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EnergieGasumlagen fallen – können Kunden sparen?

Zwei Gasumlagen werden zum Oktober gesenkt. Gaskunden könnten bald bares Geld sparen – falls die Anbieter mitspielen. 23.08.2023 - 15:40 Uhr Quelle: dpa

Gas könnte günstiger werden

Foto: dpa

Die geplante Absenkung von gleich zwei Umlagen beim Erdgas könnte für Verbraucher eine spürbare finanzielle Entlastung bedeuten – zumindest, wenn die Energieversorger mitspielen. Laut den neuesten Berechnungen des Vergleichsportals Verivox könnte sich die Senkung der Regelenergie-Umlage, die ab dem 1. Oktober in Kraft treten soll, bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden in Form von satten 122 Euro auf der Rechnung bemerkbar machen. Hinzu komme eine weitere Absenkung zum selben Datum, die acht Euro ausmache.

„Wir gehen davon aus, dass die Mehrheit der Anbieter diese Preissenkung weitergibt“, sagte ein Verivox-Sprecher. In bestehenden Verträgen oder auch in der Grundversorgung könne es jedoch sein, dass diese Preisveränderung erst verzögert ankomme. Laut Verivox müssen Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas derzeit im Schnitt 2500 Euro im Jahr bezahlen. Die Absenkung der Umlagen um insgesamt 130 Euro entspricht bei diesen Kosten einer Entlastung um gut fünf Prozent.

Kunden müssen entlastet werden

Nach Angaben des Gas-Branchenverbandes Zukunft Gas sind die Energieversorger verpflichtet, die Umlagen an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Bei der Einführung der Speicherumlage und der Regelenergie-Umlage zum 1. Oktober 2022 hätten einzelne Gasanbieter sie aus Kulanzgründen aber erst zum 1. November weitergegeben. „Es ist auch jetzt davon auszugehen, dass die Anbieter die gesunkenen Umlagen bei der Preisgestaltung berücksichtigen und entsprechend an ihre Kunden weitergeben“, erklärte ein Sprecher.

Für die Festlegung der Umlagen und Entgelte im deutschen Gasmarktgebiet ist das Unternehmen Trading Hub Europe (THE) zuständig. THE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Fernleitungsbetreiber. Es spielt eine zentrale Rolle, indem es etwa Abrechnungen der Gasunternehmen untereinander ermöglicht.

THE hatte in der vergangenen Woche unter anderem eine Absenkung der Regelenergie-Umlage von derzeit 0,57 Cent je Kilowattstunde (netto) und der sogenannten Konvertierungsumlage von derzeit 0,038 Cent je Kilowattstunde (netto) auf jeweils null Cent bekanntgegeben. Beides gilt ab dem 1. Oktober.

Die Regelenergie-Umlage wird für Kosten erhoben, die aus dem Einsatz von Regelenergie, also Gas, entstehen. Sie wird eingesetzt, wenn das Verhältnis zwischen ein- und ausgespeisten Gasmengen nicht ausgeglichen ist. Bei der Konvertierungsumlage geht es um Kosten, die THE durch die Anpassung des Erdgas-Energiegehalts an bestimmte Liefergebiete entstehen.

Lesen Sie auch: Mit Quoten wird Gas endlich grün

dpa
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