Forsa-Umfrage Welche alten TV-Shows die Deutschen zurückwollen

"Vorsicht Kamera": Ja, bitte!, "Die Pyramide": Nein, danke! Einige TV-Showklassiker wollen die Fernsehzuschauer zurück, andere nicht. Welche das sind, danach hat jetzt das Meinungsforschungsinstitut Forsa gefragt.

Nur acht Prozent der Befragten wünschen sich die Sendung „Gut gefragt ist halb gewonnen“ aus den 60er Jahren zurück auf die Bildschirme. Bei der Sendung handelte es sich um ein 25-minütiges Ratespiel mit Hans Rosenthal, der später auch „Dalli Dalli“ moderierte.
Die „ Pyramide“ ist eine Spielshow mit Dieter Thomas Heck aus den 70er Jahren. Die Sendung wurde nach der Ratewand benannt, an der Themen pyramidenförmig angeordnet waren. Ziel war es, verschiedene Begriffe seinem Teampartner möglichst schnell mit Worten und Gesten zu umschreiben, ohne Teile des gesuchten Begriffs zu nennen. Allerdings nur 13 Prozent der Befragten könnten sich erneut für eine solche Art der Unterhaltung erwärmen. Ärgerlich nur, dass das ZDF gerade dieses offenbar nicht sehr vermisste Format ab August wiederbelebt. Quelle: dpa - picture-alliance
14 Prozent der Befragten, darunter 28 Prozent der über 60-Jährigen, wünschen dich die Sendung „Der goldene Schuss“ zurück ins Fernsehen. Dabei geht es ums das Armbrustspiel, bei dem ein Telefonkandidat dem Kameramann mit verbundenen Augen Anweisungen gibt, damit er die Zielscheibe trifft. Quelle: dpa - picture-alliance
Die Traumhochzeit mit Linda de Mol zog Mitte der 90er Jahre viele Frauen vor den heimischen Fernsehern in ihren Bann. Es sind auch vor allem Frauen, die sich die Sendung zurückwünschen (24 Prozent), Männer lässt die romantische Unterhaltung eher kalt (7 Prozent). 15 Prozent sind es insgesamt, die sagen, dass die Traumhochzeit wieder laufen sollte. Quelle: dpa - picture-alliance
„Alles oder nichts“ lief drei Jahrzehnte im deutschen Fernsehen und war eine Quizsendung, bei der sich die Kandidaten ihr Fachgebiet, in dem sie befragt wurden, selbst aussuchen konnten. Das führte dazu, dass bei den letzten Fragen das Publikum oder die Moderatoren selbst nichts mehr von der Materie verstanden. Die Sendung wurde mit Erich Helmensdorfer als Moderator bekannt, als Letzter übernahm Max Schautzer (Foto) den Job. 20 Prozent der Befragten würden diese Sendung gerne erneut sehen. Quelle: dpa - picture-alliance
„Auf Los geht's los“, in den 70-er und 80-er Jahren eine große Samstagabendshow mit Joachim Fuchsberger, würden ebenfalls 20 Prozent der Befragten wieder gerne auf dem Bildschirm sehen. Ähnlich wie „Wetten, dass...?“ fand die Show damals an wechselnden Veranstaltungsorten statt und hatte eine Menge verschiedener Spiele im Programm. Quelle: dpa - picture-alliance
„Geld oder Liebe“ war eine Spielshow mit Jürgen von der Lippe. Vom 28. September 1989 bis zum 9. Juni 2001 gab es 90 Folgen. 20 Prozent der Befragten, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es sogar 33 Prozent, wünschen sich die Sendung zurück. Quelle: dpa - picture-alliance
„Hätten Sie's gewusst?“ war eine 45-minütige Quizendung mit hohen Einschaltquoten, die von 1958 bis 1969 vom Bayerischen Rundfunk produziert und im Deutschen Fernsehen im Hauptprogramm ausgestrahlt wurde. Moderator war Heinz Maegerlein. Die Spielidee stammte aus den USA, die dort Twenty One genannt wurde. 20 Prozent gaben in der Forsa-Umfrage an, diese Sendung gerne wieder sehen zu wollen.
