über viele Jahre geprägt „Die gemeinsame Arbeit mit Ferdinand Piëch war stets freundschaftlich und inspirierend. Für seine Unterstützung war und bin ich ihm sehr dankbar“, sagte Winterkorn. Im Jahr 2015 hatte Piëch als Aufsichtsratschef mit der Äußerung für Aufsehen gesorgt, er sei „auf Distanz“ zum damaligen Vorstandschef Winterkorn - Piëch verlor schließlich den Machtkampf und warf im Zorn hin. Winterkorn musste 2015 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden des Dieselskandals zurücktreten. „Unsere Anteilnahme gilt seiner ganzen Familie, allen voran seiner Ehefrau und seinen Kindern“, sagte Winterkorn auch im Namen seiner Frau. Quelle: dpa
Bernd Osterloh, VW-Gesamtbetriebsratschef würdigte Ferdinand Piëch als „großen Manager und Ingenieur“. Quelle: dpa
Der aktuelle VW-Chef Herbert Diess verwies in würdigenden Worten auf die Arbeit des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Piëch. „Vor allem hat Ferdinand Piëch Qualität und Perfektion bis ins Detail in den Automobilbau gebracht und tief in der Volkswagen-DNA verankert“, sagte Herbert Diess. „Als junger Ingenieur hat er Porsche durch legendäre Fahrzeuge wie den 917 und den Sieg in Le Mans zur Rennsportmarke gemacht. Seit 1972 hat er Audi mit Innovationen wie dem quattro-Antrieb und dem TDI-Motor technologisch nach vorne gebracht und als Vorstandsvorsitzender zur Premiummarke geformt.“ Er schaue mit „Dankbarkeit und großem Respekt“ auf seine Lebensleistung, wird Diess in einer Mitteilung von VW zitiert. Herbert Diess steht seit April 2018 an der Spitze von Volkswagen. Quelle: dpa
Porsche-Chef Oliver Blume hat nach dem Tod von Ferdinand Piëch die Leistungen des früheren Automanagers gewürdigt Quelle: dpa
Der Autobauer Audi hat nach dem Tod des früheren Vorstandschefs Ferdinand Piëch in allen Werken weltweit die Fahnen auf halbmast gesetzt. Von 1988 bis Ende 1992 hatte Piëch die Geschicke der Ingolstädter geleitet. „Eine der größten Stärken von Ferdinand Piëch war, dass er sich den Namen Audi, zu Deutsch Horch, zu eigen machte und Kunden wie Belegschaft immer gut zugehört hat“, sagte Audi-Chef Bram Schot. „Er lebte den Traum der Automobilität sein ganzes Leben lang und war Motor von Innovationen.“ Als Beispiele nannte Schot den Fünfzylinder-Ottomotor und den Allradantrieb Quattro. Piëch habe „in einzigartiger Weise Genialität mit Leidenschaft und Beharrlichkeit“ vereint, sagte Schot. Der Vorsitzende des Audi-Gesamtbetriebsrats, Peter Mosch, bezeichnete den am Sonntag gestorbenen Piëch als „Vordenker der Automobilindustrie“. Ihm sei Audis Wandel zur Premiummarke zu verdanken. Quelle: REUTERS
Auch die Familien Porsche und Piëch haben das Lebenswerk und die Verdienste des gestorbenen Ex-VW-Chefs gewürdigt: „Wir trauern mit der Familie um Ferdinand K. Piëch, den außergewöhnlichen Manager und Ingenieur, den Strategen und ganz einfach auch den Auto-Enthusiasten, der er zeitlebens war“, betonte Wolfgang Porsche (im Bild zu sehen), Aufsichtsratschef der VW-Dachgesellschaft Porsche SE und Cousin Piëchs, am Dienstag in einer Mitteilung. Mit seinem Cousin verbänden ihn viele gemeinsame Erinnerungen. „Im Mittelpunkt stand dabei das Ringen um das Erbe unseres Großvaters Ferdinand Porsche, das wir erfolgreich weitergeführt haben“, sagte Porsche. Sein Bruder habe die deutsche Autoindustrie geprägt wie kein Zweiter, betonte Hans Michel Piëch in der Mitteilung. „Und er war eng verbunden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Volkswagen-Konzerns, in guten wie in schlechten Zeiten.“ Porsche und Hans Michel Piëch sind die Sprecher ihrer jeweiligen Familienzweige, die gemeinsam die Porsche SE kontrollieren. Auch Ferdinand Piëch war dort einst großer Anteilseigner und Aufsichtsratsmitglied, hatte sich aber aus der Holding zurückgezogen. Quelle: AP
Der frühere Bundespräsident Christian Wulff (im Bild gemeinsam mit Piëch bei einer VW-Betriebsversammlung 2007 Wolfsburg) Quelle: AP
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ( im Bild gemeinsam mit Ferdinand Piëch 1999) hob die globale Bedeutung des gestorbenen Ex-VW-Chefs Ferdinand Piëch hervor: „Ferdinand Piëch gehörte zu den weltweit bedeutendsten Unternehmensführern unserer Zeit“, sagte Schröder einer Mitteilung zufolge. „Er hat die globale Automobilbranche über mehrere Jahrzehnte geprägt.“ Den VW-Konzern habe er nach 1993 aus einer tiefen Krise heraus geführt und zu einem Weltkonzern geformt, sagte der frühere Kanzler und niedersächsische Ministerpräsident. „Damit hat er Zehntausende von Arbeitsplätzen in Niedersachsen und Deutschland gesichert.“ Das Land habe Piëch viel zu verdanken. Quelle: dpa
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat nach dem Tod von Ferdinand Piëch die Leistungen des früheren Volkswagen-Chefs gewürdigt. Quelle: dpa
„Mit Ferdinand Piëch verliert Niedersachsen eine große Unternehmerpersönlichkeit“, kommentierte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann Quelle: dpa
Der Branchenverband VDA hat die Verdienste des gestorbenen Ex-VW-Chefs Ferdinand Piëch um die Autoindustrie in Deutschland hervorgehoben. Quelle: imago images
In einer Erklärung der Witwe Ursula Piëch heißt es: „Das Leben von Ferdinand Piëch war geprägt von seiner Leidenschaft für das Automobil und für die Arbeitnehmer, die diese erschaffen. Er war bis zuletzt begeisterter Ingenieur und Autoliebhaber.“ Quelle: AP
 „Wolfsburg hat Ferdinand Piëch unheimlich viel zu verdanken“, sagte der Wolfsburger Oberbürgermeister Klaus Mohrs Quelle: imago images
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