Felicity Ace VW befürchtet: Autos nach Frachterbrand nicht mehr auslieferbar

Der Frachter hat knapp 4000 Fahrzeuge verschiedener Volkswagen-Marken geladen. Marken und Händler informieren bereits Kunden über den Lieferausfall.

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Das Foto zeigt den Frachter am Freitag, den 18.02.2022, zwei Tage nach Ausbruch des Brandes an Bord. Quelle: via REUTERS

Nach dem Feuer auf dem Autofrachter „Felicity Ace“ bei den Azoren geht der Volkswagen-Konzern von einem hohen Schaden aus. „Wir befürchten, bei dem Schiffsbrand sind große Teile der knapp 4000 Fahrzeuge mehrerer Konzernmarken so beschädigt worden, dass sie nicht mehr ausgeliefert werden können“, teilte ein VW-Sprecher am Freitag in Wolfsburg mit. Genauere Informationen zu der Schiffsladung, die für den amerikanischen Markt bestimmt war, lägen weiterhin nicht vor, hieß es.

Marken und Händler hätten bereits damit begonnen, ihre Kunden zu informieren und Lösungen zu finden. Angaben dazu, wie viele Neuwagen welcher Marken von dem Feuer betroffen sind, machte der Autobauer nicht.

Gut eine Woche nach Ausbruch des Feuers brannte es am Donnerstag nicht mehr auf dem Frachter. Fünf Bergungsexperten eines niederländischen Unternehmens waren erstmals auf das Schiff gegangen, das auf dem Atlantik südlich der zu Portugal gehörenden Azoren trieb. Sie hatten dabei festgestellt, „dass es überhaupt keine Flammen mehr gibt“, zitiert die Nachrichtenagentur Lusa den Hafenkommandanten der Insel Faial, João Mendes Cabeças.

Der VW-Konzern verwies in der Mitteilung auf Angaben der Reederei, wonach am Schiff aktuell kein Rauch mehr sichtbar sei. „Volkswagen ist sehr über die Berichte der Reederei erleichtert, dass keine Menschen bei dem Brand zu Schaden gekommen sind und auch keine Ölverschmutzungen beobachtet wurden“, teilte der Konzernsprecher mit. Die Schäden an den geladenen Fahrzeugen seien versichert.

Das 200 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Emden nach Davisville im US-Bundesstaat Rhode Island, als das Feuer am Mittwoch voriger Woche aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen war. Die 22 Besatzungsmitglieder wurden von der portugiesischen Luftwaffe noch am selben Tag in Sicherheit gebracht. Anschließend trieb der Frachter eine Woche lang im Atlantik. Mittlerweile ist er an einen Schlepper gebunden.

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