„Wünsch dir was“ war eine österreichisch-deutsch-schweizerische TV-Spielshow als Gemeinschaftsproduktion unter Federführung des ORF. In der Zeit vom 20. Dezember 1969 bis zum 2. Dezember 1972 wurden insgesamt 24 Folgen im ZDF ausgestrahlt. Moderiert wurde die Samstagabend-Show von Dietmar Schönherr (Foto) und seiner Frau Vivi Bach. 20 Prozent der Befragten würden die Sendung gerne wieder sehen. Quelle: dpa - picture-alliance
„Die Montagsmaler“ war eine Schnellratesendung des deutschen Fernsehens. Die Spielshow lief von 1969 bis 1972 unter dem Titel „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ auf Südwest 3 und wurde zunächst von Fred Sackmann, ab 1971 von Frank Elstner moderiert. Nach einigen konzeptionellen Änderungen ging die Sendung 1974 unter dem Titel „Die Montagsmaler“ mit Frank Elstner im Abendprogramm auf Sendung. Zuletzt wurde die Sendung von Sigi Harreis (Foto) moderiert. 28 Prozent der Befragten, darunter 36 Prozent der 45- bis 59-Jährigen wünschen sich die Sendung zurück. Quelle: dpa - picture-alliance
„Einer wird gewinnen“ war eine ARD-Quizsendung, die vom Hessischen Rundfunk und Norddeutschen Rundfunk, später in Co-Produktion mit ORF und SF produziert und am Samstagabend ausgestrahlt wurde. Präsentiert wurde sie von Hans-Joachim Kulenkampff (1964 bis 1969 und 1979 bis 1987; 89 Folgen) und als kurze Neuauflage von Jörg Kachelmann (1998; drei Folgen). Der Name „Einer wird gewinnen“ wurde im Hinblick auf seine Abkürzung EWG gewählt, die auch für die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft stand, aus der die heutige Europäische Union hervorging. Die Sendung sollte nämlich den europäischen Gedanken unterstützen, indem die Kandidaten aus verschiedenen europäischen Ländern kamen. 31 Prozent wünschen sich „Einer wird gewinnen“ zurück, darunter 51 Prozent der über 60-Jährigen. Quelle: dpa - picture-alliance
„Der Große Preis“ war eine Quizsendung des ZDF. Die Show wurde von 1974 bis 1992 von Wim Thoelke 219-mal moderiert. Die Forsa-Umfrage ergab: 37 Prozent wollen die Sendung zurückhaben. Quelle: dpa - picture-alliance
„Spiel ohne Grenzen“ war eine in den 60er- und 70er-Jahren beliebte Spielshow und neben dem Grand Prix Eurovision de la Chanson die einzige wiederkehrende sprachübergreifende Unterhaltungssendung. Bei dieser in Deutschland vom Westdeutschen Rundfunk live ausgestrahlten Sendung traten ausgewählte Städte mit ihren Mannschaften im nationalen Vergleich und danach im internationalen Vergleich bei diversen, auch sportlich herausfordernden, Geschicklichkeitsspielen gegeneinander an. Der erste Moderator der Sendung war von 1965 bis 1973 Camillo Felgen. 39 Prozent der Befragten wollen die grenzenlosen Spiele gerne wiedersehen. Quelle: dpa - picture-alliance
„Am laufenden Band“ war eine von Radio Bremen produzierte Quizsendung mit Rudi Carrell und Heinz Eckner, deren erste Folge am 27. April 1974 in der ARD ausgestrahlt wurde. Produzent in den ersten beiden Jahren war Alfred Biolek, danach bis zum Ende der Sendung 1979 Dieter Krap. Am 2. Dezember 2006 lief ein einmaliges Remake der Sendung zu Ehren von Rudi Carrell in der ARD und im ORF und wurde von Florian Silbereisen moderiert (Foto). 39 Prozent wollen laut Forsa die Sendung wiedersehen, darunter 55 Prozent der 45- bis 59-Jährigen. Quelle: dpa - picture-alliance
„Was bin ich?“, das heitere Beruferaten, war eine Quizsendung, die von 1955 bis 1958 und von 1961 bis 1989 vom Ersten Deutschen Fernsehen bzw. Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Moderator der 337 Folgen war Robert Lembke. Das Konzept wurde von verschiedenen Sendern wieder aufgegriffen. 42 Prozent wollen die Sendung wieder über den Bildschirm flackern sehen, darunter 52 Prozent der 45- bis 59-Jährigen. Quelle: dpa - picture-alliance
„Vorsicht Kamera“ war eine halbstündige Show mit Chris Howland, in der ahnungslosen Bürgern vor laufender Kamera Streiche gespielt wurden. Es war die erste ihrer Art und wurde im Laufe der Jahre oft adaptiert. Ende 1997 startete Sat.1 eine weitere Neuauflage als große Abendshow mit Fritz Egner unter dem Titel „Vorsicht Kamera - Das Original“. Satte 54 Prozent würden die Sendung gerne wieder sehen , darunter auch 59 Prozent der 14- bis 29-Jährigen. Quelle: dpa - picture-alliance
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