1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. BayWa: Gutachter bestätigt Sanierungsfähigkeit

Schrumpfen und SparenBayWa: Gutachter bestätigt Sanierungsfähigkeit

Der unter einem Schuldenberg leidende BayWa-Konzern kann gerettet werden, sagt der Sanierungsgutachter – aber nur, wenn Unternehmensteile verkauft werden. 30.11.2024 - 13:13 Uhr Quelle: dpa

Die Baywa hat in ersten neun Monaten fast 641 Millionen Euro Verlust verbucht. (Archivbild)

Foto: dpa

Der hoch verschuldete Baywa-Konzern kann sich laut Sanierungsgutachter durch Gesundschrumpfung retten. In einem zweiten Entwurf des im Juli in Auftrag gegebenen Gutachtens wird die „Sanierungsfähigkeit“ des unter einem Schuldenberg leidenden Münchner Unternehmens bestätigt. Das teilte die Baywa in einer Pflichtmitteilung für die Börse mit.

Alle vier Geschäftsbereiche Agrar, Baustoffe, Energie und Technik können demnach erhalten bleiben, das Sanierungskonzept sieht jedoch den Verkauf „bestimmter wesentlicher, insbesondere internationaler Beteiligungen“ vor.

Außerdem fordern die Gutachter eine „organisatorische Verschlankung“ und zahlreiche operative Einsparmaßnahmen. Frisches Geld bringen soll als ein weiterer Baustein die Ausgabe neuer Aktien mit Bezugsrecht für die bisherigen Aktionäre. Die Sanierung soll Ende Dezember 2027 abgeschlossen sein.

Rücktritt

Banken-Chef verlässt BayWa-Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat des kriselnden Agrarkonzerns BayWa gibt es einen Tag vor der Verkündung der Quartalszahlen einen Rücktritt.

von Florian Weyand

Die aus der Genossenschaftsbewegung hervorgegangene Baywa ist der größte deutsche Agrarhändler und für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor allem im Süden und Osten Deutschlands von Bedeutung. Hauptaktionäre sind die Beteiligungsgesellschaften der Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern und Österreich.

BayWa macht dreistelligen Millionenverlust

In den ersten neun Monaten summierte sich der Nettoverlust des 101 Jahre alten Traditionsunternehmens auf knapp 641 Millionen Euro. Die Finanzaufsicht Bafin überprüft seit knapp drei Wochen den Jahresüberschluss 2023, weil das Unternehmen möglicherweise seine finanziellen Risiken schönte.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Florian von Brunn, sagte hierzu laut Mitteilung, es sei gut, dass es eine wirtschaftliche Perspektive für die BayWa gebe. „Neues Vertrauen hängt auch davon ab, wie die Prüfung durch die Bafin ausgeht. Wenn die Zahlen geschönt wurden, müssen harte Konsequenzen folgen.“

Verschärft wird die Baywa-Krise durch die schwache Weltkonjunktur. In den ersten neun Monaten liefen sowohl das Agrargeschäft als auch die erneuerbaren Energien großenteils schlecht. Zuwächse gab es lediglich im Obst- und Gemüsehandel sowie beim Verkauf von Landmaschinen.

Lesen Sie auch: „Die BayWa-Probleme hätten bekannt sein müssen“

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick