Quartalsbericht: Biontech steigert erneut den Umsatz – noch einmal dank Coronaimpfstoff
Für das gesamte Jahr bis zum September schreibt Biontech allerdings einen Nettoverlust von 928 Millionen Euro.
Foto: Sebastian Gollnow/dpaDas Biotechnologieunternehmen aus Mainz hat seinen Geschäftsbericht zum abgelaufenen dritten Quartal veröffentlicht. Im dritten Jahresviertel setzte das Unternehmen um den CEO und Mitgründer Ugur Sahin rund 1,2 Milliarden Euro um. Im Vorjahreszeitraum waren es noch etwa 895 Millionen Euro.
Die höheren Umsatzerlöse im dritten Quartal seien größtenteils auf die im Vergleich zum Vorjahr früher erhaltenen Zulassungen für Biontechs Varianten-angepasste Coronaimpfstoffe zurückzuführen. Biontech/Pfizer haben nach Unternehmensangaben als Erste einen an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff in der EU und in Großbritannien eingeführt.
Außerdem seien sie auch die einzigen Unternehmen, die einen weiteren an diese Corona-Variante angepassten Impfstoff in den genannten Regionen vermarkten. „Wir haben unsere Varianten-angepassten Covid19-Impfstoff erfolgreich auf den Markt gebracht und dies aufgrund der behördlichen Zulassungen früher als im Vorjahr“, sagt Biontech-CFO Jens Holstein.
Das habe zu den starken Umsätzen im dritten Quartal beigetragen. „Die Kombination von Kostendisziplin und unserer finanziellen Position ermöglicht uns weiterhin, den Fokus auf diejenigen Produktkandidaten zu legen, von denen wir glauben, dass sie einen zeitigen Markteintritt und das höchste Potential zur Wertschöpfung für Patientinnen und Patienten sowie unsere Aktionäre haben“, sagte der CFO.
Trotz der Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Umsatz am unteren Ende der selbst aufgestellten Prognosespanne von 2,5 bis 3,1 Milliarden Euro.
Nettoverlust von 928 Millionen Euro seit Jahresbeginn
Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres muss Biontech geringere Umsatzerlöse hinnehmen. Bis zum 30. September diesen Jahres ergaben sich bei den Mainzern Umsatzerlöse von rund 1,5 Milliarden Euro – im Vorjahreszeitraum sind es noch ungefähr 2,3 Milliarden Euro gewesen.
Der Nettogewinn für das zum 30. September geendete Quartal betrug rund 198 Millionen Euro. Eine Steigerung im Vergleich zum Nettogewinn von etwa 160 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Jahr bis zum September schreibt Biontech allerdings einen Nettoverlust von 928 Millionen Euro – im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 472 Millionen Euro.
Allerdings könne Biontech auch einige Kosten einsparen: Während im März die Vertriebs- und Verwaltungskosten noch auf 700 bis 800 Millionen Euro taxiert wurden, prognostiziert das Unternehmen hier nun Kosten von 600 bis 700 Millionen Euro. Ähnliches gilt auch für die Spanne der Investitionsausgaben. Ging Biontech im Frühjahr noch von bis zu 500 Millionen Euro aus, reduziert das Unternehmen die geplanten Kosten nun auf 300 bis 400 Millionen Euro.
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