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Uni-Ranking: Die besten Unis sind in der Provinz

von Kristin Schmidt

Die RWTH Aachen und die Universität Mannheim führen das exklusive Hochschulranking der WirtschaftsWoche weiterhin an. Aber auch einige Universitäten aus der zweiten Reihe können überzeugen. Warum die Aufsteiger so beliebt sind.

RWTH Aachen

Aachen liegt in allen technischen Disziplinen vorne. Das ist auch der Anspruch der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH), die als eine der wenigen deutschen Elite-Unis gilt. Mit ihrem Zukunftskonzept „RWTH 2020“ hat sie sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahrzehnts eine der weltweit besten „integrierten interdisziplinären technischen Hochschulen“ zu werden. Diese Anstrengungen fördert die Bundesregierung mit ihrer Exzellenz-Initiative. Zum ersten Mal im Ranking des britischen Magazins, das die 100 Unis mit dem weltweit größten Prestige kürt, ist die RWTH Aachen, die in der Gruppe 91 bis 100 liegt.

Wie schon in den vergangenen Rankings gehört die RWTH weiterhin zu Deutschlands Top-Universitäten: Sie belegt den ersten Platz in Informatik, Elektrotechnik, Naturwissenschaften, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen. Bei der Betriebswirtschaftslehre reicht es allerdings nur für den zwölften Platz.

Bild: dapd

Der Standort für ein neues Technologiezentrum will gut gewählt sein. Erst recht, wenn das Unternehmen der größte Landmaschinenhersteller der Welt ist; wenn es jährlich einen siebenstelligen Betrag investieren will; wenn es exzellente Arbeitskräfte, kompetente Kooperationspartner und eine gute Infrastruktur braucht. Genau deshalb entschied sich der US-Konzern John Deere im Jahr 2009 für: Kaiserslautern.

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Die 100.000-Einwohner-Stadt am Rande des Pfälzerwaldes hat neben erstklassigen Riesling-Weinen und zweitklassigem Profi-Fußball noch eine weitere Spezialität zu bieten – die Technische Universität. Diese sei ein „hervorragender Kooperationspartner“, sagt Thomas Peuntner, der bei John Deere für die Hochschulkontakte verantwortlich ist. Er lobt die Praxiserfahrung der Studenten, die offenen Gespräche zwischen Universität und Vertretern der Wirtschaft sowie die Forschungseinrichtungen in der Nähe – darunter das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Die Mischung machte es dem Konzern leicht, sich für Kaiserslautern als Entwicklungsstandort zu entscheiden.

Mit dieser Einschätzung ist John Deere nicht alleine. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Uni-Rankings, das die Beratungsgesellschaft Universum Communications zusammen mit dem Recruiting-Dienstleister access KellyOCG exklusiv für die WirtschaftsWoche erstellt hat.

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Im Wirtschaftsingenieurwesen konnte die TU Kaiserslautern den vierten Rang ergattern, im Fach Informatik reichte es immerhin für Platz fünf. Damit schließen die Pfälzer zu den großen drei dieser Fächer auf – der RWTH Aachen, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der TU Darmstadt.

Alte Spitzenreiter

An der Spitze der Ranglisten ändert sich allerdings wenig: Auch in diesem Jahr teilen die Aachener und die Universität Mannheim die Goldmedaillen fast unter sich alleine auf. Während die RWTH beim Maschinenbau, der Elektrotechnik, dem Wirtschaftsingenieurwesen, der Informatik und den Naturwissenschaften siegte, landeten die Mannheimer in BWL und VWL ganz vorne.

Diese Top-Ten-Universitäten kletterten im Vergleich zum Vorjahr am meisten (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)
Diese Top-Ten-Universitäten kletterten im Vergleich zum Vorjahr am meisten (zum Vergrößern bitte Bild anklicken)

Im Bereich Wirtschaftsinformatik bevorzugen die befragten Personaler die TU Darmstadt, die Ludwig-Maximilians-Universität München bildet die besten Juristen aus. Doch wer genau hinschaut, entdeckt in den Listen durchaus Bewegung.

Es sind vor allem kleinere und weniger bekannte Bildungsstätten, die sich in die Spitzenklasse einschleichen oder schrittchenweise weiter nach oben kommen.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 18.11.2013, 07:59 Uhrfsell

    Uni Mannheim
    16.11.2013 Tag der offene Tür eine einzige Enttäuschung.
    Man fragt sich wirklich, wie diese Uni es schafft im Ranking so hoch da zu stehen.
    Wir kamen Sa. morgens mit dem Zug an und mussten die Uni quasi erst einmal umkreisen, um einen ersten Hinweis auf die Veranstaltung zu finden.
    Dann erfuhren wir, dass die Start entgegen der Veröffentlichung erst um 10Uhr vorgesehen war.
    Die Vorträge wurden von Studenten?? und recht lax gehalten. Sie konnten weder für die Uni begeistern noch boten sie wirkliche Informationen.
    Professoren oder andere Mitglieder des Lehrkörpers waren nicht da oder wurden von uns nicht wahr genommen. Ich hatte den Eindruck, das nur Studenten und ein paar Verwaltungsangestellte zugegen waren.
    Laut Aussage des Vortragenden wurde die technische Ausstattung der Uni auf den letzten Stand gehoben - Wir haben davon nichts bemerkt. Die Akustik in der Aula war ausgesprochen schlecht. Am Infostand für die Zulassung konnte uns bezüglich der Einstufung von Abitur + IB keine Auskunft gegeben werden, da der Laptop die Seite nicht öffnen konnte.
    Da es sich um einen Tag der offenen Tür handelte, wollten wir natürlich auch einen Blick in die Bibliothek werfen. Die Aufsichtsperson wusste nichts von der Veranstaltung und wir wurden abgewiesen.
    Die Informationen zum Studieninhalt verstärkten mein Gefühl es mit einer verknöcherten im deutschen Beamtentum ruhenden Institution zu tun zu haben.
    Mag sein, das ich mich irre aber mein Eindruck war nicht sehr positiv.

    Ich rate den Verantwortlichen dieser Uni mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Z.B nach Maastricht. Wir waren eine Woche vorher da. Es wurde eine ganz andere Betreuung geboten.
    Alle Vorträge wurden in englisch im Doppelpack von einem Dozenten gehalten und anschließend von einem der dortigen Studenten mit seinen Erfahrungen hinterlegt.
    Die Organisation und der Informationsgehalt waren hervorragend.
    F. Sell

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