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Kryptowährungen

Hardware Wallets im Test und Vergleich 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Kryptowährungen zu verwahren: Hardware Wallets gelten als die sicherste.
  • Zu den beliebtesten Hersteller gehören Trezor und Ledger, doch auch andere namhafte Unternehmen bieten sichere Verwahrlösungen.
  • Günstige Geräte sind für rund 50 Euro erhältlich, Produkte mit mehr Funktionen kosten über 150 Euro.

„To the moon“ ist eine Metapher aus der Krypto-Community. Damit werden astronomische Kursexplosionen beschworen. Jetzt scheint die Verbildlichung Realität zu werden. Das Raumfahrtunternehmen Astrobotic und die Krypto-Börse BitMex wollen einen Bitcoin auf den Mond befördern. Gespeichert ist das digitale Gold auf einem Hardware Wallet in Form einer Münze.

Hardware Wallets ermöglichen Anlegern Bitcoin und andere Cyberwerte auf einem physischen Gerät zu lagern. Meistens ähneln sie USB-Sticks. Das Besondere ist, dass die Form der Speicherung keine Berührpunkte mit dem Internet hat – somit sind Angriffe durch Hacker ausgeschlossen.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Anbieter, die Hardware Wallets zur Verfügung stellen. Zu den zwei bekanntesten zählen Ledger und Trezor. Doch auch andere Hersteller versprechen eine sichere Verwahrung der Digitalmünzen.

Hardware Wallets: Die besten Anbieter im Vergleich

InfoLedgerTrezor
Preis ab59 €53 €
ModelleLedger Nano S: 59 €

Ledger Nano X: 119 €
Trezor One: 48,76 €

Trezor Model T: 149 €
Anzahl unterstützter Coins> 1.500 Coins> 1.500 Coins

Monero, Ripple nur über Model T
SicherheitPIN
Passphrase
Device recovery
PIN
Passphrase
Device recovery
ZertifikateCertified Secure Element (CC EAL5+), ANSSICE & RoHS
Lieferumfang1 Hardware Wallet,
Micro USB Kabel (Type-C bei Ledger X),
Recovery Seed Karte (Papier)
1 Hardware Wallet,
Micro USB Kabel (Type-C bei Model T),
Recovery Seed Karte (Papier)
Touchscreenneinja bei Model T
Open Sourceneinja
SoftwareLedger LiveTrezor Wallet
Recovery Phrase24 Wörter12 Wörter
Webseiteledger.comtrezor.io
Quelle: Eigene Recherche; Stand: August 2021

Eigene Wallets sind nicht zwingend

So ein digitaler Geldbeutel ist nicht in jedem Fall erforderlich. Bei Online-Brokern mit Krypto-Handel lassen sich die Cyberdevisen meist gar nicht erst auszahlen. Dort kümmert sich eine externe Verwahrstelle um die sichere Lagerung. Im Vorfeld sollten Anleger jedoch prüfen, wie seriös solche Verwahrer sind. Ein Standort innerhalb Europas kann bereits ein positives Indiz sein.

Auch Krypto-Börsen verwahren die Kryptowährungen der Anleger. Kurz nach dem Kauf von Bitcoin und Co. befinden sich die Cyberdevisen auf dem Exchange Wallet. Das bedeutet, dass das Vermögen zwar auf dem eigenen Konto angezeigt wird, die privaten Schlüssel befinden sich jedoch noch im Besitz der Börse.

Der sogenannte Private Key ist der Zugangsschlüssel zu den eigenen Kryptowährungen – wer die zufällige Zahlenkombination kennt, hat Zugriff auf die Digitalmünzen. Dementsprechend hoch ist die Verantwortung über den richtigen Umgang.

Private Wallets schützen vor Betrug, nicht vor Fahrlässigkeit

Den Zahlencode erhalten Anleger, sobald sie sich die Kryptowährungen auf ein externes Wallet auszahlen lassen. Das gibt vielen ein gutes Gefühl, denn nicht immer sind die Krypto-Börsen auch vertrauenswürdig. Alarmierend wirkt das Beispiel der ominösen Investment-Firma Africrypt. Deren Gründer sollen sich mit 69.000 Bitcoin aus dem Staub gemacht haben. Für die Anleger bedeutet das ein Schaden in Milliardenhöhe.

