Nvidia-Gründer Huang: Künstliche Intelligenz löst nächste industrielle Revolution aus

exklusivNvidia-Gründer Huang: Künstliche Intelligenz löst nächste industrielle Revolution aus

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Jen-Hsun Huang (53), der Gründer und Vorstandschef des US-Chipherstellers Nvidia.

von Andreas Menn

„Künstliche Intelligenz wird einen größeren Einfluss auf unser Leben haben als die Erfindung des Computers, der Internets oder des Mobiltelefons zusammen“, sagt Nvidia-Gründer Jen-Hsun Huang.

Intelligente Software und autonome Maschinen werden das Wirtschaftsleben ähnlich gravierend verändern wie Dampfmaschine oder Telefons. „Das ist der Beginn einer neuen industriellen Revolution“, sagte Jen-Hsun Huang (53), der Gründer und Vorstandschef des US-Chipherstellers Nvidia, der WirtschaftsWoche. „Künstliche Intelligenz wird einen größeren Einfluss auf unser Leben haben als die Erfindung des Computers, der Internets oder des Mobiltelefons zusammen.“

Die Technik könne die Medizin erfolgreicher machen, Autos sicherer und Computer leichter zu benutzen. „In fast jeder Dienstleistungsindustrie werden wir digitale Agenten haben, die uns die besten Empfehlungen geben“ , so der IT-Manager, dessen Unternehmen inzwischen einer der führenden Anbieter von Mikrochips für lernende Maschinen ist. Die Entwicklung künstlicher Intelligenz markiere den Start in eine neue Ära der Menschheit. „Es wird wahrscheinlich die größte Revolution aller Zeiten.“

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Nvidia, 1993 als Hersteller von Grafikkarten gegründet, nutzt die dafür entwickelten Technologien inzwischen auch zunehmend für Entwicklung und Betrieb intelligenter Maschinen. Der Quartalsumsatz stieg zuletzt um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Kürzlich erst stellte der Hersteller spezielle Chips für selbstfahrende Autos und für KI-Software in Rechenzentren vor. Gründer Huang hat laut dem Magazin Forbes ein Privatvermögen von 2,4 Milliarden Dollar.

Die Entwicklungsstufen Künstlicher Intelligenz

  • 1950 - Alan Turing

    Der britische Informatiker entwickelt den nach ihm benannten Test. Er soll ermitteln, ob eine Maschine denken kann wie ein Mensch. Ein russischer Chat-Roboter soll ihn 2014 erstmals bestanden haben.

  • 1956 - Dartmouth-Konferenz

    Experten einigen sich auf den Begriff "Künstliche Intelligenz". Der Rechner IBM 702 dient ersten Forschungen.

  • 1974 - Erster KI-Winter

    Katerstimmung bei den Forschern: Die Fortschritte bleiben hinter den Erwartungen zurück. Computer sind zu langsam, ihre Speicher zu klein, um die Daten von Bildern oder Tönen zu verarbeiten. Budgets werden gestrichen, erst ab 1980 geht es wieder voran.

  • 1997 - Deep Blue

    Der Supercomputer von IBM siegt im Schachduell gegen Weltmeister Garry Kasparov. Die Maschine bewertete 200 Millionen Positionen pro Sekunde. 2011 siegt IBMs Software Watson in der Quizsendung "Jeopardy".

  • 2005 - Ray Kurzweil

    Der KI-Forscher sagt in einem Buch für das Jahr 2045 den Moment der "Singularität" voraus: Die Rechenleistung aller Computer erreicht die aller menschlichen Gehirne. Seit 2012 arbeitet Kurzweil für Google an KI-Systemen.

  • 2014 - KI-Boom

    Ein Google-Programm beschreibt präzise in ganzen Sätzen, was auf Fotos zu sehen ist. Nahrungsmittelkonzern Nestlé kündigt an, 1000 sprechende Roboter namens Pepper in seinen Kaffeeläden in Japan als Verkäufer einzusetzen. Physiker Stephen Hawking warnt: KI könne eines Tages superschlau werden – und die Menschheit vernichten.

  • 2045 - Roboter-Revolution

    Computer sind schlau wie Menschen – und machen sogar Witze. Fabriken, Verkehr und Landwirtschaft sind nahezu komplett automatisiert.

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