Eurovision Songcontest 2025: Das sind die Länder mit den meisten ESC-Siegen
Deutschland
Deutschland hat den Eurovision Song Contest (ESC) bisher zweimal gewonnen. Der erste Sieg erfolgte im Jahr 1982 mit dem Song „Ein bisschen Frieden“ von Nicole. Der zweite Sieg folgte im Jahr 2010 mit dem Titel „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut.
Deutschland ist einer der fünf großen Geldgeber („Big Five“) der Europäische Rundfunkunion (englisch European Broadcasting Union, abgekürzt EBU) und deshalb ist der deutsche Beitrag automatisch für das Finale qualifiziert. 2025 setzt Deutschland auf Abor & Tynna (Bild) mit dem Song „Baller“.
Dänemark
Dänemark hat bisher dreimal den ESC gewonnen. Im Jahr 1963 triumphierten Grethe & Jørgen Ingmann mit ihrem Song „Dansevise“, gefolgt von den Olsen Brothers im Jahr 2000 mit „Fly on the Wings of Love“. Der dritte Sieg gelang im Jahr 2013 Emmelie de Forest (Bild) mit ihrem Titel „Only Teardrops“. 2025 steht Sissal (Bild) mit „Hallucination“ für Dänemark auf der ESC-Bühne.
Norwegen
Norwegen hat bisher drei Siege beim ESC errungen. Im Jahr 1985 gewann Bobbysocks mit dem Lied „La det swinge“. 1995 holte Norwegen den zweiten Sieg mit Secret Garden und dem Song „Nocturne". Alexander Rybak holte den Sieg im Jahr 2009 mit dem Song „Fairytale“. 2025 tritt Kyle Alessandro (Bild) mit dem Song „Lighter“ an.
Schweiz
Die Schweiz hat bisher drei Siege beim ESC errungen. 1956 gewann Lys Assia mit dem allerersten Siegerlied der ESC-Geschichte „Refrain“. 1988 holte Céline Dion – damals noch als junge, weitgehend unbekannte Sängerin – mit „Ne partez pas sans moi“ den zweiten Sieg für die Schweiz. Im Jahr 2024 gelang dann der dritte Triumph: Nemo überzeugte in Malmö mit dem genreübergreifenden Song „The Code“ und setzte sich gegen starke Konkurrenz durch.
Als Gewinnerland richtet die Schweiz 2025 den Eurovision Song Contest aus – zum ersten Mal seit 1989. Das Finale findet in Basel statt. Dieses Jahr tritt Zoë Më (Bild) mit dem Song „Voyage“ für das Gastgeberland an.
Ukraine
Die Ukraine gewann bislang drei Mal und nahm erstmals am Eurovision Song Contest 2003 in Riga teil. Bereits im zweiten Jahr, 2004 in Istanbul, gewann Ruslana mit ihrem Song „Wild Dances“ und holte den Wettbewerb nach Kiew. Im Jahr 2016 in Stockholm gelang der Ukraine ein weiterer Sieg, als Jamala mit dem Lied „1944“ triumphierte. Beim ESC 2022 in Turin sicherte sich die Band Kalush Orchestra den dritten Sieg für die Ukraine mit dem Song „Stefania“. 2025 schickt die Ukraine Ziferblat (Bild) mit dem Song „Bird of Pray“ ins Rennen.
Italien
Italien holte bisher drei Mal den ESC-Sieg. Das erste Mal gewannen sie im Jahr 1964 mit Gigliola Cinquetti und dem Lied „Non ho l'età“. Ihr zweiter Sieg erfolgte 1990 mit Toto Cutugno und dem Lied „Insieme: 1992“. 2021 gewann die italienische Rockband Måneskin.
Aufgrund der finanziellen Beteiligung an der EBU ist Italien als einer der „Big Five“ automatisch für das Finale qualifiziert. 2025 wird Italien von Lucio Corsi (Bild) mit „Volevo Essere Un Duro“ vertreten.
Israel
Israel nahm 1973 erstmals am ESC teil und hat seitdem den internationalen Musikwettbewerb insgesamt vier Mal gewonnen. Im Jahr 1978 siegten Izhar Cohen & The Alpha-Beta in Paris mit „A-Ba-Ni-Bi“, gefolgt von Gali Atari und Milk & Honey, die 1979 in Jerusalem mit „Hallelujah“ gewannen. Dana International holte 1998 den Sieg mit „Diva“. Netta erreichte 2018 in Lissabon den vierten Sieg für Israel mit dem Song „Toy“. 2025 wird das Land von Yuval Raphael (Bild) mit dem Lied „New Day Will Rise“ vertreten.
