Apple: Rekordgewinne reichen nicht

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Apple: Rekordgewinne reichen nicht

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Rekordgewinn im Weihnachtsquartal - trotzdem liegt die Apple-Aktie am Boden.

von Stefan Hajek

Noch nie verdiente Apple in einem Quartal so viel Geld. Weil der Verkauf von iPhones schwächelt, reagiert die Börse aber schockiert. Zurecht? Eine Analyse, ob sich die Aktie für Anleger noch lohnt.

Apple, an der Börse wertvollster Konzern der Welt, hat am Dienstagabend in den USA nachbörslich die mit Spannung erwarteten Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2016 (Oktober bis Dezember 2015) vorgelegt.

Trotz des Rekordgewinns von 18,4 Milliarden Dollar reagierten Anleger enttäuscht und schickten die Aktie auf Talfahrt: In Frankfurt rutschte sie zum Mittag um mehr als drei Prozent nach unten.

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Kurs der Apple-Aktie (in Euro)Clip
Kurs der Apple-Aktie (in Euro)

In den vergangenen Monaten hatte Apple an der Börse bereits rund 200 Milliarden Dollar an Wert verloren. Die Reihen der Apple-Zweifler bekommen nun ungebremst Zulauf: Die neuen Zahlen sowie die Aussagen von Apple-Chef Tim Cook gestern in Cupertino dazu konnten ihre Bedenken nicht ausräumen: Was, wenn die Wachstumsgrenze bei teuren Smartphones jetzt erreicht ist?

Denn Apple ist wie kein anderer Konzern abhängig vom Erfolg seiner teuren Smartphones (iPhone).
Von dem, je nach Modell, rund 700 bis zu 1100 Euro teuren Handy hängen mehr als zwei Drittel des Umsatzes und gut drei Viertel des Apple-Gewinns ab. Ein neuer Kassenschlager, der das iPhone als Umsatz- und Gewinnmaschine auf absehbare Zeit ersetzen oder wenigstens unterstützen könnte, ist nirgendwo in Sicht.

Zwar ist der Dienstagnacht verkündete Quartalsgewinn von 18,4 Milliarden Dollar ein neuer Bestwert. Doch Anleger bangen vor einer weniger glänzenden Zukunft.



Erstmals verkaufte Apple zwischen Oktober und Dezember nicht nennenswert mehr iPhones als im Quartal davor. Für das bereits laufende Quartal erwarten die meisten Analysten gar zum ersten Mal seit der Erfindung des iPhones einen leichten Rückgang.

Das iPhone büßt offenbar weltweit an Strahlkraft ein. Im vergangenen Quartal verkauften die Kalifornier gerade mal 74,8 Millionen Stück davon, das sind nur 300.000 mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres: de facto Nullwachstum. Das räumte auch Cook gestern Abend ein: Im kommenden Quartal rechne man zum ersten Mal in der Firmengeschichte mit einem leichten Rückgang der iPhone-Verkäufe.

Auch der Umsatz blieb mit 75,9 Milliarden Dollar klar unter den Erwartungen der Anleger und Analysten. Der Gewinn je Aktie konnte dagegen mit 3,28 Dollar die Erwartungen der Börse einigermaßen erfüllen.



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Doch es sind die mittel- und langfristigen Aussichten, die Anleger in Scharen auf die Verkäuferseite bei der Aktie laufen ließen: „Was, wenn der Weltmarkt für 1000 Dollar teure Smartphones allmählich gesättigt ist?“, formuliert Analyst Timothy Arcuri von der Investmentbank Cowen & Co in San Francisco die Hauptsorge.
Ein Ersatz für die Gewinnmaschine ist nirgendwo in Sicht. Ein Kandidat wäre jedoch das Apple-Auto.

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