Doch auch diejenigen Anleger, die ausschließlich selbst im Besitz des privaten Schlüssels sind, unterliegen Risiken. Beispielsweise kann der einzigartige Key verloren gehen – das digitale Vermögen ist dann futsch.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Ein externes Wallet macht besonders viel Sinn, wenn Anleger den Krypto-Börsen misstrauen, sie gerne selbst die Verantwortung über ihre Digitalmünzen übernehmen oder hohe Summen investiert sind.

Wallets für jeden Zweck

Neben dem Exchange Wallet und dem Hardware Wallet, gibt es noch weitere Typen von Krypto-Geldbörsen, alle mit individuellen Besonderheiten. Das Hardware Wallet zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders sicher ist. Das liegt daran, dass es sich um eine Art von Cold Storage handelt. Eine Verbindung mit dem Internet ist nicht notwendig und auch sonst werden digitale Schnittstellen auf ein Minimum begrenzt.

Einen Nachteil hat das physische Wallet jedoch auch. Der Handel wird damit unflexibel. Immerhin erfordert die Bedienung mehr Aufwand als es bei einem Online Wallet oder einem Mobile Wallet der Fall ist. Vor allem mit Mobile Wallets haben Anleger maximale Freiheiten, die sie jedoch zugunsten von Sicherheit opfern. Tägliches Handeln oder regelmäßige Zahlungen mit Kryptowährungen sind mit Online- und Mobile Wallets leichter durchzuführen.

Welches Wallet passt zu mir?

Die Frage nach dem richtigen Wallet ist also vor allem eine Frage der Handelsgewohnheiten. Wer langfristig investiert ist, trifft mit einem Hardware Wallet eine gute Entscheidung. Keine andere Form der eigenständigen Verwahrung bietet ähnlich viel Sicherheitspotential. Anleger sollten jedoch darauf achten, dass sie ihr Speichermedium richtig einrichten.

Tipp: Manchmal lohnt es sich mehrere Wallets gleichzeitig zu führen. So profitieren Anleger von den verschiedenen Vorteilen, zumal digitale Wallets ohnehin kostenlos sind.

Die richtige Installation ist das A und O

Bei der Inbetriebnahme des Hardware Wallets sollten sich Anleger Zeit nehmen. Immerhin steht später vielleicht eine Menge Geld auf dem Spiel. Bevor es losgeht, sollte unbedingt die Verpackung des Geräts gecheckt werden: Ist die Folie unbeschädigt, stimmen die Seriennummern überein, gibt es sonstige Auffälligkeiten?

Eine der wenigen Möglichkeiten ein Hardware Wallet zu hacken, besteht in der Manipulation des Geräts. Dafür muss es jedoch zuvor durch die Hände des Diebes gegangen sein. Eine intakte Versiegelung schließt das in der Regel aus.

Der Seed ist das Herzstück

Während des Einrichtens generiert das physische Bitcoinportmonnaie den Seed. Dabei handelt es sich um eine Phrase aus 12 bis 24 Wörtern. Diese Wörter müssen sich Anleger unbedingt notieren. Bei Beschädigung oder Verlust des Wallets kann damit trotzdem auf die Coins zugegriffen werden. Die sind nämlich nicht auf dem Hardware Wallet gespeichert, sondern befinden sich zu jeder Zeit auf der Blockchain.

Aus dem Seed errechnet das Wallet die privaten Schlüssel. Die wiederum gewähren den Zugang zu den digitalen Münzen und sind gleichzeitig für die Validierung von Transaktionen notwendig. Das Besondere hierbei ist, dass weder Seed noch Private Key das Hardware Wallet verlassen – der Prozess findet ganzheitlich innerhalb des Geräts statt.

Gut zu wissen: Jedes Wallet hat einen Public Key, der ist vergleichbar mit der IBAN eines Girokontos. Der Private Key ist ähnlich der Pin oder Tan. Beide zusammen ermöglichen den Zugriff auf das Wallet. Damit man sich die Private Keys nicht einzeln notieren muss, haben Hardware Wallets einen Seed. Der ist der Ursprung der Private Keys und errechnet diese aus der Wortkombination.

Ohne digitale Schnittstelle klappt es nicht

Ganz ohne Software kommen Hardware Wallets aber nicht aus. Die Software ist für die Verwaltung zuständig und stellt die Schnittstelle zu dem jeweiligen Netzwerk der Kryptowährung. Außerdem gibt es eine PIN. Die müssen Anleger eintippen, wenn sie ihr Bitcoinportmonnaie mit dem Computer oder dem Smartphone verbinden.

