Finanzbranche: Schweizer Finanzmarktaufsicht sieht zusätzliche Risiken für Branche
Die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde Finma warnte, dass aufgrund der Marktvolatilität und Betrug Nutzerinnen von Blockchain-Technologien Verluste machen könnten.
Foto: E+/Getty ImagesDie weitere Entwicklung der Inflation, der Zinssätze und des Wirtschaftswachstums birgt nach Einschätzung der Aufsichtsbehörde Finma Risiken für die Schweizer Finanzbranche. Zusätzlich zu den bereits im Vorjahr genannten sechs Hauptrisiken führte die Behörde in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Risikomonitor 2022 erstmals auch die Erhöhung der Risikoaufschläge (Credit Spreads) auf.
Zudem warnte die Finma, dass private Nutzer von Blockchain-basierten, dezentralisierten Handels- oder Kreditgeschäften den Verlust von Vermögenswerten riskierten, unter anderem wegen starker Marktschwankungen, Eingabefehlern oder Betrug. Bei Firmen-Nutzern stünden operationelle sowie Rechts- und Reputationsrisiken im Vordergrund.
Bislang sehe die Finma aufgrund des weiterhin geringen Volumens aber keine systemischen Risiken.
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