Bild: obsPlatz 50: Gelsenkirchen
Gelsenkirchen schneidet in fast allen untersuchten Bereichen am schlechtesten ab. Die Stadt bildet bei der für eine nachhaltig hohe Lebensqualität der Bewohner zentralen Kategorie Umwelt das Schlusslicht (Rang 50). Auch in den Kategorien Humankapital und Bildung belegt Gelsenkirchen nur den letzten Platz.
Bild: dpa/dpawebPlatz 49: Oberhausen
Oberhausen bietet ihren rund 213.000 Einwohnern insgesamt die zweitschlechteste nachhaltige Lebensqualität. Sowohl bei der Wirtschaftskraft als auch beim Humankapital und der Umwelt erreicht Oberhausen deutlich unterdurchschnittliche Qualitätswerte. Die Ruhrstadt steht bei der Wirtschaftskraft auf Platz 45. Sehr schlecht schneidet Oberhausen auch bei der Betreuung von Kleinkindern ab.
Bild: APPlatz 48: Krefeld
Krefeld positive Ergebnisse: Der Anteil der Erholungsflächen am gesamten Stadtgebiet ist mit 8,5 % überdurchschnittlich hoch. Sowohl in der Kategorie Energie und Verkehr als auch Umwelt liegt die Stadt auf dem viertletzten Platz. In der Kategorie Umwelt rangiert die Stadt sowohl bei der Luftqualität als auch beim Abfallmanagement unter den letzten zehn Städten im Nachhaltigkeits-Ranking.
Bild: dpa/dpawebPlatz 47: Herne
Herne erreicht seinen besten Platz in der Kategorie Energie und Verkehr: Platz 37. Einem guten Mittelfeldplatz im Teilbereich Verkehr (24) steht ein schwacher Platz 41 im Teilbereich Energie gegenüber. Den verhältnismäßig guten Platz im Teilbereich Verkehr verdankt Herne seiner leicht unterdurchschnittlichen Pkw-Dichte. Sehr schlecht die die Ärzteversorgung in Herne: Statistisch muss sich jeder Arzt in der Stadt um 727 Einwohner kümmern – das sind 50 Prozent mehr als im Durchschnitt.
Bild: dapdRang 46: Hamm
Hamm schneidet noch am besten in der Kategorie Umwelt für Luftqualität, Flächennutzung und Abfallmanagement ab: Platz 23. Im Teilbereich Abfallmanagement kommt die Stadt im Ranking auf Platz 29, die Recyclingquote ist deutlich niedriger als der Durchschnitt. Vor allem bei der Bildung schneidet Hamm mit Platz 44 schlecht ab.
Bild: dpa/dpawebRang 45: Mönchengladbach
Mönchengladbach rangiert im Teilbereich Sicherheit auf einem relativ guten Platz 19. Allerdings schneidet die Stadt in der Kategorie Energie und Verkehr am schlechtesten ab, wo sie das Schlusslicht bildet (Platz 50). Die Stadt ist nicht direkt an das Fernverkehrsnetz der Bahn angeschlossen und das Carsharing-Angebot lässt zu wünschen übrig.
Bild: APRang 44: Essen
Essen kann lediglich dank ihrer Wirtschaftskraft mit einem zwölften Rang punkten. Bei den anderen Kategorien fällt dagegen die Performance der Stadt deutlich ab. Bei der Arbeitsmarktsituation, der Bildung und der Kinderbetreuung rangiert sie sogar lediglich auf Rang 43. Im Bereich Umwelt ist die Ruhrmetropole weit abgeschlagen an vorletzter Stelle. Essen hat die schlechteste Luftqualität unter den 50 einwohnerreichsten Städten Deutschland.
Bild: REUTERSRang 43: Kassel
Kassel ist bei der Ärzteversorgung der über 195.000 Einwohner in der Spitzengruppe. Die Stadt erreicht im Bereich Umwelt jedoch vor allem wegen der schlechten Luftqualität nur Rang 33. Den vorletzten Platz erzielte Kassel im Nachhaltigkeitsbereich Transparenz und Engagement; lediglich die sächsische Landeshauptstadt Dresden bietet ihren Bürgern weniger an Informationen und Engagement.
Bild: dpaRang 42: Solingen
Solingens Recyclingquote ist mit 39,0 % deutlich niedriger als der Durchschnittswert der untersuchten Städte (46,5 %). Schlechte Noten gab es auch für das schlechte Abschneiden in den Teilbereichen Kinderbetreuung und Bildung Bei den Beschäftigungsmöglichkeiten steht die Stadt immerhin auf Rang 23.
Bild: dpaRang 41: Halle
Halle schafft es in keiner der sechs zentralen Nachhaltigkeitskategorien einen Platz unter den besten zehn Großstädten zu belegen. Die größte Stadt Sachsen-Anhalts schneidet mit ihren 233.000 Einwohnern mit Platz 14 noch am stärksten in der Kategorie Energie und Verkehr ab. Jedoch ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Krankenhausbetten pro 10.000 Bürger nach Münster die zweithöchste.
Platz 50: Gelsenkirchen
Gelsenkirchen schneidet in fast allen untersuchten Bereichen am schlechtesten ab. Die Stadt bildet bei der für eine nachhaltig hohe Lebensqualität der Bewohner zentralen Kategorie Umwelt das Schlusslicht (Rang 50). Auch in den Kategorien Humankapital und Bildung belegt Gelsenkirchen nur den letzten Platz.
Münster landet auf dem zweiten Platz und Freiburg auf Rang drei. Bei der erstmals durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung der Nachhaltigkeit urbaner Räume wurden die 50 größten deutschen Städte anhand von 56 ökologischen und sozial-ökonomischen Einzelkriterien untersucht: in den Kategorien Energie und Verkehr, Umwelt, Sozialkapital, Humankapital, Wirtschaftskraft sowie Transparenz.
NRW-Städte am Ende
Stuttgart erzielt über alle untersuchten Kategorien hinweg überdurchschnittlich gute oder sehr gute Werte. Vor allem in den Bereichen Soziales, Bildung und Wirtschaftsleistung kann die Schwaben-Metropole punkten und somit leichte Schwächen in den Kategorien Umwelt (Platz 16) sowie Verkehr & Umwelt (Platz 13) kompensieren.

Münster schneidet ebenfalls in allen untersuchten Nachhaltigkeitskategorien überdurchschnittlich gut ab. Neben Spitzenwerten bei Gesundheit, Gemeinwesen und Erholung bietet die Stadt ihren Bürgern eine besonders hohe nachhaltige Lebensqualität in den Bereichen Beschäftigung, Bildung und Kinderbetreuung. Ähnlich stark das drittplatzierte Freiburg. Die Stadt erzielt Spitzenwerte in den Kategorien Energie und Verkehr, Umwelt und Humankapital. Weniger stark schneiden die Freiburger in den Kategorien Transparenz und Engagement sowie Wirtschaftskraft (Platz 30) ab, was sie letztlich den Sieg im Gesamtranking kostet.
Die Schlusslichter unter den 50 untersuchten Städten bilden nordrhein-westfälische Städte, darunter Herne (Rang 47), Krefeld (Rang 48), Oberhausen (Rang 49) und Gelsenkirchen (Rang 50). Sie können ihren Bürgern in keiner der untersuchten Kategorien eine gute nachhaltige Lebensqualität bieten.
Zudem zeigte die Studie, dass süddeutsche Städte im Bereich soziale Nachhaltigkeit führen, wohingegen Norddeutschland in der Subkategorie Luftqualität vorne liegt.
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