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Haftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherungen für Familien im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Der Schutz ist nicht sehr teuer.
  • Gute Tarife zahlen auch für Gefälligkeitsschäden, Schlüsselverlust oder Mietsachschäden.
  • Im Vergleich liegen bei Familienpolicen die Tarife Comfort der Alten Leipziger, GEV Protect Premium und Prokundo Komplett vorne. Bei Alleinerziehenden schneidet neben der Alten Leipziger und Procundo vor allem Neo L von Neodigital sehr gut ab.

Ein Leben ohne Haftpflichtversicherung ist heutzutage kaum noch denkbar. Wer ein Kraftfahrzeug besitzt, braucht eine Kfz-Haftpflichtversicherung, wer ein Gewerbe betreibt, eine Gewerbehaftpflicht. Und was ist, wenn nach Feierabend mein Fahrrad umkippt und in den daneben parkenden Porsche eine Beule schlägt? Oder wenn meine kleine Tochter ihren Ball in Nachbars Fenster schießt und den dahinter stehenden Hifi-Turm zum Einsturz bringt?

Kurze Antwort: Es wird teuer. Ein paar tausend Euro können fällig werden. Doch das sind noch vergleichsweise harmlose Schäden. Wer versehentlich andere Menschen verletzt, muss deutlich mehr Geld auf den Tisch legen. Behandlungskosten, Schmerzensgeld und Verdienstausfall können sich manchmal sogar zu Millionenschäden aufaddieren.

Deswegen raten Verbraucherschützer jedem zu einer privaten Haftpflichtversicherung. Pflicht ist sie zwar nicht, ein Muss aber schon. Denn jede Person, die bei anderen Menschen einen Schaden verursacht, haftet dafür in voller Höhe ihres Vermögens. Mit einer vergleichsweise geringen Prämie aber, die meist weniger als 100 Euro pro Jahr beträgt, kann ein wirtschaftlicher Ruin verhindert werden. Dann zahlt die Versicherung den Schaden.

Familien sind gemeinsam versichert

Paare, die zusammen in einem Haushalt leben, brauchen nur eine gemeinsame Haftpflichtversicherung. Sind die beiden nicht verheiratet, ist es ratsam, dass beide namentlich im Versicherungsvertrag genannt werden.

Kinder sind regulär bis zum Ende der ersten Berufsausbildung in einer Familienpolice mitversichert. Bei manchen Anbietern greift der Schutz sogar noch etwas länger. Kleinere Kinder unter sieben Jahren hingegen sind nur mitversichert, wenn explizit die Vereinbarung „deliktunfähige Personen“ im Tarif steht. Diese Klausel erspart viel Ärger und Nachbarschaftsstreit. Denn auf den Schäden, die ein Kleinkind anrichtet, bleibt der Geschädigte sitzen. Ein Schadensausgleich durch die Eltern kann rechtlich in der Regel nicht eingeklagt werden.

Eine weitere Familienüberraschung lauert, wenn einer der beiden Partner den anderen aus Versehen verletzt und dieser zum Arzt gehen muss. Dann nämlich kann es passieren, dass die Krankenversicherung des Verletzten vom Unfallverursacher die Behandlungskosten ersetzt haben will. Da aber eine gemeinsame Haftpflicht bei Schadensfällen untereinander nicht einspringt, muss der Verursacher der Verletzung die Kosten aus seiner eigenen Tasche zahlen. Deshalb empfiehlt es sich, dass die Klausel “Regressionsansprüche von Sozialversicherungsträgern” in der Police mit vereinbart wird. 

Wann zahlt die private Haftpflichtversicherung?

