Studenten-Umfrage: Traumberuf Sesselpupser

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Studenten-Umfrage: Traumberuf Sesselpupser

von Lin Freitag

Beliebte Behörden: Viele Studenten sehnen sich nach einem sicheren Job im öffentlichen Dienst. Banken hingegen haben es bei den angehenden Akademikern immer schwerer – das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter 4300 Studenten.

Von wegen verstaubtes Image: Für drei von zehn Studenten ist ein Job im öffentlichen Dienst ein richtiger Traumberuf. Fast genauso beliebt: Eine Karriere in der Wissenschaft. Sie stellt für 19 Prozent der Studenten eine attraktive Möglichkeit dar. 17 Prozent würden am liebsten in einer Kultureinrichtung arbeiten. Erst auf dem vierten Platz folgt eine Branche aus der freien Wirtschaft. So bewerten 16 Prozent der Studenten die Gesundheitsbranche und Pharmaunternehmen als ansprechenden Arbeitgeber, es folgen Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfer mit 15 Prozent und die Automobilindustrie mit 14 Prozent. Das sind die Ergebnisse einer Online-Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY unter 4300 Studenten.

Doch für viele Studenten kommt eine Karriere in einem Privatunternehmen schlichtweg nicht in Frage: So lehnt knapp ein Drittel der Studenten die freie Wirtschaft als künftigen Arbeitgeber komplett ab. Für sie kommt ausschließlich eine Stelle im öffentlichen Bereich in Frage. „Manche Studenten haben offensichtlich eine gewisse Scheu vor der freien Wirtschaft“, sagt Ana-Cristina Grohnert, Personal-Vorstand von EY. „Sie stellen sich einen Job in der Privatwirtschaft wohl als extrem zeitaufwendig, unsicher und mit privaten Belangen schwer vereinbar vor“. Doch es geht auch anders herum: Knapp die Hälfte der angehenden Akademiker strebt ausschließlich eine Karriere in einem Privatunternehmen an.

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Job-Sicherheit ist am wichtigsten

Die Behörden-Begeisterung lässt sich wohl aus den wichtigsten Kriterien für einen Traumjob ableiten: So landet Jobsicherheit mit 61 Prozent auf dem ersten Platz und ist damit für die Studenten das wichtigste Argument, um sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Einen ähnlich hohen Stellenwert haben ein gutes Gehalt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kriterien wie Karrierechancen oder selbstständiges Arbeiten nennen die angehenden Akademiker mit jeweils etwas über 30 Prozent deutlich seltener.

Obwohl ein gutes Gehalt immernoch ein wichtiges Kriterium ist, fallen Branchen, in denen traditionell besser gezahlt wird, in der Beliebtheit zurück. So nannten lediglich drei Prozent der Studenten Banken als attraktive Arbeitgeber. Auch der Maschinenbau erhält mit sieben Prozent nur wenig mehr Zustimmung. Und das, obwohl die Gehaltserwartungen in diesen beiden Branchen am höchsten sind. Bei den Banken erwarten die angehenden Akademiker mit fast 43.000 Euro das beste Einstiegsgehalt, gefolgt von knapp 42.000 Euro im Maschinenbau. Der öffentliche Dienst, Kultureinrichtungen und die Wissenschaft scheinen hingegen nur durch Sicherheit überzeugen zu können. Studenten dieser Branchen erwarten sich durchschnittlich nur ein Einstiegsgehalt von knapp 30.000 Euro.

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Über die Studie In diesem Jahr wurden für die EY-Umfrage 4300 Studenten befragt. Die meisten von ihnen studierten mit einem Anteil von 22 Prozent Wirtschaftswissenschaften, es folgen die Fächer Ingenieurwesen, Informatik und Sozialwissenschaften. Die Teilnehmer der Studie waren im Schnitt zwischen 21 und 26 Jahre alt und wurden im Frühjahr 2014 von der Unternehmensberatung befragt.

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