Hardware Wallets im Vergleich

Die Verkaufsschlager unter den Hardware Wallets sind die Geräte von Ledger und Trezor. Der wachsende Krypto-Markt hat jedoch auch unter den Wallet-Anbietern neue Konkurrenz gefördert. Ein Vergleich der Produkte soll Anlegern Informationen über die Kosten und die Sicherheit der Produkte liefern.

InfoLedger Nano STrezor One
Preis59 €58 €
Größe und Gewicht57 x 17 x 9 mm
16,2 g
60 x 30 x 6 mm
12 g
Unterstütze Kryptowährungen> 1.800> 1.000
Open Source
ZertifizierungenCC EAL5+CE und RoHS
AnschlussUSB Type Micro-BUSB Type Micro-B
Im Paket enthaltenHardware Wallet
USB Kabel
Seed Karten (Papier)
Hardware Wallet
USB Kabel
Seed Karten (Papier)
Kompatibel mitMac OS (ab Version 10.10), Windows (ab Version 8), LinuxMac OS (ab Version 10.11) , Windows (ab Version 10), Linux
Webseiteledger.comtrezor.io
Quelle: Eigene Recherche; Stand: August 2021

Ledger Nano

Das französische Unternehmen Ledger hat im Juli 2021 in einer Finanzierungsrunde 380 Millionen US-Dollar erhalten. Das festigt die führende Stellung von Ledger am Krypto-Markt. Aktuell bieten die Franzosen zwei Geräte an: Den Nano S für 59 Euro und den Nano X für 119 Euro.

Tipp: Es ist unbedingt empfehlenswert ein Hardware Wallet direkt beim Hersteller zu kaufen. Gebrauchte Artikel bei Online-Marktplätzen wie Ebay könnten präpariert sein, was einen potenziellen Verlust der eigenen Coins zur Folge hat.

  • Beschränkter Speicher

Die beiden Modelle unterscheiden sich vor allem durch ihre Speicherkapazität. Pro Kryptowährung, die man auf seinem Ledger verwahren möchte, benötigt man Speicherplatz. Die jeweilige Applikation ist jedoch nur während des Transaktionsprozesses notwendig, anschließend können Anleger diese wieder löschen: Der Private Key verbleibt dabei auf dem Wallet und Speicherplatz wird frei.

Der Nano S bietet Platz für rund 3 bis 20 solcher Apps, der Nano X für circa 100. Übrigens: Beim direkten Konkurrenten Trezor ist kein freier Speicher nötig.

Eine Besonderheit liefert der Nano X. Die dazugehörige Anwendung Ledger Live macht die Übertragung mittels Bluetooth möglich. Das vereinfacht das Traden noch einmal. Ledger unterstützt den Großteil aller Kryptowährungen am Markt.

  • Geprüfte Sicherheit

Dass die Produkte auch sicher sind, bestätigt Frankreichs Nationale Behörde für Sicherheit der Informationssysteme (ANSSI). Die hat den Ledger offiziell zertifiziert. Mit Ledger Live lassen sich außerdem direkt Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum kaufen. Die Software ist auch für Anfänger geeignet und setzt keinerlei Vorkenntnisse voraus.

Trezor ist Open Source

Für die Sicherheit bei Trezor kümmert sich unter anderem die Community selbst. Als Open Source Produkt können Nutzer am Quellcode arbeiten, wodurch sie verifizieren, dass es keine versteckten Hintertürchen gibt. Das ist bei Ledger nicht so transparent, was einige Nutzer kritisieren.

Daneben gibt es bei Trezor die üblichen Sicherheitsfeatures eines Hardware Wallets: Generell gelten die Hardware Wallets des tschechischen Herstellers Trezor als sehr sicher.

Wie Ledger hat auch Trezor zwei Modelle am Markt: Einmal den Trezor One für rund 58 Euro und den Trezor Model T für circa 190 Euro. Die Unterschiede sind dort gravierender als bei Ledger. Der Speicherplatz ist bei Trezor weniger relevant, da die Prozesse über einen Webservice laufen, der die Applikationen für die verschiedenen Coins bereitstellt.

  • Fehlende Kompatibilität

Ein großer Nachteil des Trezor Ones ist die mangelnde Unterstützung für einige der bekanntesten Kryptowährungen. Beispielsweise können Cardano oder Ripple nicht gespeichert werden. Mit dem teureren Modell ist das möglich, der ist mit den meisten Kryptowährungen kompatibel.

Das Model T überzeugt außerdem durch einen Touchscreen und der Möglichkeit eine Mikro-SD-Karte zu nutzen. Das günstigere Modell besitzt zwei Knöpfe für die Bedienung. Daneben gibt es noch weitere Features wie das Shamir Backup, das eine Stückelung des Seeds erlaubt.