Niederlande
Die Niederlande hat den Eurovision Song Contest bislang fünfmal gewonnen. Ihr erster Sieg war 1957 in Frankfurt am Main mit „Net als toen“ von Corry Brokken. Weitere Siege folgten 1959 in Cannes mit „Een beetje“ von Teddy Scholten, 1969 in Madrid mit „De troubadour“ von Lenny Kuhr, 1975 in Stockholm mit „Ding-a-dong“ von Teach-In und zuletzt 2019 in Tel Aviv mit „Arcade“ von Duncan Laurence. 2024 wurde Joost Klein kurz vor dem Finale disqualifiziert. 2025 tritt Claude (Bild) mit „C’est La Vie“ für die Niederlande an.
Luxemburg
Luxemburg ist eines der Gründungsländer des Eurovision Song Contest und konnte den Wettbewerb fünfmal für sich entscheiden. Den ersten Sieg verzeichnete Jean Claude Pascal im Jahr 1961 mit dem Titel „Nous les amoureux“. Eine der prominentesten ESC-Teilnehmerinnen aus Luxemburg ist Vicky Leandros. Sie vertrat das Land zweimal, und 1972 konnte sie das Publikum in Edinburgh mit dem Titel „Après toi“ überzeugen und den Sieg davontragen. 2025 geht Laura Thorn mit dem französischen Song „La Poupée Monte Le Son“ an den Start.
Großbritannien (UK)
Großbritannien gab sein ESC-Debüt 1957 in Frankfurt am Main und holte sich seither fünf Mal den Sieg. Seit der Einführung der „Big Five“-Regel gehört Großbritannien zu den Ländern, die automatisch einen Finalplatz im Eurovision Song Contest haben. Im Jahr 2023 richtete Großbritannien den ESC für die Ukraine aus, da der Wettbewerb aufgrund des Krieges in dem Land nicht stattfinden konnte. Es war bereits das fünfte Mal in der ESC-Geschichte, dass das Vereinigte Königreich das Hosting für vorherige Gewinnerländer übernahm.
2025 will die Gruppe Remember Monday (Bild) mit dem Song „What The Hell Just Happened?“ das Ruder herumreißen.
Frankreich
Frankreich ist Gründungsmitglied des Eurovision Song Contest und nimmt seit 1956 in Lugano teil. Nur zwei Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contest verzichtete Frankreich auf die Teilnahme und holte insgesamt bereits fünf Mal den Sieg ein.
Frankreich ist als einer der fünf großen Geldgeber automatisch für das Finale gesetzt, konnte sich aber in den letzten Jahren nur selten unter den Top Ten platzieren. 2025 vertritt Louane (Bild) Frankreich mit dem emotionalen Titel „Maman“.
Irland
Bis 1965 nahm Irland nicht am Eurovision Song Contest teil und zählt dennoch mit sieben Siegen zu den erfolgreichsten Ländern des Wettbewerbs. Bis 1996 erreichte das Land sieben Mal den ersten Platz. Allein Johnny Logan holte die ESC-Krone zweimal für die Insel. Im neuen Jahrtausend ging es jedoch bergab: In Helsinki 2007 erlebte Irland den vorläufigen Tiefpunkt seiner ESC-Geschichte mit dem letzten Platz im Finale. Bisher hat sich Irland kaum davon erholt, und in den Jahren von 2014 bis 2017 gelang nicht einmal der Einzug ins Finale. 2025 scheidet Irland vorzeitig mit EMMY (Bild) aus.
Schweden
1958 nahm Schweden erstmals am Eurovision Song Contest teil und gewann bislang sieben Mal. Damals erreichte Alice Babs mit „Lilla stjärna“ in schwedischer Nationaltracht den vierten Platz. Ein bedeutender Moment war der Sieg von Abba im Jahr 1974 in Brighton mit „Waterloo“, der den Grundstein für ihre weltweite Karriere legte.
2025 schickt Schweden die Band KAJ (Bild) mit dem augenzwinkernden Beitrag „Bara Bada Bastu“ ins Rennen.