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Streit um Antipsychotikums Risperdal US-Gericht reduziert Schadenersatzstrafe für Johnson & Johnson deutlich

Eine Jury verurteilte den Pharmakonzern zu einer Strafe von acht Milliarden Dollar. Ein Richter kappt diese nun drastisch. Beide Konfliktparteien zeigen sich unzufrieden.

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Johnson & Johnson findet die Reduzierung angemessen, hat dennoch Berufung angekündigt. Quelle: AP

Ein US-Gericht hat eine gegen den Pharmakonzern Johnson & Johnson verhängte Schadenersatzstrafe in Höhe von acht Milliarden Dollar auf 6,8 Millionen Dollar zusammengestrichen. Eine Jury hatte die höhere Summe im Oktober einem Kläger zugestanden, der Johnson & Johnson vorwirft, nicht davor gewarnt zu haben, dass es bei Einnahme des Antipsychotikums Risperdal als Nebenwirkung bei Männern zu vergrößertem Brustwachstum kommen könnte.

Warum der Richter die Strafzahlung so drastisch reduzierte, war aus den Gerichtsdokumenten nicht ersichtlich. Beide Seiten kündigten an, in Berufung zu gehen.

Der Anwalt des Klägers besteht auf die acht Milliarden. Johnson & Johnson wiederum erklärte, die Reduzierung sei zwar angemessen. Allerdings sei nicht berücksichtigt worden, dass auf dem Medikamentenetikett eindeutig auf Risiken bei der Einnahme hingewiesen werde.

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