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Telefonieren an Bord: Wie lange bleibt das Flugzeug noch handyfreie Zone?

von Meike Lorenzen

Wenn von grenzenloser Freiheit über den Wolken die Rede ist, kann kaum die Nutzung von Handys im Flugzeug gemeint sein. Doch warum dürfen wir im Flugzeug nicht telefonieren? Neue Studien haben ergeben, dass Mobiltelefone die Sicherheit nicht beeinträchtigen.

Die meisten Fluggesellschaften gestatten nach wie vor nicht das Telefonieren an Bord des Flugzeugs - Doch wie sieht genau die Gesetzeslage aus? Und was will der Fluggast eigentlich? Quelle: dpa
Die meisten Fluggesellschaften gestatten nach wie vor nicht das Telefonieren an Bord des Flugzeugs - Doch wie sieht genau die Gesetzeslage aus? Und was will der Fluggast eigentlich? Quelle: dpa

Was will man auch machen. Da stehen die Stewardessen und Stewards im Gang, heben die Arme und zeigen auf den Notausgang, sie pusten Luft in die Rettungswesten, die sie sich vorher in synchroner Anmut über den Kopf gezogen haben. Darauf folgt eine Durchsage: “Bitte schalten Sie bei Start und Landung ihre Mobiltelefone aus.” Hörig schauen alle noch einmal auf ihr Handy und kontrollieren, ob sie ihr Gerät aus oder den Flugmodus eingeschaltet haben. Geschäftsleute würgen ihre Gesprächspartner ab. Aber warum eigentlich?

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Obwohl sich das Gerücht hartnäckig hält, ist bisher in keiner Form erwiesen worden, dass die Strahlung der Mobiltelefone eine negative Auswirkung auf die Bordelektronik hat und gar Flugzeuge abstürzen lassen könnte. Warum also diese konservative Vorsicht?

Die Gründe dafür finden sich in der Zeit kurz nach dem flächendeckenden Ausbau des ersten Mobilfunknetzes Ende der 80er Jahre. Anfangs war der Gebrauch von Handys in Flugzeugen strikt verboten. “Wir bitten Sie, die Mobiltelefone während des gesamten Flugs ausgeschaltet zu lassen, da es sonst zu technischen Störungen kommen könnte”, hieß es damals über die Lautsprecheranlagen. “Technische Störungen”, war der Begriff, den alle hörten. Das kleine aber wichtige Wort “könnte” schien bei den Fluggästen nicht anzukommen. Das Gerücht vom Handy, das ein Flugzeug abstürzen lässt, war lanciert.

Die fünf Geschäftsreise-Typen:

1. Der Veteran

Die langjährige Erfahrung macht Veteranen zu alten Hasen bei Geschäftsreisen. Mit 33 Prozent stellen sie die größte Gruppe. Sie genießen es, beruflich unterwegs zu sein und sind sich der Wichtigkeit von persönlichen Meetings bewusst. Wichtig ist ihnen eine angenehme und sichere Reise, während der sie mit ihrer Familie und ihrer Firma in Verbindung bleiben wollen. Sie kennen die Probleme, die sich auf Reisen ergeben können und planen sie deshalb bis ins Detail. Dabei nutzen sie gerne neue, praktische Technologien.

Bild: AP


Die Krux mit den Frequenzen

Wie Handystrahlung und Bordelektronik sich in die Quere kommen können, erklärt Stefan Frei, Professor an der Technischen Universität Dortmund im Arbeitsgebiet Bordsysteme: “Man hat an verschiedenen Stellen Probleme durch die gegenseitige Beeinflussung elektronischer Geräte. Die immer häufiger verwendeten Funksysteme können sich gegenseitig stören“, sagt er zunächst. Allerdings sei dies nicht durch Mobiltelefone in Flugzeugen möglich, da unterschiedliche Kategorien elektronischer Geräte unterschiedliche Sendefrequenzen benutzen.

Das war schon immer so. Über die niedrigsten Frequenzen werden Radiowellen gesendet, die nächsten gingen an Fernsehsender. Je höher die Frequenz, desto moderner das Medium. Bei jeder Vergabe von Frequenzen wurde darauf geachtet, dass diese nicht schon durch ein anderes Gerät belegt sind. Entsprechend funken auch Flugzeugelektronik und Mobiltelefone nicht auf den gleichen Wegen. “Es wird darauf geachtet, dass niemand Frequenzen benutzt, für die er keine Zulassung besitzt. Im Idealfall laufen die Systeme parallel und ungestört“, sagt Frei.
Trotzdem beliebt die Sorge, dass sich die Frequenzen durch technische Störungen doch überlagern könnten. „Das Problem kann man am besten so erklären: Wenn viele Menschen durcheinander reden, versteht man am Ende nichts mehr. Bei elektronischen Geräten ist das auch nicht anders, und davor hat man Angst”, erklärt Frei. Fällt zum Beispiel die Kommunikation zwischen Pilot und Tower aus, kann dies gefährlich werden.

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