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Pläne für „Remigration“Backwerk-Gründer hält Rechtsextremismus-Vorwürfe für „frei erfunden“

Unternehmer Hans Christian Limmer, Gründer von Backwerk, schied nach Rechtsextremismus-Vorwürfen als Gesellschafter bei Hans im Glück und Pottsalat aus. Erstmals nach seinem Ausscheiden äußert er sich zu den Vorwürfen.Martin Seiwert 08.06.2024 - 08:32 Uhr

Hans Christian Limmer (rechts), Gründer der Bäckereikette Backwerk

Foto: Funke Foto Service/Reto Klar

Der Gründer der Bäckereikette Backwerk, Hans Christian Limmer, hält die Vorwürfe des Recherchenetzwerks Correctiv gegen das rechtsextreme Treffen in Potsdam im November für „frei erfunden“. Das erklärte er in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der WirtschaftsWoche. „Mittlerweile ist es offensichtlich“, so Limmer, „dass der Dreiklang, der die große Empörung ausgelöst hat (Geheimtreffen, Geheimplan, Ausweisung von Millionen deutscher Staatsbürger nach rassistischen Kriterien), frei erfunden wurde.“ Dies finde „in den Leitmedien allerdings keinerlei Widerhall“.

Das Recherchenetzwerk Correctiv hatte zuerst über das Treffen von AfD-Politikern, Neonazis und Unternehmern berichtet. Laut Correctiv sprachen die Teilnehmer über Möglichkeiten zur massenhaften Vertreibung ganzer Bevölkerungsgruppen aus Deutschland („Remigration“). Laut der Nachrichtenagentur dpa stand Limmers Name auf der Einladung zu dem Treffen. Correctiv zufolge nahm er aber nicht an dem Treffen teil. Der Deutsche Richterbund und weitere führende juristische Organisationen bezeichneten das Treffen als einen Angriff auf die Verfassung und den Rechtsstaat.

„Keine weitere Sekunde“ mit Limmer

Limmer war bis Januar Gesellschafter der Restaurantketten Hans im Glück und Pottsalat. Nach Bekanntwerden des Treffens schied er bei beiden Unternehmen als Gesellschafter aus. „Ich habe am 10.01.24 meinen Mitgesellschaftern angeboten, meine Gesellschaftsanteile abzugeben“, erklärte Limmer gegenüber der WirtschaftsWoche. „Dies habe ich gemacht, obwohl ich nichts Falsches, geschweige denn Verbotenes getan habe, sondern lediglich, um weiteren Schaden von den Gesellschaften abzuwenden.“ 

Hans im Glück erklärte nach Bekanntwerden der Vorwürfe: „Wir waren nicht bereit, auch nur eine weitere Sekunde für einen solchen Kapitalgeber zu arbeiten.“ Pottsalat erklärte, das Unternehmen distanziere sich von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und habe deshalb auf seinen Kanälen in den sozialen Netzwerken „No Nazis“-Logos veröffentlicht.

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