GreenTec Awards 2016: Das sind die Preisträger

GreenTec Awards 2016: Das sind die Preisträger

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Preisträger Thomas D freut sich über seinen Musik-Award. (Foto: GreenTec-Awards)

Die GreenTec Awards sind der wichtigste deutsche Umweltpreis - wir liefern Informationen und Hintergrundberichte.

Seit 2008 prämieren die GreenTec-Awards Konzepte, die innovative Technik und eine nachhaltige Herangehensweise zusammenbringen. Eine unabhängige Experten-Jury entscheidet mit Hilfe des Publikums über die Gewinner, bei der Verleihung selbst laufen aber auch immer wieder Prominente wie Rea Garvey, Nena oder Bob Geldof über den grünen Teppich.

Die GreenTec Awards gewinnt man nicht nebenbei: Ein strenges Auswahlverfahren und eine erfahrene Jury küren jedes Jahr in mehren Kategorien die Vorreiter ihrer Branchen. Die Preise sind Ende Mai in München vergeben worden - die Preisträger finden Sie hier:

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Innovatives Konzept: Altpapier als Baumaterial. (Foto: Ecocell)

Innovatives Konzept: Altpapier als Baumaterial. (Foto: Ecocell)

Ecocell: Mit Baumaterial aus Altpapier macht das Start-up Bauprojekte grüner und schneller. Eine spezielle Beschichtung macht das Material sogar brand- und erdbebensicher. Leider gibt es das bislang nur in der Schweiz.

Exytron: Den diesjährige Preisträger des Sonderpreises Start-up hatten wir schon länger auf dem Schirm - im April haben wir über eine Siedlung geschrieben, die dank Exytrons SmartEnergyTechnology energieautark und emissionsfrei werden will.

Doppelmayr / Mi Teleferico: Seilbahnen machen Spaß - aber sind sie eine ernsthafte Alternative zum Bus- und Bahnnetz? Das soll das Projekt "Mi Teleferico" in Bolivien zeigen und somit die Straßen entlasten. Deshalb ist es für den GreenTec Award der Sparte "Urbanisierung" nominiert.

Nicht die schönste Erdbeere - aber zu hässlich für Erdbeermarmelade? (Foto: Querfeld)

Nicht die schönste Erdbeere - aber zu hässlich für Erdbeermarmelade? (Foto: Querfeld)

Ugly Food/Querfeld: Essen, das für den Teller zu hässlich ist? Für Querfeld (ehemals Ugly Food) gibt es das nicht. Sie versuchen, auch Lebensmittel mit Macken in die Nahrungskette zu wuchten, die sonst einfach auf dem Acker bleiben würden. 

Magnic: Ein Dynamo, der die Felge und den Reifen nicht berührt? Mit Magneten kein Problem. Wir fanden die Idee schon 2014 großartig - in diesem Jahr haben die Entwickler dafür auch den GreenTec Award in der Kategorie "Bike" gewinnen können.

Norled: Elektroautos kennt inzwischen jeder – aber eine batteriebetriebene Fähre, das ist eine Neuheit. Norled hat sie gebaut und dafür den diesjährigen Preis der Kategorie "Reise" bekommen.

Photoment: Saubere Luft in den Städten – genau dort setzt der Betonzusatzstoff von Photoment an. Den diesjährigen Gewinner der Kategorie "Urbanisierung" haben wir uns hier einmal genau angeschaut.

Microsfera: Jedes Jahr werden so viele Teppiche in Büros eingebaut und vor allem wieder herausgerissen, dass grüne Lösungen dringend nötig sind. Den Hersteller Interface, nominiert in der Kategorie "Green Office", hatten wir uns bereits im vergangenen Jahr einmal genau angeschaut.

Heliatek: Wissenschaft muss nicht immer theoretisch sein: Forscher der Unis Dresden und Ulm haben mit Heliatek ihr eigenes Solarunternehmen gegründet. Dieses stellt organische Solar-Folien her – solche Kunststoffzellen sind nicht nur ziemlich günstig, sondern lassen sich auch flexibel an verschiedenen Orten anbringen - wie ein Testversuch in Singapur gezeigt hat. Und mit zwölf Prozent Zelleffizienz hält Heliatek den derzeitigen Weltrekord.

