Verkehrsaufkommen: In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Platz 10: Freiburg im Breisgau
Freiburg ist bei Radfahrern beliebt, es gibt aber auch viele Autos in der Stadt im Breisgau – oftmals zu viele. Im vergangenen Jahr verschwendeten die Freiburger 37 Stunden im Stau. Das sind fünf Stunden mehr als noch 2013. Diese Zahlen hat zumindest das Technologieunternehmen Inrix für sein "Traffic Scoreboard" ermittelt. Gefühlt mag es für so manchen Autofahrer deutlich mehr gewesen sein.
Platz 9: Nürnberg
Das Stauaufkommen ist in ganz Deutschland im vergangenen Jahr gestiegen. Die Stau- und Reise-Experten von Inrix führen das auf die gute Konjunkturlage zurück: Die Haushalte haben mehr Geld, zudem habe "die große Anzahl an Bauprojekten einen signifikatnen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen". In 17 der 22 untersuchten Ballungsräumen stieg das Verkehrsaufkommen. So standen die Nürnberger etwa sechs Stunden länger im Stau als noch 2013 und treffen so mit 38 Stunden beinahe den bundesdeutschen Schnitt, der noch eine Stunde darüber liegt.
Platz 8: Ruhrgebiet
Relativ konstant hingegen blieb das Stauaufkommen im Ruhrgebiet – Autobahnen wie die A40 und A52 sind chronisch baustellen- und staugeplagt. Zu den 40 Stunden 2013 kamen im vergangenen Jahr noch zwei weitere hinzu.
Platz 7: Bonn
So beschaulich geht es in Bonn nicht immer zu. Wie im Ruhrgebiet verschwenden die Autofahrer 42 Stunden in den Blechkolonnen in und um die ehemalige Bundeshauptstadt. Da Bonn aber nicht nur um zwei, sondern um vier Stunden zugelegt hat, wird die Stadt im Traffic Scoreboard einen Platz vor dem Ruhrgebiet gewertet.
Platz 6: München
Die staureichste Strecke Deutschlands liegt in München: Auf der Bundesstraße 2R, einem 28 Kilometer langen Teilstück des Münchner Innenstadtrings, verbringen Autofahrer 68 Stunden pro Jahr im Stau. Für das Ballungsgebiet München ist die Situation aber etwas entspannter – dort sind es nur 48 Stunden, vier mehr als 2013.
Platz 5: Hamburg
Wie im Süden, so im Norden: Die Hamburger stehen mit 48 Stunden genauso lange im Stau wie die Münchner. Nur war bei den Nordlichtern das Verkehrsaufkommen auch in der Vergangenheit schon hoch: Im vergangenen Jahr kam in Hamburg als einzige Stadt der Top Ten keine weitere Stunde hinzu.
Platz 4: Düsseldorf
Dieses Foto stammt aus der Zeit des Lokführerstreiks, als unzählige Arbeitnehmer mangels Zügen mit dem Auto zum Büro pendelten. Aber auch ohne Bahnstreik ist in und um Düsseldorf viel los. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt stehen die Autofahrer im Schnitt 53 Stunden im Stau – vier mehr als 2013.
Platz 3: Karlsruhe
In Karlsruhe ist nicht nur das Rheinstrandbad Rappenwört überfüllt, auch auf den Straßen ist viel los. Satte zehn Stunden mehr als 2013 standen die Karlsruher im vergangenen Jahr im Stau. Mit insgesamt 63 Stunden ist der Vorsprung vom Bronze-Rang auf das viertplatzierte Düsseldrof beträchtlich – auf Platz zwei aber nur denkbar gering.
Platz 2: Stuttgart
Nur eine Stunde vor Kalrsruhe liegt Stuttgart auf dem zweiten Platz. Damit gibt die notorisch staugeplagte Schwabenmetropole erstmals seit langem den unrühmlichen Titel der Stauhauptstadt ab. Der Zuwachs um vier auf insgesamt 64 Stunden war zu wenig, um eine andere deutsche Großstadt zu schlagen.
Platz 1: Köln
Deutschlands neue Stauhauptstadt ist Köln. In der Domstadt standen die Autofahrer ganze 65 Stunden im Stau. Da die Stuttgarter gegenüber 2013 aber nur um vier Stunden, die Kölner aber gleich um neun Stunden zulegten, ist die Rhein-Metropole vom Silber- auf den Goldrang vorgerückt.
Der stauärmste der untersuchten Ballungsräume ist übrigens Augsburg: In und um die Fuggerstadt staute es sich nur 20 Stunden lang – drei weniger als im vorletzten Berlin.