"Farmbot Genesis": Gartenroboter ermöglicht Gemüseanbau per App

"Farmbot Genesis": Gartenroboter ermöglicht Gemüseanbau per App

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High-Tech im Vorgarten: Der Farmbot pflanzt und gießt selbstständig. (Foto: Farmbot.io)

von Leonard Goebel

Ein amerikanisches Start-up hat einen Roboter entwickelt, der automatisiert Gemüse anpflanzt, bewässert und Unkraut zerstört.

Selbstversorgung ist eines der modernen Schlagworte, wenn es um gesunde und umweltbewusste Ernährung geht. Doch oft fehlt für den Anbau von eigenem Obst und Gemüse nicht nur der Platz, sondern auch die Zeit zum Säen, Bewässern und Unkraut entfernen. Ein kalifornisches Start-up bietet dafür nun eine Lösung an: den Farmbot Genesis.

Der Gartenroboter übernimmt im Gemüsebeet alle Aufgaben, die normalerweise per Hand erledigt werden müssen. Der Besitzer muss nur noch in der App einstellen, wie viel Gemüse von welcher Sorte angebaut werden soll. Daraufhin setzt der Farmbot die Samen im vorprogrammierten Abstand ein, misst die Feuchtigkeit im Boden und wässert die Pflanzen nach Softwarevorgabe, so dass die Ressourcen möglichst effizient genutzt werden.

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Hier ein Entwurf des Roboters, mit dem die Entwickler schon an Wettbewerben teilgenommen haben. (Foto: Farmbot)

Auch Unkraut erkennt der Roboter und versenkt es mit seinem Greifarm sofort wieder im Boden, sobald es aufsprießt. Chemische Unkrautvernichter sollen dadurch überflüssig werden. Nur das Ernten bleibt weiterhin dem Menschen überlassen – vielleicht, um ihm das Gefühl zu geben, auch selbst noch etwas zur Erzeugung beigetragen zu haben.

Großer Roboter - für kleine Beete

Bislang kann der Farmbot nur kleinere Beete mit einer maximalen Länge von knapp drei Metern und einer maximalen Breite von knapp anderthalb Metern beackern. Geht es nach den Erfindern, soll sich das noch ändern. Dann könnte der Roboter tatsächlich auch in großen Gärten oder sogar auf Feldern zum Einsatz kommen.

Die Software und Bauanleitung des Farmbot bietet das gleichnamige Unternehmen als frei zugängliche Open-Source-Dateien im Internet an. So kann jeder technikbegeisterte Hobbygärtner an der Weiterentwicklung der Maschine arbeiten. Die einzelnen Aufsätze für den Farmbot kommen dabei aus dem 3D-Drucker.

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Zum Sähen, Messen oder Gießen nutzt der Farmbot solche Aufsätze - Hobbybastler können diese etwa mit einem 3D-Drucker leicht nachbauen. (Foto: Farmbot)

Geübte Bastler mit viel Zeit könnten den Roboter demnach theoretisch komplett selber bauen. Für alle anderen ist der Gartenroboter kein ganz billiges Gartenwerkzeug: Rund 3.500 Euro kostet er regulär, hinzukommen noch einmal mehr als 200 Euro für den Versand. Da die Auslieferung erst Anfang nächsten Jahres beginnt, gewährt das amerikanische Unternehmen aktuell noch einmal einen Rabatt von 20 Prozent für die Vorbestellung.

Zumindest finanziell ist der Farmbot angesichts der Handelspreise von Gemüse also noch wenig lukrativ. Offenbar ist der Roboter aber trotzdem für viele ernährungsbewusste Menschen sein Geld wert: Das Umsatzziel von 100.000 Dollar haben die Vorbestellungen bereits um mehr als das Achtfache übertroffen. Auch dank dieses Werbevideos, das demonstriert, wie der Roboter im Alltag funktionieren soll:

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