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Büro-DresscodeDie Kleiderordnung zur Sommerhitze

Endlich ist die Sonne so richtig da und gleich geht das Stöhnen im Büro schon wieder los: Es ist zu warm. Kollegen lassen die Hüllen fallen, aber was ist dabei erlaubt?Katja Joho 25.05.2012 - 07:48 Uhr

Das ganz eigene Heim

500 junge Frauen und Männer zwischen 16 und 29 Jahren haben den Marktforschern von TNS Emnid geantwortet, was sie mit ihrem frisch verdienten Geld zunächst anfangen. Dabei kam heraus, dass fast jeder vierte befragte Berufseinsteiger sein Gehalt in eine Kaufimmobilie steckt. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist dabei bei Frauen etwas höher als bei Männern. Die Finanzierung des Eigenheims steht damit aber bei ziemlich wenigen Berufsstartern ganz oben auf der Wunschliste.

Foto: Fotolia

Der feine Zwirn

Neu im Beruf scheinen brandneue Kleidungsstücke für den Büroflur zumeist eine geringere Bedeutung zu haben, als man zunächst vielleicht annehmen würde. Nur etwa jeder dritte Berufsstarter – Frauen etwas häufiger als Männer – greift mit dem ersten selbst verdienten Geld im Portemonnaie zur Kleiderstange.

Foto: dapd

Das elektronische Spielzeug

Ein neuer Flachbildfernseher, ein besserer Laptop, ein moderneres Handy... Elektronikgeräte sind bei fast 40 Prozent der Frauen ganz oben auf der Einkaufsliste. Bei den Männern greifen noch deutlich mehr mit dem Geld der ersten Lohntüten zu Smartphone und Co., nämlich 60 Prozent.

Foto: dapd

Die Entspannung in der Ferne

Bei der Erholung liegen hingegen die Frauen vorne: Wenn es um die Investition in den nächsten Urlaub geht, geben über die Hälfte der weiblichen Befragten ihr frei verfügbares Gehalt gerne her. Bei Männern lassen nur 39 Prozent ihr Geld für Flug, Hotel und Co.

Foto: dpa

Das eigene Auto

Gemeinsam haben Männer wie Frauen den Wunsch nach dem eigenen Auto. Diese Investition in die Mobilität auf vier Rädern steht bei 56 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen auf Platz eins der Einkaufsliste.

Foto: gms

Die Abendgestaltung

Wer gerade ins Berufsleben gestartet ist, gibt aber besonders gerne und viel Geld für abendliche Aktivitäten aus. 63 Prozent der männlichen beziehungsweise 52 Prozent der weiblichen Berufseinsteiger investieren laut Umfrage einen großen Anteil des freien Budgets für das Ausgehen. Damit liegt das Nachtleben auf der Ausgabenskala auf Platz zwei.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Sparstrumpf

Auch wenn es ein gutes Gefühl ist, die erste große Lohntüte auf den Kopf zu hauen, legen die meisten Berufstarter ihr Geld lieber zurück: Drei von vier Jobneulingen (74 Prozent) geben an, ihr Gehalt lieber zu sparen. Damit legen die meisten Berufseinsteiger ihr Geld auf die hohe Kante. Frauen sind dabei mit 77 Prozent noch ein bisschen sparsamer als die Männer (70 Prozent).

Foto: dpa

Das weit geöffnete Fenster bringt kaum frischen Wind, draußen strahlt die Sonne vom leuchtend blauen Himmel und die Kollegen im Büro laufen häufiger zum Wasserspender als sonst: Es wird Sommer. Auf den Straßen begegnet man vermehrt Menschen mit riesigen Sonnenbrillen, in Sandalen und Sommershorts. Aber wer ins Büro fährt, braucht an warmen Tagen häufig länger vorm Kleiderschrank, denn bei vielen Kleidungsstücken ist man sich unsicher, ob es dem Dresscode entspricht.

Darf ich den kürzeren Rock anziehen? Ist die schulterfreie Bluse okay? Und darf ich Ballerinas im Büro tragen? Während Frau sich mit solchen Fragen quält, geht es auch bei den männlichen Kollegen in eine ähnliche unsichere Richtung: Ist das Hemd mit kurzen Ärmeln kundentauglich? Darf ich bei fast 30 Grad Celsius auf die Krawatte verzichten? Und wie sieht es mit der schicken kurzen Hose aus?

Manche Kleidungsstücke, die vor einigen Jahren in kein Büro gepasst hätten, sind heute durchaus Business-tauglich, andere waren und sind noch immer ein absolutes No-Go. Es ist nicht immer so einfach wie die Entscheidung, dass die bauchfreie Bluse nicht geht oder der Bankangestellte nicht auf ein Hemd verzichten darf.

Ohne Kundenkontakt darf es legerer sein

Was erlaubt ist und was nicht, ist auch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Wer in einem kleineren Kreis arbeitet, kleidet sich häufig lockerer als im großen Konzern. Grundsätzlich ist bei Hitze ein lockererer Dresscode möglich, aber eben nicht überall.

