Rückversicherung: Münchener Rück erwirtschaftet Rekordzahlen
Trotz zunehmender Großschäden hat die Münchener Rück im ersten Halbjahr Rekordzahlen erwirtschaftet und verbreitet für das Gesamtjahr wachsende Zuversicht. „Nie haben wir in den ersten sechs Monaten eines Jahres mehr verdient als 2024“, sagte Vorstandschef Joachim Wenning am Donnerstag.
Der Nettogewinn des weltgrößten Rückversicherers schnellte um 55 Prozent auf 3,76 Milliarden Euro, der Versicherungsumsatz stieg um 5,4 Prozent auf 14,95 Milliarden Euro. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Münchener Rück zum Jahresende die angepeilten fünf Milliarden Euro Gewinn erreichen oder sogar übertreffen werde, sei nach dem Ergebnissprung im ersten Halbjahr gestiegen.
Dabei musste die Münchener Rück allein im zweiten Quartal für Großschäden von 957 (Vorjahr: 600) Millionen Euro einstehen. Der größte Einzelschaden waren die Überschwemmungen an Flüssen in Süddeutschland Ende Mai und Anfang Juni, die die Münchener Rück in der Rückversicherung rund 200 Millionen Euro kosten. Bei der Erstversicherungs-Tochter Ergo schlugen zusätzlich 44 Millionen Euro zu Buche.
Trotzdem wachsen die Bäume nicht in den Himmel: Bei den Verhandlungen über neue Verträge mit Erstversicherungskunden zum 1. Juli zeichnete die Münchener Rück mit 3,5 Milliarden Euro gut fünf Prozent weniger Geschäft, die Preise stiegen im Schnitt nur noch um 0,6 Prozent.