Die private Haftpflichtversicherung übernimmt grundsätzlich die Kosten bei:

  • Personenschäden, wenn durch das Handeln der versicherten Personen andere Menschen verletzt werden. Beispiel: Ein Radfahrer rempelt aus Versehen eine andere Person in der Fußgängerzone an. Diese stürzt, muss zum Arzt und kann eine Woche lang nicht arbeiten. Die Versicherung bezahlt dann die Behandlung und den Verdienstausfall.
  • Sachschäden, wenn durch das Handeln der versicherten Personen fremde Gegenstände beschädigt oder zerstört werden. Ein Beispiel: Einem Besucher fällt bei Freunden die Weinflasche aus der Hand und fällt auf das neue Notebook des Gastgebers. Dieser bekommt den Zeitwert des Computers ersetzt.
  • Vermögensschäden, wenn weder Personen noch Gegenstände beschädigt werden, aber finanzielle Einbußen bei einer anderen Person entstehen. Wenn das Notebook des Freundes kaputt ist, liegt zunächst ein Sachschaden vor. Doch zusätzlich entsteht ein Vermögensschaden, wenn dieser Freund Journalist ist und nun mehrere Tage lang nicht schreiben kann.

Wann und wofür zahlt die Haftpflichtversicherung nicht?

  • Wenn Schäden vorsätzlich verursacht worden sind.
  • Für die eigenen Schäden und die Schäden der im Haushalt lebenden Angehörigen.
  • Schäden, die durch Straftaten entstehen.
  • Schäden durch Hunde.
  • Schäden, für die eine Kfz-Versicherung zuständig ist.
  • Geldstrafen oder Schäden, die durch Vertragsverletzungen entstehen.

Weitere Versicherungen für Haus und Hobby

Wer in seinem eigenen Haus wohnt, für den reicht die Privathaftpflichtversicherung aus. Eigentümer eines Mietshauses hingegen benötigen zusätzlich eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht. Eine heikle Stelle für Immobilienbesitzer ist zum Beispiel die Eisfläche im Winter auf dem Gehweg. Wer ein Grundstück sein Eigen nennt, ist verpflichtet, den angrenzenden Bürgersteig von Eis und Schnee zu befreien. Versäumt er das und rutscht deshalb ein Fußgänger aus, wird der zuständige Grundbesitzer für die Behandlungskosten zur Kasse gebeten. Beim selbst bewohnten Einfamilienhaus genügt für diese Risiken die Privathaftpflicht.

Zum eigenen Haus gehört nicht selten der eigene Hund. Und der ist nicht immer zahm und verkehrssicher. Da die Privathaftpflicht in der Regel das beliebte Haustier nicht mitversichern mag, empfiehlt sich eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung. In mehreren Bundesländern ist diese sogar vorgeschrieben. Pferdehalter benötigen eine zusätzliche Pferdehaftpflichtversicherung.

Katzen, Vögel und Kaninchen hingegen sind in der Privathaftpflicht mitversichert. Ob auch Schlangen, Großspinnen und Skorpionen dazu gehören, unterscheidet sich je nach Tarif. Kunden, die exotische Tiere halten, sollten vor Vertragsabschluss diese Frage verbindlich klären.

So auch bei der Flugdrohne. Nicht immer sind Schäden durch das Fluggerät abgedeckt, Hobbypiloten brauchen aber eine Versicherung. Gewerbliche Drohnen müssen mit einer speziellen Drohnen-Haftpflicht versichert werden.

Längst ist das Internet eines der beliebtesten Hobbys. Wie häufig Viren und Schadsoftware über E-Mails verbreitet werden, kann jeder User fast täglich beim Blick in sein Postfach erleben. Auch durch die eigene Nutzung kann unbeabsichtigt der Datenschrott an fremde Geräte weitergeleitet werden. Für den Schaden ist der Absender haftbar. Deshalb sind in den vergangenen Jahren besondere Cyberversicherungen populär geworden. Inzwischen decken auch viele Privathaftpflichtversicherungen die Risiken im Netz mit ab.

Das Ranking hilft bei der Auswahl

Mühsam ist die Suche nach den besten Tarifangeboten. Die zahlreichen Versicherungsgesellschaften mit ihren ebenso zahlreichen Tarifmodellen, Optionen und Zusatzpaketen sorgen dafür, dass für Laien der Markt kaum noch überschaubar ist. Doch guter Rat muss noch lange nicht teuer sein.

