Umrüst-Kit: Vom Fahrrad zum E-Bike in 60 Sekunden

Umrüst-Kit: Vom Fahrrad zum E-Bike in 60 Sekunden

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Keine Speichen, keine Luft im Reifen aber ein leistungsfähiger Motor macht das Rad zum Blickfang. (Foto: GeoOrbital)

von Carsten Ruge

Mit dem Geo Orbital Wheel lässt sich jeder Drahtesel schnell und unkompliziert in ein Elektrorad verwandeln.

Sechzig Sekunden. Nicht viel Zeit. Was kann man in einer Zeigerumdrehung schaffen? Zuhause das Bett machen. Auf dem Smartphone das Wetter der nächsten Tage checken. Oder aber aus einem normalen Fahrrad ein E-Bike machen.

Das verspricht zumindest das Geo Orbital Wheel. Dazu baut man einfach das Vorderrad des Fahrrads aus und ersetzt es durch das Geo Orbital Rad. Außerdem muss nur noch eine Kabelfernbedienung am Lenker befestigt werden und fertig ist das E-Bike.

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Das Rad besitzt keine Zentralnabe. In der Mitte ist ein 500 Watt starker Elektromotor angebracht, der sich nicht mit dem Rad dreht. Die Kraft wird über Walzen auf die Felge übertragen. Der Akkus ist an einer der drei feststehenden Speichen montiert. Beim Reifenmaterial hat sich der Hersteller auf Hartschaumstoff festgelegt. Einen Platten kann man sich mit dem Geo Orbital Wheel höchstens auf dem Hinterrad einfangen.

Wer mittritt, kommt weiter

Die Erfinder bieten das Rad sowohl für 26-, als auch für 28-Zoll-Rahmen an. Beim Akku gibt es zwei Varianten zur Auswahl. Die kleinere sechs Amperestunden-Version soll laut Hersteller eine Reichweite zwischen 20 und 50 Kilometern ermöglichen. Mit den zehn Amperestunden des großen Akkus sind zwischen 30 und 80 Kilometer möglich. Die weiteren Strecken schafft der, der mittritt. Beide Modelle verfügen über eine integrierte Rekuperation, beim Rollen wird dem Akku auf diese Weise etwas Energie zurückgegeben.

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Vier Einzelteile machen den Elektroantrieb des Rads aus. (Foto: GeoOrbital)

Das Geo Orbital Wheel beschleunigt das jeweilige Zweirad ohne Tretunterstützung auf 32 km/h. Damit fällt das E-Bike im deutschen Recht nicht mehr unter die Fahrräder, sondern zählt zu den Kleinkrafträdern. Deshalb benötigt man hierzulande für den Gebrauch ein Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis, was das Produkt unattraktiver macht. Außerdem besteht eine Helmpflicht.

Die Macher haben für ihr Projekt eine Kampagne bei Kickstarter gestartet und damit großen Erfolg gehabt. Mehr als 1,2 Millionen US-Dollar stellten Unterstützer zur Verfügung und sicherten sich damit Rabatte auf die ersten Modelle, die im November dieses Jahres ausgeliefert werden sollen. Für alle anderen gilt der normale Preis für das Geo Orbital Wheel von 950 US-Dollar.

Was man für das Geld bekommt, zeigen die Macher in diesem Video:

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