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Wirtschaftliche LageDeutsche Industrie mit überraschendem Auftragsplus

Analysten hatten einen Rückgang befürchtet – doch im Januar zieht der Auftragseingang im Vergleich zum Dezember um 1,0 Prozent an. Für die Positiv-Entwicklung verantwortlich: die Nachfrage aus dem Ausland. 07.03.2023 - 13:42 Uhr Quelle: dpa

Investitionsgüter wie Maschinen wurden im Januar deutlich mehr bestellt - Aufträge für Vorleistungs- und Konsumgüter gingen deutlich zurück. (Symbolbild)

Foto: dpa

Die deutsche Industrie ist überraschend mit einem Auftragsplus ins neue Jahr gestartet. Im Januar zog der Auftragseingang im Vergleich zum Dezember um 1,0 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Rückgang um 0,7 Prozent gerechnet. Der bereits kräftige Auftragszuwachs im Vormonat wurde nachträglich von 3,2 auf 3,4 Prozent angehoben.

„Auf den ersten Blick ein guter Start ins Jahr”, kommentierte Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, kommentierte die Zahlen zuversichtlich: „Die Auftragseingänge starten ordentlich in das neue Jahr.”

Auf den zweiten Blick falle die Entwicklung sogar noch besser aus, denn ohne die Berücksichtigung der volatilen Großaufträge stehe ein Zuwachs von 2,9 Prozent zu Buche.

Weniger Aufträge aus der Eurozone

Im Detail fiel die Entwicklung jedoch durchwachsen aus. Während die Inlandsnachfrage mit einem Minus von 5,3 Prozent deutlich schwächelte, präsentierte sich die Nachfrage aus dem Ausland mit plus 5,5 Prozent von ihrer starken Seite. Aus dem Ausland kamen jedoch weniger Aufträge aus der Eurozone, dafür deutlich mehr Bestellungen aus dem restlichen Ausland.

Auch nach Produktgruppen ergibt sich kein einheitliches Bild: Während Investitionsgüter wie Maschinen deutlich mehr bestellt wurden, gingen die Aufträge für Vorleistungs- und Konsumgüter deutlich zurück.

Die deutsche Industrie hat ein turbulentes Jahr hinter sich. 2022 litten die Unternehmen nicht nur unter den vielfachen Verwerfungen wegen des Ukraine-Kriegs. Auch die anhaltenden Lieferprobleme im Welthandel – eine wirtschaftliche Folge der Corona-Pandemie – belasteten die Branche erheblich. Zuletzt haben sich diese Engpässe aber tendenziell verringert.

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dpa
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