Im exklusiven Ranking von Morgen & Morgen für die WirtschaftsWoche sind die jeweils besten Angebote für Familien und Alleinerziehende ausgewertet worden. Für Singles mit Kind finden sich sieben Tarife, die mit der Note „sehr gut“ beurteilt werden konnten.

Die jährlichen Beiträge liegen zwischen rund 79 und 92 Euro. Die sieben besten Tarife für Familie bieten einen Rundumschutz für Prämien zwischen 80 und 114 Euro jährlich.

Die besten Tarife für Singles mit Kind

AnbieterTarifbezeichnungJährliche Prämie in EuroPunkteNote
NeodigitalNeo L91,4912sehr gut
prokundoKomplett91,6312 sehr gut
Alte Leipzigercomfort79,2511 sehr gut
BaslerAmbiente81,6811 sehr gut
InterRiskXXL85,6811 sehr gut
Signal IdunaPremium89,7710 sehr gut
ConcordiaSorglos89,9010 sehr gut
Die Testperson im Vergleich ist 45 Jahre, Postleitzahl: 70597, weiblich, alleinerziehend, nicht im Öffentlichen Dienst beschäftigt. Bei der Berechnung ist vorausgesetzt worden, dass keine Vorschäden vorhanden sind. Nur reine Versicherer, keine Poolanbieter oder Konzeptanbieter. Berücksichtigt wird je Anbieter der günstigste 5 Sterne Tarif.

Quelle: Morgen & Morgen GmbH (Stand: 19.03.2021)

Die besten Tarife für Familien

Die Testperson im Vergleich ist 48 Jahre alt, Postleitzahl: 40789, männlich, nicht im Öffentlichen Dienst beschäftigt. Bei der Berechnung ist vorausgesetzt worden, dass keine Vorschäden vorhanden sind. Nur reine Versicherer, keine Poolanbieter oder Konzeptanbieter. Berücksichtigt wird je Anbieter der günstigste Fünf-Sterne-Tarif.

AnbieterTarifbezeichnungJährliche Prämie in EuroPunkteNote
Alte Leipzigercomfort80,6818sehr gut
GEVProtect Premium87,3818 sehr gut
prokundoKomplett91,6318 sehr gut
HDIPremium91,8918 sehr gut
janitosBest Selection100,1417 sehr gut
Die HaftpflichtkasseEinfach Besser Plus102,3417 sehr gut
InterRiskXXL114,2416 sehr gut
Die Testperson im Vergleich ist 48 Jahre alt, Postleitzahl: 40789, männlich, nicht im Öffentlichen Dienst beschäftigt. Bei der Berechnung ist vorausgesetzt worden, dass keine Vorschäden vorhanden sind. Nur reine Versicherer, keine Poolanbieter oder Konzeptanbieter. Berücksichtigt wird je Anbieter der günstigste Fünf-Sterne-Tarif.

Quelle: Morgen & Morgen GmbH (Stand: 19.03.2021).

Sinnvolle Klauseln

Wann und wofür eine Privathaftpflichtversicherung zahlt, ist sehr unterschiedlich. Im realen Leben kommt es immer wieder auf das Kleingedruckte an.

Zum Beispiel: Ein Lehrer hat den Generalschlüssel seiner Schule verloren. Sämtliche Schlösser müssen ausgetauscht werden, die Rechnung beträgt 20.000 Euro. Jetzt hängt es davon ab, ob in seinem Vertrag die richtige Klausel drinsteht. Seine Versicherung zahlt nur, wenn sie auch den Schaden durch den Verlust beruflicher Schlüssel ersetzt. Dies sollte unbedingt vor Vertragsabschluss geprüft werden.