Günstige Alternative Keepkey

Vergleichbar mit den Produkten von Ledger und Trezor ist das Hardware Wallet KeepKey des Schweizer Unternehmens Shapeshift. Das Gerät ist mit 49 US-Dollar eines der günstigsten. Gleichzeitig überzeugt es durch seine einfache Bedienung, schneller Einrichtung und hoher Sicherheit. Im Gegensatz zu der Konkurrenz aus dem Hause Ledger und Trezor, unterstützt KeepKey deutlich weniger digitale Münzen.

Coinkite als Bitcoinhüter

Ein weiterer nennenswerter Anbieter ist Coinkite mit seinem ColdCard Wallet Mk3. Das Gerät überzeugt durch zahlreiche Sicherheits-Features, die sowohl digitalen Angreifern als auch analogen Dieben das Leben schwer machen. Beispielsweise wäre da der integrierte „Duress Pin“. Der gewährt nur Zugriff auf eine kleine Menge Bitcoin. Im Falle einer realen Bedrohung, bleibt ein Großteil der eigenen Bitcoin sicher.

Übrigens ist das Mk3 nur mit dem Kryptowährungsprimus Bitcoin kompatibel. Dennoch ist das Gerät eher für erfahrenere Nutzer geeignet. Preislich bewegt sich das ColdCard Wallet Mk3 bei rund 145 Euro.

BitBox 02 – das Fort Knox unter den Hardware Wallets

Ein weiteres Bitcoin-Only Produkt ist die BitBox 02 von Shift Crypto. Es existiert jedoch auch eine Multi-Edition, bei der auch weitere Kryptowährungen unterstützt werden. Ansonsten bietet die BitBox 02 hohe Sicherheitsstandards, die ihresgleichen suchen. Beispielsweise gibt es eine TOR-Funktion, die anonymes Surfen gewährleistet. Ein weiterer Pluspunkt ist die Bedienbarkeit. Die reduzierte Oberfläche hilft auch Anfängern intuitiv die richtigen Knöpfe zu drücken. Die BitBox 02 ist für 119 Euro zu haben.

Fazit: Nicht ausschließlich auf die Technik verlassen

So gut wie alle Hardware Wallets aus dem Vergleich überzeugen durch ihre Sicherheitsvorkehrungen. Anleger können bedenkenlos ihr Vermögen dort platzieren. Selbstverständlich dürfen sie nicht vergessen, dass die Technik nur die halbe Miete ist. Der sorgsame Umgang mit Pin und Seed bleibt Eigenverantwortung.

Die Wallets erscheinen in unterschiedlicher Form und verschiedenen Anschlüssen. Hier entscheidet die persönliche Präferenz. Acht geben sollten Anleger jedoch auf die unterstützen Coins. Wer eine große Anzahl verschiedener Kryptowährungen besitzt, sollte sichergehen, dass diese auch von dem jeweiligen Gerät unterstützt werden. Preislich gibt es auch Unterschiede – gemessen am Nutzen, sollte hier jedoch nicht gespart werden.

Paper Wallets sind umsonst

Eine kostengünstige Alternative zu einem Hardware Wallet ist ein Paper Wallet. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden die Private Keys schlicht und einfach auf einem Papier gespeichert. Vorsicht ist beim Erstellen der Schlüssel geboten. Während die Keys erzeugt werden, sollte der Websitecode im Offlinemodus laufen.

Zwar kämpfen Paper Wallets nicht mit technischen Defekten, dafür sind sie anfälliger für andere Schäden, wie zum Beispiel Risse oder Wasser. Ein Paper Wallet sollte deshalb unbedingt in Folie aufbewahrt werden.


Häufige Fragen zu Hardware Wallets

Wann brauche ich ein Wallet?

Wer Kryptowährungen besitzt und selbst die Kontrolle über die eigenen Münzen haben möchte, benötigt ein Wallet. Als besonders sich gelten Hardware Wallets, größtmöglichen Komfort bieten dagegen Mobile Wallets.

Welche Walletarten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Wallets die mit dem Internet verknüpft sind und solche die auch offline laufen. Hardware Wallets zählen zu letzterem und sind besonders sicher.

Wann lohnt sich ein Hardware Wallet?

Ein Hardware Wallet lohnt sich für langfristige Investitionen. Dann bleiben die Kryptowährungen besonders lange liegen und benötigen den meisten Schutz.