Preisfrage: So setzt sich der Preis einer Laugenbrezel zusammen
Goldbraun gebacken, mit dickem Bauch und je nach Region mal mehr, mal weniger dünnen Ärmchen: Die Laugenbrezel ist in Deutschland mehr als eine beliebte Zwischenmalzeit. Als Zunftzeichen der Bäcker symbolisiert das Gebäck ein ganzes Handwerk. Welche Kosten fallen beim Brezelbacken an?
41 %
Personal
+
22 %
Rohstoffe
+
13 %
Energie
+
11 %
Maschinen und Instandhaltung
+
13 %
Verpackung, Logistik und Sonstiges
Bild: Getty Images
Quelle: Zentralverband des Deutschen Backhandwerks, Statista
Das zeigt eine Aufstellung der Düsseldorfer Bäckerei Terbuyken. Der größte Kostenfaktor ist dabei das Personal: Löhne machen 41 Prozent der Gesamtkosten aus. Rohstoffe wie Mehl und Butter haben einen Anteil von 22 Prozent. In den vergangenen Jahren sind beide Zutaten deutlich teurer geworden.
Die Ausgaben für Energie für das Brezelbacken summieren sich auf 13 Prozent der Kosten. Hinzu kommen noch Ausgaben für Maschinen und deren Wartung sowie für Verpackung und Logistik. Im Laden zahlen Kunden bei der Kette für eine Laugenbrezel 1,75 Euro.
Die Zahl der Bäckereibetriebe geht stetig zurück. In den vergangenen Jahren haben die zwischenzeitlich stark gestiegenen Energiepreise und die Inflation bei den Lebensmittelpreisen die Branche belastet. Laut dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks gab es Ende 2023 noch 9242 Betriebe – ein Minus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2016 ist die Zahl um mehr als ein Fünftel geschrumpft.
Weniger Betriebe bedeuten jedoch nicht automatisch weniger Verkaufsstellen. Weil die Zahl der Filialen je Betrieb stieg, blieb die Gesamtzahl der Verkaufsstellen nach Angaben des Zentralverbands zuletzt konstant.
Lesen Sie auch: So viel kostet ein Pferd im Monat