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Schweizer Großbank UBS erhöht Rückstellungen für Rechtsfälle

UBS Quelle: REUTERS

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten erhöht. Darunter leidet auch der Jahresgewinn 2017, der auf 1,05 Milliarden Franken sank.

Die UBS hat ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten wegen Tricksereien am US-Immobilienmarkt und dem Verkauf von Puerto-Rico-Anleihen erhöht. Per Ende 2017 lagen die Vorsorgen konzernweit bei 2,44 Milliarden Franken, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Zuvor hatte die UBS hier einen Wert von 2,30 Milliarden Franken genannt. Dadurch schrumpft auch der für 2017 verbuchte Konzerngewinn auf 1,05 von zuvor 1,17 Milliarden Franken.

Die Differenz ist vor allem auf höhere Rückstellungen für Streitigkeiten über faule US-Immobilienpapiere zurückzuführen. Sie zählen zu den größten noch offenen Rechtsfällen der Bank: Vor der Finanzkrise hatten viele Großbanken in den USA Hypotheken an mittellose Familien vergeben. Die Risiken wurden anschließend an Investoren weitergereicht - in Form von hochkomplexen Anleihen. Als der Markt 2007 kollabierte, erwiesen sich diese Bonds als wertlos. Für die Banken hagelte es Klagen. Den Fall untersucht unter anderem auch das US-Justizministerium - eine Einigung steht noch aus.

Zudem stiegen die Rückstellungen für Puerto-Rico-Anleihen. Die UBS hatte Papiere verkauft, die später wegen der finanziellen Probleme des Landes massiv an Wert verloren hatten. Die Bank sieht sich daher mit Klagen konfrontiert.

Auch eine gute Nachricht gibt es für die UBS: Die US-Börsenaufsicht SEC und die US-Staatsanwaltschaft haben ihre Ermittlungen wegen eines möglichen Gesetzesverstoßes beim Verkauf von Wertpapieren an US-Amerikaner (Tefra) eingestellt, wie die Bank erklärte. Bußen seien nicht zu erwarten.

von Reuters

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