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Autozulieferer Materialknappheit wird Hella wohl noch länger ausbremsen

Der Gewinn des Autozulieferers ist im vergangenen Halbjahr eingebrochen. Hella-Chef Breidenbach rechnet erst ab Mitte 2023 mit einer deutlichen Markterholung.

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Die Engpässe vor allem bei Chips aber auch bei Kunststoffen machen der Autobranche weltweit zu schaffen. Quelle: Reuters

Lieferengpässe und gestiegene Kosten haben dem Autozulieferer Hella in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres einen Gewinneinbruch eingebrockt. Ein Ende der Misere wird nach Einschätzung von Firmenchef Rolf Breidenbach noch auf sich warten lassen. „Wir erwarten keine Markterholung im zweiten Halbjahr unseres Geschäftsjahres“, sagte der Manager am Donnerstag.

Ab dem Sommer dürfte es dann möglicherweise zu einer „leichten Verbesserung“ kommen. Aber mit einer deutlichen Markterholung sei erst ab Mitte 2023 zu rechnen. Vorteile verspricht sich Breidenbach aus dem Zusammenschluss mit dem französischen Autozulieferer Faurecia.

Vor allem im Bereich Einkauf sieht der Vorstand mit dem neuen Mutterkonzern Möglichkeiten, zu besseren Konditionen zu kommen. „Nach dem Closing wollen wir sehr schnell dazu übergehen diese Dinge zu realisieren“, so der Manager. Er rechne damit, dass die Übernahme Ende Januar unter Dach und Fach sein wird. Die Franzosen haben sich rund 80 Prozent an Hella gesichert.

„Weltweit fahren unsere Werke im Stop-and-Go-Modus“, sagte Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold. Das sei ineffizient und belaste neben den gestiegenen Material-, Logistik- und Energiekosten. So brach in den ersten sechs Monaten des Bilanzjahres 2021/22 der operative Gewinn (Ebit) auf 156 (Vorjahr: 269) Millionen Euro ein. Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Damit habe sich Hella deutlich besser als der Markt entwickelt.

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    Breidenbach bekräftigte seine bereits im November reduzierten Jahresziele. Demnach peilt der Vorstand einen bereinigten Umsatz zwischen 5,9 und 6,2 Milliarden Euro an und eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 3,5 bis 5,0 Prozent.

    Die Engpässe vor allem bei Chips aber auch bei Kunststoffen machen der Autobranche weltweit zu schaffen. Die Autobauer mussten daher ihre Produktion drosseln. So sank etwa der Absatz von Volkswagen auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren.

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