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VolkswagenPrevent-Ausstieg kostet VW mehr als 200 Millionen Euro

Volkswagen lässt sich die Trennung vom Zulieferer Prevent einen hohen Millionen-Betrag kosten. Die Hintergründe reichen bis ins Jahr 2016 zurück.Annina Reimann, Melanie Bergermann 04.04.2018 - 18:30 Uhr
Foto: dpa

Volkswagen lässt sich die Trennung von der Prevent-Gruppe mehr als 200 Millionen Euro kosten. Das geht aus einer internen VW-Präsentation hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Allein 159 Millionen Euro wurden demnach darauf verwendet, um andere Zulieferer in die Lage zu versetzen, die Aufträge von Prevent-Töchtern zu übernehmen.

Hinzukommen könnten Schadenersatzforderungen seitens Prevent. Die seien wahrscheinlich, aber nicht bezifferbar, heißt es in dem VW-Papier.

Der Ausstieg geht auf einen Lieferstopp im Jahr 2016 zurück – damals einigten sich VW und Prevent auf ein Eckpunktepapier mit sechs Jahren Laufzeit, das die weitere Zusammenarbeit regeln sollte. So wurde etwa eine Vertragsstrafe von mindestens eineinhalb Millionen Euro vereinbart, für den Fall, dass Prevent noch einmal nicht liefert. VW hat die Geschäftsbeziehung nun dennoch vorzeitig beendet.

Prevent-Gruppe

VW-Kündigung von Lieferverträgen gefährdet Arbeitsplätze

Doch den Unterlagen zufolge hatte der Autobauer offenbar nie vor, die Geschäftsbeziehung zu halten. Sogleich machte sich der Vorstand unter dem Codenamen „Projekt 1“ daran, die Unternehmen der Prevent-Gruppe bis Februar 2018 zu ersetzen und zwar möglichst auf einen Schlag: Ein „vorzeitiges Aussteuern von Einzelumfängen“ werde „nicht empfohlen“. Prevent sollte nicht provoziert werden, wie aus dem VW-Papier hervorgeht.

VW wollte interne Unterlagen nicht kommentieren, sagt aber, dass VW auf eine planbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Lieferanten angewiesen sei. Geschäftsbeziehungen würden daher „regelmäßig überprüft“ – mit dem Ziel, negative Auswirkungen auf die eigene Produktion im Interesse von Kunden, Mitarbeitern, Händlern und anderer Lieferanten so gering wie möglich zu halten.

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