Ebenso die Frage, was ist, wenn der Versicherte selbst durch eine fremde Person geschädigt wird, die weder den Schaden bezahlen kann noch über eine Haftpflichtversicherung verfügt. Pech gehabt? Viele Privathaftpflichtversicherungen übernehmen auch den Schutz gegen Forderungsausfälle und entschädigen das Opfer in Fällen, in denen der Verursacher nicht herangezogen werden kann. Der Versicherte bekommt dann also Geld von seiner eigenen Assekuranz.

Was gute Tarife versichern

In allen hier verglichenen Tarifen gilt eine Mindestdeckungssumme für Sach- und Personenschäden von mindestens 25 Millionen Euro ohne Selbstbehalt. Darüber hinaus versichern alle Tarife folgende Leistungen:

  • Verlust fremder oder beruflicher Schlüssel,
  • Schäden bei Auslandsaufenthalten,
  • Schadensfälle im Rahmen von Gefälligkeitstätigkeiten, also etwa bei der Umzugshilfe für Freunde,
  • Schäden an Mietsachen,
  • Schäden durch elektronische Daten.

Die betrachteten Angebote an Familientarifen berücksichtigen zudem Schadensfälle durch volljährige Kinder während des freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres sowie während des freiwilligen Wehrdienstes.

Auch die Wartezeiten auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz sind in der Deckung mit inbegriffen. Fremdschäden durch die Photovoltaikanlage sind ebenso bei allen Familientarifen in der Tabelle mitversichert, wie der Schutz gegen Forderungsausfälle.

Noch immer finden sich auf dem Markt der zahlreichen Versicherer Angebote, bei denen verlorene Schlüssel oder Schäden an Mietsachen nicht standardmäßig abgedeckt sind. Auch die anderen hier genannten Schadenskategorien sind keine Selbstverständlichkeit.

Deshalb ist es für jeden Neukunden ratsam, die Vertragsdetails genau unter die Lupe zu nehmen. Ein Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern und Tarifen kann hilfreich sein.

Wer auf der sicheren Seite sein will, wählt einen Tarif mit Best-Leistungsgarantie. Dieser verspricht, im Schadensfall all das zu leisten, was der beste Versicherer in der vergleichbaren Tarifstufe bietet. Es gelten dabei aber nur die Angebote von deutschen Versicherern.

Da die Unternehmen immer wieder ihre Angebote verändern und neue Tarife auf den Markt kommen, raten Verbraucherschützer dazu, alle fünf Jahre den Vertrag zu überprüfen. Alt ist hier meistens nicht besser. Häufig gibt es günstigere Tarife, die trotzdem mehr absichern. Dann sollten Kunden über einen Wechsel nachdenken. Eine Kündigung des alten Vertrags muss immer drei Monate vor der Hauptfälligkeit erfolgen.


Häufig gestellte Fragen zur Privathaftpflichtversicherung

Wie viel kostet eine private Haftpflichtversicherung?

Eine gute private Haftpflichtversicherung für Familien gibt es für zwischen rund 80 und 115 Euro pro Jahr.

Was ist der Unterschied zwischen einer Haftpflicht und Privathaftpflicht?

Es gibt zahlreiche Arten von Haftpflichtversicherungen, die jeweils ein bestimmtes Segment an Risiken abdecken, zum Beispiel die Kfz-Haftpflicht, die Berufshaftpflichtversicherung. Die Privathaftpflicht deckt Schäden fremder Personen ab, die im privaten Lebensbereich entstehen und nicht durch ein Kraftfahrzeug verursacht worden sind. 

Was deckt eine Privathaftpflicht alles ab?

Sach- und Personenschaden sowie Vermögensschäden, die jemand bei anderen Menschen außerhalb des eigenen Haushalts verursacht.

Welche Privathaftpflicht ist empfehlenswert?

Im Vergleich von Morgen und Morgen für die Wortschaftswoche belegen bei den Familientarifen die Angebote der Alten Leipziger, der GEV und der Prokundo die ersten drei Plätze. Für Singles mit Kind sind Tarife der Neodigital, der Prokundo und der Alten Leipziger besonders empfehlenswert.