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Volkswagen Geheimnisverrat bei „Dieselgate“? – VW geht gegen Ex-FBI-Chef vor

Der ehemalige FBI-Chef Louis Freeh arbeitet heute für Anwälte, die VW im Dieselskandal verklagen. Der Konzern wittert einen Geheimnisverrat.

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Der ehemalige Chef des FBI liegt mit VW im Clinch. Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Volkswagen verdächtigt den früheren FBI-Chef Louis Freeh des Geheimnisverrats und will dessen Berufung zum Gutachter in Schadenersatz-Prozessen in den USA vereiteln. Der ehemalige Leiter der amerikanischen Bundespolizei arbeitet nach seiner Karriere im öffentlichen Dienst als juristischer Vermittler in Wirtschaftsskandalen - bei VW hatte er Anfang 2016 Aussicht auf einen Beratervertrag und sollte in der Aufklärung der Dieselaffäre helfen. Doch dazu kam es nicht.

Nun ist Freeh für Anwälte privater Kläger tätig. Der Vorwurf der Wolfsburger: Er soll interne Informationen des Managements an diese weitergegeben oder gar verkauft haben, wie das Online-Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ am Mittwoch berichtete.

Bei Volkswagen hieß es, man lehne Freeh als hinzugezogenen Experten in Diesel-Verfahren in den Vereinigten Staaten ab. Ein entsprechender Antrag sei bei einem Gericht in San Francisco eingereicht worden. Es gebe klare Hinweise, die darauf schließen ließen, dass er seine aktuellen Auftraggeber mit vertraulichen Unterlagen und Aussagen aus der Zeit der Verhandlungen mit dem deutschen Konzern versorgt habe.

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