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QuartalszahlenGestiegene Zinsen und mehr Kredite beflügeln Erste Group

Die österreichische Großbank hat die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Die Kundeneinlagen und das Volumen der Kundenkredite legten im dritten Quartal deutlich zu. 30.10.2023 - 09:23 Uhr

Die Erste Group hat stärker zugelegt als erwartet.

Foto: Reuters

Österreichs größtes Geldhaus Erste Group hat dank der gestiegenen Zinsen und einer deutlichen Verbesserung im operativen Kerngeschäft seinen Gewinn gesteigert. Unter dem Strich legte das Ergebnis im dritten Quartal um mehr als 60 Prozent auf 819,7 (510,0) Millionen Euro zu, wie das zu den größten Kreditgebern in Osteuropa zählende Institut am Montag mitteilte.

In den ersten drei Quartalen erhöhte sich der Gewinn um 40 Prozent auf 2,31 Milliarden. Die Bank hat damit stärker zugelegt als erwartet. Analysten hatten im Schnitt für Juli bis September mit einem Nettogewinn von 763 Millionen Euro gerechnet.

„Wir können ein starkes operatives Ergebnis für die ersten neun Monate des Jahres ausweisen“, sagte Finanzvorstand Stefan Dörfler. „Das ist zurückzuführen auf die Steigerung des Kreditvolumens bei höheren Zinsen. Zugleich konnten wir beim Provisionsüberschuss entlang unserer strategischen Ziele deutliche Zuwächse erzielen“.

Trotz der wirtschaftlichen Eintrübung quer durch alle Länder sei das Volumen an Kundenkrediten um zwei Prozent gestiegen, was die Bank auf neue Kreditvergaben bei Unternehmenskunden zurückführt. Im Vergleich dazu erhöhten sich die Kundeneinlagen sogar um 5,3 Prozent. Der Zinsüberschuss legte aufgrund der Zinserhöhungen sowie des höheren Kreditvolumens um ein Fünftel auf 1,86 Milliarden Euro zu. Die zweite wichtige Einnahmenquelle, der Provisionsüberschuss, stieg auf 662,9 (615,1) Millionen Euro.

Bankchef Willi Cernko zeigte sich zufrieden: „Die Konjunktur hat sich im laufenden Jahr deutlich eingetrübt. Dennoch konnten wir unser Kreditvolumen in den ersten neun Monaten steigern“. Zudem sei der Anteil an notleidenden Krediten über alle Länder mit rund zwei Prozent weiterhin historisch niedrig.

„Unsere starke Kapitalisierung, gute Risikoperformance und anhaltende Kostendisziplin stellen sicher, dass wir die Herausforderungen und Chancen, die auf uns zukommen, erfolgreich meistern werden“, sagte Cernko, der im Sommer 2024 das Ruder an den früheren Österreich-Chef der Bank, Peter Bosek, übergeben wird.

An den Zielen hält die Bank fest. Für das Gesamtjahr 2023 werde unverändert ein Nettokreditwachstum von fünf Prozent erwartet. Bei der Eigenkapitalverzinsung (ROTE) strebt das Institut weiterhin eine Quote von über 15 Prozent an.

Für den Zinsüberschuss werde ein Anstieg von über 20 Prozent erwartet, der Provisionsüberschuss werde bei über fünf Prozent gesehen. Die harte Kernkapitalquote (CET1) sollte hoch bleiben, hieß es. Per Ende des dritten Quartals kletterte die Quote auf 14,5 (14,2) Prozent. Die Aktionäre sollen wie bereits angekündigt eine Dividende von 2,7 Euro je Aktie erhalten.

rtr
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