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Staatskonzern Belgier könnten Chinas Einstieg ins deutsche Stromnetz verhindern

Überland-Stromleitungen stehen nahe dem nordhessischen Hofgeismar.. Quelle: dpa

Der geplante Einstieg des chinesischen Netzbetreibers SGCC in das deutsche Stromnetz könnte noch platzen.

Der geplante Einstieg des chinesischen Netzbetreibers SGCC in das deutsche Stromnetz könnte noch platzen. Der größte Staatskonzern der Volksrepublik hatte vor zwei Wochen angekündigt, 20 Prozent des nordostdeutschen Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz zu übernehmen. Dessen Mehrheitseigentümer - die belgische Elia - prüft jedoch nach eigenen Angaben, ob sie ihr Vorkaufsrecht nutzt. „Elia hat über seine Position noch nicht entschieden“, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. „Wir haben einige Wochen Zeit, dies zu tun.“

Nach Informationen des „Handelsblatts“ (Freitag) will die Bundesregierung den Einstieg der Chinesen bei 50Hertz verhindern. So spreche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig mit Elia darüber, ob die Belgier bereit sind, ihren Anteil aufstocken.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte dies am Freitag nicht. „Die Bundesregierung hat und nimmt auf diese Vorgänge keinen Einfluss, ist jedoch bei Gesprächswünschen hierüber, wie stets, gesprächsbereit.“ Etwaige interne Beratungen wollte sie weder bestätigen noch dementieren. Die Sprecherin wies zugleich aber auf Prüfmöglichkeiten hin, wenn es zum Beispiel um Softwarelösungen für kritische Infrastrukturnetze gehe.

Elia gehört zu knapp der Hälfte belgischen Kommunen, die übrigen Aktien sind weitgehend in Streubesitz.

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