BayWa R.e.: BayWa-Energie-Tochter: Haben Finanzierung bis 2029 gesichert
Die Erneuerbare-Energien-Tochter der BayWa hat ihre Finanzierung für die nächsten vier Jahre gesichert. Die BayWa r.e. habe mit ihren Anteilseignern und Gläubigern ein Finanzierungspaket über drei Milliarden Euro bis Mitte 2029 abgeschlossen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dazu gehörten Bankkredite, Gesellschafterdarlehen und Garantien für das operative Geschäft. „Dies schafft die finanzielle Basis für eine erfolgreiche Transformation in den nächsten Jahren“, hieß es in der Mitteilung.
Die wachsenden Probleme der BayWa r.e. mit ihren Wind- und Solar-Projekten waren ein wesentlicher Grund für die Schieflage der Muttergesellschaft BayWa. Weil sich die fertig entwickelten Projekte nicht mehr so schnell und lukrativ verkaufen ließen, war der Finanzbedarf der Tochter schnell gewachsen, den diese unter anderem bei der Muttergesellschaft zu decken versuchte.
Die BayWa hält 51 Prozent der Anteile, 49 Prozent liegen beim schweizerischen Finanzinvestor Energy Infrastructure Partners (EIP). Die eigentlich schon vereinbarte Abgabe der Mehrheit an die Schweizer hatte die BayWa wieder abgeblasen, weil sie sich später einen höheren Verkaufserlös erhofft.
Der Verkauf der BayWa r.e. bis 2028 ist ein wichtiger Baustein zur geplanten Entschuldung der BayWa AG. „BayWa r.e. wird ihre globale Geschäftstätigkeit fortsetzen und sich dabei gezielt auf Märkte konzentrieren, die sowohl stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen als auch aussichtsreiche Wachstumsperspektiven bieten“, hieß es in der Mitteilung. Der Solarhandel soll bestenfalls schon vorher verkauft werden.
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