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Die GreenTec Awards werden jedes Jahr in einem festlichen Rahmen vergeben. (Foto: GreenTec Awards)

LuK: Wie verbrauchsarm ein Auto fährt, hängt nicht zuletzt vom Fahrer ab. Um ihn dabei zu unterstützen hat LuK, ein Tochterunternehmen des Auto-Zulieferers Schaeffler, nun eine intelligente Kupplung entwickelt. Die sogenannte E-Clutch übernimmt – wie bei einem Automatikwagen – je nach Einstellung einen Teil der Kuppelarbeit und ermöglicht umweltfreundlichere Fahrstile wie das sogenannte Segeln auch bei manueller Schaltung. Dafür gab es den Automobilitätspreis.

Devolo: Die Kraftwerke in Deutschland, von der kleinen Solaranlage bis hin zum großen Kohlemeiler, liefern ihren Strom im Wechsel. Und auch die Kunden brauchen die Energie zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Kluge Netze, sogenannte Smart Grids, helfen bei der Steuerung. Das braucht eine gute Kommunikation – und wie die aussehen muss, hat das Projekt "ENERGIE" herausgefunden.

VAUDE: Ein Firmencampus voller Pflanzen, mit Kletterwänden und einer Bio-Kantine: Beim Outdoor-Ausrüster Vaude sehen Besucher des neuen Firmensitzes direkt, welche Farbe die Bauherren im Hinterkopf hatten. Dafür gab es einen (vom japanische Konzern Kyocera gestifteten) "Green Office"-Award.

nearBees: Nearbees will lokale Imker und Kunden im Internet zusammenbringen – und so dafür sorgen, dass die Bienenbestände wieder wachsen.

Airbus Group: Mit seiner E-Fan-Reihe will Airbus endlich auch den Flugverkehr elektrifizieren. Eine publikumswirksame Überquerung des Ärmelkanals ist im vergangenen Jahr bereits geglückt, nun dient der Flieger als Schulungsflugzeug. Ohne Lärm und Abgase, aber prämiert in der Kategorie Luftfahrt.

REMONDIS TetraPhos: Kläranlagen sind mittlerweile regelrechte Minen: Aus dem menschlichen Unrat lassen sich Gips, Eisensalze und vor allem Phosphorsäure zurückgewinnen, aus der später wertvoller Dünger hergestellt wird. Das brachte den Preis in der Kategorie Recycling & Ressourcen ein.

Universität Kassel/PAUL: Wenn nach Naturkatastrophen die Wasserversorgung zusammenbricht, kann das schlimme Folgen haben – gerade in entlegenen Regionen. Der Wasserrucksack Paul lässt sich mit seinen 23 Kilogramm schnell in solche Gegenden transportieren und kann 1200 Liter Trinkwasser produzieren – täglich. Ohne Energie, Chemikalien, Wartung und ohne geschultes Bedienpersonal. Möglich macht dies eine moderne, belastungsfähige Membran. In Nepal versorgte Paul nach den Erdbeben im vergangenen Jahr 20.000 Menschen mit Wasser.

Kiezkaufhaus: Bislang litten viele lokale Händler unter Online-Shops. Im Kiezkaufhaus schließen sie sich nun zusammen.

Weitere Sonderpreise gingen an den Musiker Thomas D, der mit den fantastischen Vier bekannt geworden ist und nicht nur mit seiner Musik, sondern vor allem mit seinem Lebenswandel zeigt, wie ein achtsames Leben aussehen kann. An "Green IT – Das Systemhaus" – ein Consulting-Unternehmen, das durch umweltfreundliche Veränderungen am Arbeitsplatz Geld einsparen möchte. Und an "State of Green", einem dänischen Netzwerk für Unternehmen der dortigen Green Economy. Einen Jugend-Sonderpreis gewannen Jorma Görns und Simon Lange vom Gymnasium Altenholz – die beiden Schüler wandeln mit einer selbstgebauten Kleinbiogasanlage Abfälle der Schul-Cafeteria in Methan um.

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