„Es richtet sich immer danach, in welcher Branche, in welchem Unternehmen und in welcher Position jemand arbeitet. Daraus lassen sich die Anforderungen an den Dresscode ableiten“, sagt Personal Shopper und Style Coach Andreas Rose.

Wer wiederum in der IT-Branche oder in einer Werbeagentur arbeite, habe natürlich einen anderen Dresscode als Mitarbeiter einer Bank oder eines Dax-Konzerns.

Zudem gilt, wer keinen Kundenkontakt hat, kann sich etwas legerer kleiden. „Wer viel Kundenkontakt hat, darf sich keine Besonderheiten erlauben“, so Rose.

Es muss nicht immer der Anzug sein, aber wenn er zum Büro-Outfit verpflichtend dazu gehört, sollte man das auch an heißen Tagen nicht vergessen, raten die Experten.

Foto: Fotolia

Egal wo, eine Regel gilt laut Rose immer: Kurze Hosen sind nicht erlaubt.

Auch in Sachen Krawatte ist der Kleidungs-Knigge eindeutig: Wenn sie in einem Unternehmen Pflicht ist, muss auch auf das Kurzarm-Hemd verzichtet werden, so Rose. „Zur Krawatte gehört einfach ein langärmliges Hemd, das man aber – wenn zu es heiß wird – hochkrempeln darf“, erklärt der Style Coach.

Einen Tipp, den Rose dazu aber geben kann: „Langarmhemden aus Sommerwolle, dünner Baumwolle oder aus Leinen“. Solche Kleidung aus Naturprodukten ist bei Sommertemperaturen genau das Richtige.

Oberteile, Hosen und Röcke aus natürlichen Stoffen wie etwa Bauwolle und Seide sind bei hohen Temperaturen besser geeignet, da sie zwischen Körper und Temperatur besser regulieren.

Dabei kann auch denen geholfen werden, die im Beruf auf den Anzug nicht verzichten können. „Ein gut ausgestatteter Kleiderschrank ist die Grundlage für die richtige Kleiderwahl. Als Anzugträger habe ich Sommer- und Winteranzüge und kann den Temperaturen entsprechend wechseln“, sagt auch der Gentleman-Trainer Dirk Pfister.

So solle Mann in den kühleren Jahreszeiten die Baumwollkrawatte wählen und im Sommer dann eben entsprechend zur Seidenkrawatte greifen.

Flipflops, kurze Röcke und der helle Anzug?

Hitze ist für Stilberater Pfister kein Grund auf legere umzusteigen: „Wenn der Kunde einen Anzug sehen möchte, dann trage ich auch den Anzug. Kleidung ist auch ein Kommunikationsmittel. Das sollte man bei der Kleiderwahl immer bedenken.“

Und dabei ist auch Anzug nicht gleich Anzug, gibt Personal Shopper Rose zu bedenken: „Je höher die Position, desto dunkler fällt die Kleidung aus. So muss leider auch der hellbeige Sommeranzug im Schrank bleiben.“

Einige weitere Tipps sind vergleichsweise leicht und den meisten Menschen bekannt: Auf sehr körperbetonte Kleidung sollte verzichtet werden. Zum einen kann sie provozierend werden, zum anderen ist lockere Kleidung bei Hitze deutlich angenehmer. „Luftiger“ eben.

Für Frauen ist ganz klar, dass die Kleidung nicht zu kurz oder zu knapp ausfallen darf. „Wenn Frauen einen Rock tragen, muss er eine Handbreit über dem Knie enden, in konservativen Branchen Knie umspielend“, so Rose. Im Management seien auch Feinstrumpfhosen Pflicht - selbst bei großer Hitze.

Die Frage nach dem Schuhwerk ist schnell beantwortet: Offene Schuhen gehen generell nicht. Damit sind die Flipflops raus, Ballerinas in Ordnung. "Männer müssen geschlossene Schuhe tragen, Sandalen sind also nur für die Freizeit. Bei Frauen gelten etwas lockerere Regeln. Um die Zehen herum sollten die Schuhe geschlossen sein, nur an der Ferse dürfen sie offen sein", erklärt Style Coach Rose.

Oberteile müssen, laut Style Coach Rose, die Schultern bedecken und einen Ärmelansatz haben. „Luftige Spaghettiträger-Tops sind ein No Go, ebenso bauchfreie und tief ausgeschnittene Oberteile.“

Das absolute No-Go ist aber eigentlich vergleichsweise einfach definiert: Man dürfe eben nicht aussehen „wie auf dem Weg zum Strand“, sagt Pfister.

Ein guter Tipp des Stilberaters: „Testen Sie sich selbst. Wenn Sie Ihr Gegenüber fragen, was Sie Ihrer Kleidung nach vorhaben, dann sollte dieser eindeutig erkennen, dass Sie sich für die Arbeit einkleidet haben.“

Wer sich am Ende immer noch nicht sicher ist, was im eigenen Büro wirklich geht und was nicht, kann auch beim Chef nachfragen.

„Das zeigt, dass man sich der wichtigen Rolle von beruflicher Kleidung bewusst ist“, so Rose.

Sein Tipp: Die Kleidung des Chefs zeige in der Regel, welche Erwartungen er an die Kleidung seiner Mitarbeiter hat.

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