Banken: Erste Group macht mehr Gewinn als erwartet
Die Erste Group hat Markterwartungen deutlich übertroffen.
Foto: ReutersÖsterreichs größte Bank Erste Group hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Das Betriebsergebnis stieg auf 1,43 Milliarden Euro nach 1,06 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, wie das neben dem Heimatmarkt in Osteuropa tätige Institut am Montag mitteilte. Unter dem Strich kletterte der Gewinn auf 896 (VJ: 688) Millionen Euro.
Die Markterwartungen wurden damit übertroffen. Analysten hatten im Schnitt einen Nettogewinn von 746,7 Millionen Euro prognostiziert. Getrieben worden sei der Gewinn durch die positive Entwicklung des Handelsergebnisses und des Zinsüberschusses, hieß es. Das Einlagen-Wachstum sei höher gewesen als die Kreditnachfrage. Die Risikokosten blieben auf einem niedrigen Niveau.
Die Aktionärinnen und Aktionäre will das Geldhaus mit einer höheren Dividende und einem Aktienrückkauf beglücken: Für 2023 soll die Ausschüttung auf 2,70 von 1,90 Euro je Aktie steigen und bis zu 300 Millionen Euro an eigenen Aktien zurückgekauft werden. Im Gesamtjahr rechnet die Bank mit einem Anstieg der Betriebserträge, bekräftigte sie den Ausblick.
Das Kreditwachstum werde unverändert mit rund fünf Prozent erwartet. Der Zinsüberschuss soll 2023 um rund ein Fünftel steigen, der Provisionsüberschuss um rund fünf Prozent. Die Risikokosten erwartet das Geldhaus weiterhin auf einem niedrigen Niveau.